Denn die chinesische Provinz Sichuan plant Tourismus-Routen zu mehreren Panda-Lebensräumen. So sollen die Chancen deutlich erhöht werden, dass Besucher die schwarz-weißen Bären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können. Der Panda ist nicht nur das Symbol Chinas, sondern auch der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature).

„Wir planen drei Routen, die Chengdu mit Mianyang, Ya'an beziehungsweise Aba verbindet“, sagte Fu Yonglin, Direktor der Tourismus-Entwicklungsorganisation der Provinz Sichuan, gegenüber China Daily. Wer viel Zeit mitbringt, kann alle drei Routen abfahren. Das dauere etwa eine Woche. 

Neben verschiedenen Aussichtspunkten sollen auch Panda-Themenhotels und Campingplätze für Radfahrer entstehen. Einen Termin, wann die Route eröffnet wird, gibt es noch nicht. 

Großer Panda nicht mehr von Aussterben bedroht

Die Zahl der in freier Wildbahn lebenden Großen Pandas nimmt seit Jahren wieder zu. Bei der vergangenen Zählung im Jahr 2015 wurden insgesamt 1.864 der Tiere gezählt. 1.387 davon leben in Sichuan. Zudem gibt es sie noch in den Provinzen Shaanxi und Gansu. Zehn Jahre zuvor waren es insgesamt nur 1.596 gewesen, am Tiefpunkt in den 80er-Jahren weniger als 1.000.

Gute Nachrichten: Auf der aktuellen Roten Liste der Weltschutzorganisation IUCN aus dem Jahr 2016 ist der Bär zwar noch als gefährdet eingestuft, aber nicht mehr als vom Aussterben bedroht. Die Bemühungen um die Aufforstung der Bambuswälder in China zeigt Erfolg.

Es stellt sich die Frage, ob da eine Touristen-Route aus Tierschutz-Sicht vernünftig ist. Tourismussprecher Fu Yonglin sagte diesbezüglich: „Wenn es um den Panda geht, steht der Schutz immer an erster Stelle. Wir können alle möglichen Produkte entwickeln und dabei Bilder von Pandas verwenden. Aber wenn es um die lebenden Tiere geht, dann ist das wichtigste, ihnen ein fröhliches und friedvolles Leben zu ermöglichen.“

Barrieren und andere Schutzmechanismen sollen Touristen aus dem Lebensraum der Pandas fernhalten. Besucher hätten keine Chance auf direkten Kontakt. Selbstverständlich würden Touristen auch nicht unzählige wilde Pandas entlang der Route sehen, „sondern an manchen Spots“.