Was Mein Schiff 6 so besonders macht | reisereporter.de

Warum ich mich in die „Mein Schiff 6“ verliebt habe

Die „Mein Schiff 6“ wurde am Donnerstag feierlich vor der Elbphilharmonie in Hamburg getauft. Unser reisereporter Uwe durfte vorher schon an Bord – und hat sich schockverliebt. Wie das passieren konnte, erklärt er euch hier.

Direkt nach der Taufe vor der Elbphilharmonie in Hamburg gab es ein Feuerwerk für die „Mein Schiff 6“.
Direkt nach der Taufe vor der Elbphilharmonie in Hamburg gab es ein Feuerwerk für die „Mein Schiff 6“.

Foto: Marius Röer

Also, so schnell haut mich mit meinen 61 Jahren ja eigentlich nichts mehr vom Hocker. Ja, ich habe die halbe Welt gesehen. Ja, ich war in den schönsten Hotels. Ja, ich bin First Class geflogen. Ja, ich habe schon einen Haufen Geld für Reisen ausgegeben. Aber: Nein, ich habe noch nie so ein schönes Schiff gesehen. Die „Mein Schiff 6“ stellt für mich alle anderen Pötte in den Schatten.

Zehn Gründe, warum ich mich auf Anhieb in den Kahn verliebt habe:

1. Das Design

Schluss mit dem Grünen-Teppich-Mief. Von den Barhockern bis zu den Betten – alles trendy im Stil eines Designer-Hotels. Helle cremige Farben, bequeme Sessel und Außenstühle. Topschick die 167 Quadratmeter große Glasfassade am Heck im Stil eines Diamanten. Aber auch Detailverliebte finden überall kleine Perlen und Smaragde. 

 

2. Die Kabinen

16 Suiten, 64 Junior-Suiten, 127 Innenkabinen und 963 (ja, genau: Neunhundertdreiundsechzig!) Balkonkabinen. Hell und modern eingerichtet. Natürlich alle mit TV und Kaffeemaschine. Die Schränke mit großem Platzangebot (auch für Hosen und längere Kleider) sind mit vielen herausnehmbaren Bügeln ausgestattet. Überall extrem viel Stauraum, auch im Bad. Und eine Dusche, in der man keine Platzangst bekommt. Dafür etwas sparsam: der Balkon. Tanzen ist da nicht angesagt.

3. Das Sport-Angebot

Ein richtiger Basketballplatz – wow! Wilson Butler Architects hat unter anderem die Sportarena ausgestattet. Mit Tribüne, Kleinfeld für Hockey oder Fußball. An lauen Abenden kann die Arena auch als Freiluftkino genutzt werden. Dazu natürlich ein 280-Meter-Jogging-Pfad – aber endlich mal auf einer Stecke, auf der man nicht gleich die Badegäste umrennt. Nett auch der Trimmpfad mit acht Outdoor-Fitnessgeräten. 

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4. Das Wellness-Angebot

Alles da: Finnische Sauna, Bio-Sauna, Licht-Sauna, Kräuterdampfbad, Fußbäder, Eisbrunnen, Wärmeliegen – da kommen viele exklusive Fitnessklubs oder Hotels an Land nicht mit. Auch blieben die Designer der Linie treu: modern, hell, natürlich schön. Nicht mein Ding, aber zur Vollständigkeit natürlich erwähnt: Der Wellnessbereich hat 17 Kabine für alle Massage- und Schönheitsanwendungen.

5. Das Spaß-Angebot

So ein Theater hätte wohl manche Kleinstadt gern! Platz für 1400 Gäste, mega-bequeme Sessel. Und das Programm? Sorry, konnte ich noch nicht sehen – die neue Show „Wellenreiter“ startete erst nach der Tauf-Feier. Dafür hat mich im neuen Studio die Hologramm-Show echt umgehauen. Perfekte Illusion, wenn der Operntenor Rolando Villazón, Kultsänger Heino, Lachkanone Didi Hallervorden oder sogar Bernhard Paul mit Roncalli aus einem bunten Zauberball auf der Bühne erscheinen. Die „Abtanz-Bar“ öffnet am späten Abend für die Nacht-Schwärmer und wird tagsüber als „Spielplatz gegen die Zeit“ genutzt, wo man knifflige Rätsel lösen, puzzeln oder sich anderen Herausforderungen stellen kann.

6. Die Restaurants

Gewohnt lässig, aber immer feiner präsentieren sich die Restaurants und Snack-Stationen (sogar mit Döner). Absolute Abwechslung – vom österreichischen Bauernstuben-Look bis zum Sylt-Ambiente in der Goschbar. Wer`s mag, findet Selfservice (natürlich wie immer „Anckelmannplatz“). Wer`s feiner liebt, lässt sich im Atlantik auf Deck 4 bedienen. 24 Stunden Genuss in zwölf Restaurants und Bistros auf 5.384 Quadratmetern.

7. Die Pools

Also, ich war gerade mit „Mein Schiff 1“ unterwegs und hatte mehr Angst vor vom Beckenrand springenden Gören als vor dem Baden mit Haigefahr am Bondi Beach in Sydney. Aus und vorbei! „Mein Schiff 6“ hat einen 25-Meter-Pool für Streckenschwimmer und eine Spiel- und Spaß-Lagune für die Kids. 

 

8. Die Sonnendecks

Respekt! Liegen, ach was schreib ich – „Mein Schiff 6“ überrascht regelrecht mit Sonnenbetten. Frage mich nur, ab wieviel Uhr morgens die ersten mit ihren Handtüchern Wache schieben. Stark finde ich die Schattendächer, die je nach Sonneneinstrahlung geöffnet und geschlossen werden können. 

9. Die Bars

14 Bars und Lounges! Liebe Carolin (meine Ehefrau), ich habe einen Blick in die Barkarte geworfen und muss leider sagen: Es wird schwer, mich von der Champagner- oder der Diamant-Bar loszueisen, falls wir mal mit „Mein Schiff 6“ ablegen. Dafür bekommst du exzellenten Kaffee in und an der Außenalster. „Unverzicht Bar“ wird der Cocktail um 18 Uhr, „Überschau Bar“* hoffentlich unsere Rechnung...

*) Unverzicht Bar und Überschau Bar heißen zwei Bars auf der „Mein Schiff 6“

10. Das Ambiente

Ja, ja – ich gebe zu: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Es war die Mischung aus Angebot, Design, Kunst, Strandkörben und vielleicht auch diesem Blau auf den Teppichen, was mich sofort auf „Mein Schiff 6“ gepackt hat. Ja, ja – vielleicht macht Liebe auch ein bisschen blind und man wird im Laufe der Jahre noch viele Fehler finden. Vieles, was man besser machen kann. Aber es ist schön, als einer der ersten Passagieren am Bord gewesen zu sein. Am Tag der Taufparty in Hamburg. 

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