Im Alter von knapp 13 Jahre hat Brian Kelly für seine drei Geschwister und seine Eltern einen Urlaub auf den Cayman Islands gebucht. Bezahlt hat er mit Payback-Punkten. Sein Vater war als Gesundheitsberater viel unterwegs und hat so mit seiner Kreditkarte viele Punkte gesammelt. Der Vater konnte damit nichts anfangen und so entwickelte sich die Leidenschaft fürs Punkte sammeln bei Brian Kelly.

Nach dem Urlaubs-Coup verfeinerte Brian Kelly seine Technik immer weiter. Später verdiente er nach eigenen Angaben zwar nicht viel Geld, aber reiste um die Welt – oft erster Klasse. Alles dank seiner Sammelleidenschaft. Denn die Punkte konnte er entweder einsetzen, um zu bezahlen oder um sich ein Upgrade zu verschaffen. 

Im Jahr 2010 fing er an, darüber zu bloggen. Bis heute schreibt er übers Punkte sammeln auf www.thepointsguy.com – und verdient damit seinen Lebensunterhalt und Lifestyle. Letzteres ist geprägt von ziemlich dekadenten Reisen, die er... oh Wunder... immer noch mithilfe von Punkten zahlt. Zumindest teilweise. Sich selbst beschreibt er als Natural-Born-Traveller. Sponsern lässt er sich nach eigenen Angaben nichts. Er sammelt ja Punkte.

Möglich machen es rund 30 Kreditkarten. Und ein mehr als guten Credit Score. Übersetzt heißt das: Er ist kreditwürdiger als Chuck Norris es jemals sein wird. 

In der selben Liga spielt Ben Schlappig. Wie Brian Kelly sammelt er (Bonus-)Punkte oder Statusmeilen während seinen Reisen, die er mit Punkten bezahlt hat, um eben seine weiteren Reisen mit Punkten zu bezahlen. Ja, richtig gelesen. Mit Reisen bezahlt er seine Reisen.

Ben Schlappig verdient Geld, in dem er Geld ausgibt. Alles dank Kreditkarten. Damit bezahlt er alles: Essen gehen, Reisen, Tanken und seine Einkäufe. Diese Kreditkarten beantragt er danach, wo es die meisten Punkte schon alleine für die Beantragung gibt. Manchmal setzt sich Ben Schlappig auch einfach in einen Langstrecken-Flug, um die Meilen zu sammeln. Nicht, um irgendwo anzukommen. Sein Ziel sei es, zu zeigen, wie Konsumenten den größten Nutzen aus Bonusprogrammen herausholen können. Darüber schreibt er auf seinem Blog „One mile at a time“

Hier die Top-3-Tipps zum Punkte sammeln:

1. Nutze unterschiedliche Kreditkarten.

2. Achte darauf, dass du die Punkte universell nutzen kannst und nicht etwa an eine Airline gebunden bist.

3. Auch wenn du Punkte sammelst, achte auf die besonderen Angebote von Fluglinien und Hotelanbietern. Manche Airlines verkaufen die Punkte direkt an die Konsumenten.