Blind Booking: Reise ins Unbekannte | reisereporter.de

Überraschungs-Trip: Das steckt hinter Blind Booking

Mut zur Ungewissheit: Auf Blind-Booking-Portalen buchst du eine Reise, von der du nicht weiß, wohin sie geht. Wie funktioniert das? Können Menschen mit Fernweh da richtige Schnäppchen machen? Der reisereporter hat nachgefragt. 

Das Gründerteam von blookery: Kevin Kiesewetter und Jannis Dorlöchter.
Das Gründerteam von blookery: Kevin Kiesewetter und Jannis Dorlöchter.

Foto: blookery

Jannis Dorlöchter (33) und Kevin Kiesewetter (27) kennen sich seit vier Jahren. 2016 haben sie das Portal blookery ins Leben gerufen: Sie suchen für Menschen mit Fernweh eine Überraschungsreise heraus. Der reisereporter hat mit Jannis gesprochen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Blind Booking anzubieten?
Jannis Dorlöchter:
Ein persönliches Erlebnis gab den Ausschlag. Kevin hat vergangenes Jahr für mich und ein paar Kumpels eine Blind-Booking-Reise organisiert – inklusive Flug und Hotel. Wir haben erst im Flugzeug erfahren, wohin es ging. Nach Rom. Das war eine super Erfahrung und wir fanden es total cool, uns um nichts kümmern zu müssen. Da haben Kevin und ich gesagt: Das wollen wir auch anderen Menschen anbieten.

Wie sucht ihr die Reisen für eure Kunden aus?
Jannis: Die Kunden können verschiedene Kriterien auswählen – zum Beispiel Budget und Ländervorlieben. Die Anfrage läuft bei uns ein. Wir suchen dann, zum größten Teil manuell, welche Ziele in Frage kommen, wo es die günstigste Kombination aus Hotel und Flug gibt. Wichtige Kriterien sind auch, ob das Hotel zentral liegt und dass es eine gute Bewertung hat. Hinflüge sollten möglichst früh, Rückflüge möglichst spät sein. Aktuell haben wir etwa 70 Ziele in Nord-, Mittel- und Südeuropa im Angebot. Der Pool wird aber ständig erweitert.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Jannis: Zum einen nutzen wir Affiliate Links, wie man es von vielen Blogs kennt. Der Kunde zahlt das gleiche, aber wir kriegen Geld vom Anbieter. Zum anderen nehmen wir eine geringe Aufwandspauschale, was es uns erlaubt, für den Kunden günstigere Angebote rauszusuchen, da wir unsere Aufwände nicht über teurere Affiliatebuchungen decken müssen.

Wann wollen die Leute erfahren, wo es hingeht? Und wohin wollen die meisten reisen? 
Jannis: Viele wollen tatsächlich direkt nach der Buchung wissen, wohin es geht. Für sie ist offenbar entscheidend, dass ihnen die Organisation und die Entscheidung abgenommen wird, wohin es geht. Ein Großteil der Menschen, die bei uns eine Anfrage stellen, will ans Meer. Sommer, Sonne, Strand. Und das am liebsten für nen Hunderter (lacht).

Wird mein Urlaub denn für mich günstiger, wenn ich über euch buche?
Jannis: Dieses „Schnäppchen schießen“-Image haftet sehr am Blind Booking. Klar finden wir meist ziemlich günstige Angebote, aber generell geht es beim Blind Booking eher um das Erlebnis, als um das Schnäppchen.

Wie reist du privat am liebsten?
Jannis: Mit Handgepäck. Das Ziel ist mir eigentlich egal, aber ich reise bei jeder Gelegenheit. Die letzten Ziele waren in Asien: Myanmar, Indonesien, Thailand

Was inspiriert dich auf Reisen?
Jannis: Mich faszinieren andere Kulturen, Sichtweisen und die Art von Menschen in anderen Ländern zu leben. Außerdem stehe ich total auf Naturerlebnisse, zum Beispiel Tauchen oder das Wandern auf einem Vulkan.

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