Auf der Radtour durch Potsdam kommst du  an vielen historischen Sehenswürdigkeiten vorbei, zum Beispiel an der Historischen Mühle in der Nähe von Schloss Sanssouci. 

Über die Glienicker Brücke radeln 

Das Faszinosum der Glienicker Brücke lässt auch Hollywood nicht kalt: 2015 drehte Regisseur Steven Spielberg an der Verbindung zwischen Potsdam und Berlin Szenen für seinen Spionagethriller „Bridge of Spies“ – schließlich wurde das Bauwerk aufgrund dreier spektakulärer Agentenaustausche im Kalten Krieg berühmt.

Die Glienicker Brücke gehört zu den vielen Sehenswürdigkeiten, die auf der Vier-Stunden-Tour „Potsdam royal“ liegen. Eine der schönsten – und gesündesten! – Gelegenheiten, die Landeshauptstadt mit all ihren geschichtsträchtigen Bauten zu erkunden, bietet sich auf dem Drahtesel an. 

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Königliche Radtour auf 20 Kilometern 

Darauf haben sich die Stadtführer von „Potsdam per pedales“ spezialisiert. Wer als Ortsunkundiger nicht auf eigene Faust durch die Gegend eiern will, dem sei die kompakte „königliche“ Tour auf 20 Kilometern empfohlen, voll mit Sehenswertem: Schloss Cecilienhof (dort wurde im Sommer 1945 das Potsdamer Abkommen unterzeichnet), Schloss und Park Sanssouci samt Historischer Mühle, Russische Kolonie Alexandrowka, das einstige KGB-Städtchen in der Nähe des Neuen Gartens.

Außerdem führt die Tour durch die historische City und das Holländische Viertel mit seinen malerischen Cafés und individuellen Läden. Das Quartier – gebaut ab 1732 im Auftrag des preußischen Soldatenkönigs – ist das größte geschlossene holländische Bauensemble außerhalb der Niederlande.

Zusätzlich bei Touren ab Griebnitzsee gibt es Stopps etwa an der Truman-Villa. Bis Anfang Oktober startet „Potsdam royal“ jeden Sonnabend um 10.30 Uhr am Potsdamer Hauptbahnhof oder Bahnhof Griebnitzsee. Im Preis inbegriffen ist die Leihgebühr für ein Fahrrad. 

Der Schlosspark Petzow ist im Herbst besonders bunt.
Der Schlosspark Petzow ist im Herbst besonders bunt. Foto: Bernd Gartenschläger

Kultur und Natur pur über den Radwanderweg F1

Stopps lohnen sich am Schloss Caputh und im Schlosspark Petzow. Wer Potsdams traumhafte Umgebung erkunden mag, sollte sich auf den Sattel schwingen und den Radwanderweg F1 (weißes Schild mit grüner Schrift) entdecken. Denn: Noch schöner fährt es sich kaum! Am Potsdamer Hauptbahnhof kann man den 34 Kilometer langen Kurs rund um Schwielowsee und Templiner See starten. Caputh, Ferch, die Neue Scheune, Petzow und Geltow liegen an der Strecke.

Hier lohnen sich Stopps: Zu den wenigen noch original erhaltenen Lustschlössern aus der Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg zählt das Schloss Caputh – erbaut ab 1662 für die zweite Gemahlin des Großen Kurfürsten – mit einem kleinen Landschaftsgarten, angelegt von Peter Joseph Lenné. Nach dessen Plänen entstand auch der ausgedehnte Landschaftspark Petzow, der sich südlich des Schwielowsees erstreckt. In der dort befindlichen „Alten Schmiede“ lässt es sich vortrefflich speisen. 

Am F1-Radweg gelegen ist das Schloss Caputh.
Am F1-Radweg gelegen ist das Schloss Caputh. Foto: Bernd Gartenschläger

Mit dem Rad um den Wannsee

Die Tagestour von Kleinmachnow rund um den Wannsee ist es wert, den Drahtesel zu satteln. Der Rundkurs führt von der Schleuse Kleinmachnow über den Europarc zum S-Bahnhof Wannsee und weiter zum Grunewaldturm. Knapp 90 Kilometer ist die Radtour – durch Werder, Lehnin, zurück über Klaistow und Caputh.