Tolle Ausflüge im Altenburger Land | reisereporter.de

Natur pur – Ausflugsziele im Altenburger Land

Im Altenburger Land gab es mal einen sehr aktiven Vulkan. Ehrlich! Heute lohnt es sich, die Natur per Rad zu erkunden. 

Spielplatz am Haselbacher See im Altenburger Land
Der Haselbacher See lockt nahe Meuselwitz mit Badestränden und vielen Wassersportangeboten – auf und unter der Oberfläche.

Foto: Mario Jahn

Rund um Altenburg in Ostthüringen gibt es gibt es einiges zu entdecken und zu erleben. Hier kommen unsere Tipps für Ausflugsziele für Radtouren und Wasserport.

Wassersport und Barock: Der Haselbacher See

Viel Abwechslung, insbesondere für Natur- und Wassersportfreunde, wird rund um Meuselwitz und Lucka geboten. Nur wenige Kilometer vom jeweiligen Stadtzentrum entfernt lockt der Haselbacher See mit zahlreichen Angeboten am und im kühlen Nass.

Für Sonnenanbeter bieten sich die Badestrände zum Verweilen an. Abkühlung lässt sich hier – entsprechende Temperaturen vorausgesetzt – auch gleich noch holen.

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Auch herumschippern lässt es sich auf dem gefluteten ehemaligen Tagebau wunderbar. Wahlweise alleine per Surfbrett oder gemeinsam im Segelboot kannst du im Dreiländereck umherkreuzen.

Neue Perspektiven eröffnet dagegen ein Trip unter die Wasseroberfläche – Tauchgänge kannst du mit Anbietern vor Ort machen. Der Nachwuchs kann sich währenddessen auf dem großen Spielplatz austoben.

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Zwar lässt sich der See problemlos mit dem Auto erreichen, richtig genießen kannst du die Landschaft aber am besten vom Radsattel aus. Mit dem Fahrrad lässt sich das Gebiet um das knapp 3,35 Quadratkilometer große Gewässer auf einem Rundweg erkunden, der auch durch Sachsen und Sachsen-Anhalt führt – lauschige Plätze zum Verweilen abseits der Hauptstrecke inklusive.

Etwas ruhiger geht es dagegen im Meuselwitzer Von-Seckendorff-Park zu. Die 1709 angelegte Parkanlage lädt mit vielen Grünflächen und Schatten spendenden Bäumen zum Schlendern oder zum Picknick ein. Von Mai bis Oktober lohnt sich zudem die Einkehr im Restaurant in der Orangerie, das vom Team des Altenburger Ratskeller betreut wird. 

Gespeist wird in durchaus prominenter historischer Kulisse: Das spätbarocke Bauwerk – zwischen 1724 und 1727 errichtet – soll einst als Vorlage für Schloss Sanssouci in Potsdam gedient haben. Im Westflügel finden zudem in den Sommermonaten regelmäßig Kulturveranstaltungen statt.

Paditzer Schanzen: Naturparadies bei Altenburg

Es ist kaum vorstellbar, aber im idyllischen Altenburger Land brodelte einst glühend heißes Lava aus einem sich hoch auftürmenden Vulkan. Heute lohnt sich der Ausflug zu dem Flächennaturdenkmal Paditzer Schanzen, wohl entstanden in dieser unruhigen Zeit. Bequem zu Fuß oder per Fahrrad ist das Ausflugsziel im Altenburger Ortsteil Ehrenhain über die Paditzer Straße zu erreichen.

 
Dort sind neben vielen verschiedenen Tieren auch mehr als 200 unterschiedliche Pflanzenarten zu finden. Geschichtsträchtig ist der Ort auch: Auf dem rötlichen Sandstein stand bereits in der Bronzezeit eine Wallburg. Während der slawischen Siedlungszeit zwischen dem siebten und zehnten Jahrhundert wurde sie erneut genutzt. 

Durch den Bau der Eisenbahnstrecke Altenburg-Zwickau in der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem damit verbundenen Steinbruchbetrieb wird der größte Teil des hufeisenförmig angelegten Walles zerstört. An den Steinbruchkanten lässt sich allerdings noch heute seine ursprüngliche Form und Anlage erkennen.

Hinter Paditz erstrecken sich Felder und Wiesen. Von den Schanzen aus lässt sich problemlos eine Fahrradtour starten. Dabei überquert man die 1531 erbaute Steinbogenbrücke und nimmt so gleich noch ein bisschen Architekturgeschichte mit. 

Mit dem Rad durchs Sprottetal bis zur Burg Posterstein

Posterstein und Schmölln verbindet etwas Einzigartiges: der wohl schönste Radwanderweg des Altenburger Landes. Jetzt, wo die Natur grünt und blüht, lohnt es sich wirklich, diesen zu erkunden.

Zunächst geht es auf gut ausgebauten Wegen von Schmölln nach Nöbdenitz. Zu besichtigen gibt es die Kirche, den Pfarrhof mit Kultur- und Bildungswerkstatt (mit Picknickplatz) und natürlich die 1000-jährige Eiche – Naturdenkmal und Grabstätte des Ministers Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824). 

Am Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts beginnt der Sprotte-Erlebnispfad. Die Wanderung nach Posterstein dauert zwischen einer halben und einer Stunde – je nachdem, wie oft du über die Hängebrücken balancierst, wie viele Vögel du per Fernrohr beobachtest und wie oft du Botschaften über den Nöbdenitzer Teich schickt. Der asphaltierte Weg mit geringen Steigungen ist für Spaziergänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer gleichermaßen geeignet.

In Posterstein lohnt sich ein Besuch der Burg, von dessen Turm man bei schönem Wetter bis ins Erzgebirge blicken kann. Die Burgkirche birgt ein jahrhundertealtes Schnitzwerk. Unten im Ort gibt es im Kunst- und Kräuterhof „Auenhof“ eine kleine Galerie und einen Bauerngarten im regional typischen Stil.

 

Lust auf einen Ausflug nach Osthüringen? Tolle Reiseangebote und deine Unterkunft kannst du auf der Internetseite der Tourismusinformation Altenburger Land buchen. Hier findest du auch alle Jahrestermine und die Angebote zu Führungen, Musik, Tanz, Schauspiel, Märkten, Festen und Museen.

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