Grüner See: Atlantis in Österreich | reisereporter.de

Darum steht in diesem See eine Bank

Der Grüne See ist einmalig, denn er entsteht jedes Jahr neu. Dann verwandelt sich das Gebiet in der Steiermark ins „Atlantis der Alpen“. 

Ein Taucher vor eine versunkene Bank im Grünen See in der Steiermark in Österreich.
Das Gletscherwasser flutet jedes Frühjahr das Gebiet: Bänke und Wege versinken im Wasser.

Foto: imago/Westend61

Im Winter ein Park, im Sommer ein See: Der Grüne See in der Hochsteiermark verwandelt sich im Laufe der Jahreszeiten. Das kristallklare Schmelzwasser der umliegenden Berge verwandelt den Park in der Gemeinde Tragöß jedes Frühjahr in eine mystische smaragdgrüne Unterwasserwelt. Bänke, Stege, Wegweiser: Alles versinkt im Wasser. 

Die Sichweite unter Wasser beträgt bis zu 50 Meter. Das lockte Taucher von weither an – im Jahr 2015 kamen rund 2.500. Sogar Ashton Kutcher schwärmte auf Facebook: „this magig moment...“ 

 

Das echte Atlantis: Der Grüne See in Österreich

Doch mit den Unterwassertouren ist seit dem Jahr 2016 Schluss. Der Grund dafür ist der Gewässerschutz. Mehrere Gutachten hätten gezeigt, dass die Taucher viel Sand aufwirbelten. Das gefährde die besondere Farbe, heißt es von der Gemeinde Tragöß. Da der See unter Naturschutz steht, zog der Eigentümer des Sees Konsequenzen. Er kündigte den Vertrag mit der Gemeinde und dem Tourismusverband und verbot das Tauchen im See.

 

Von außen kannst du dir das faszinierende Naturspektakel aber immer noch anschauen und den Blick über das smaragdgrüne Wasser mit Alpenpanorama genießen. Auch das lockt zahlreiche Touristen: Gut 100.000 Besucher kamen im Jahr 2014 nach Tragöß. 

Aktuell liegt die Wassertiefe bei gut sechs Metern – das Maximum ist elf Meter. Die Höhe des Wasserspiegels hängt von den Schneeverhältnissen des vergangenen Winters und den Niederschlägen ab. Bis zum Herbst wird der See wieder fast vollständig austrocknen. 

 

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