880 Berggorillas leben noch in freier Wildbahn, 62 Prozent von ihnen in Ruanda. Ein Besuch der in der Wildnis lebenden Berggorillas in dem ostafrikanischen Land kostet ab sofort knapp 1.500 US-Dollar (1.400 Euro) – statt bisher rund 750 Dollar. Neu sind Tickets für Besuche einer bestimmten Gorilla-Familie. Diese kosten 15.000 US-Dollar, eine „Behind the Scenes“-Tour 30.000 US-Dollar. 

Die zusätzlichen Einnahmen kommen zum Teil dem Artenschutz zugute, außerdem sollen die Anwohner des Nationalparks unterstützt werden. Das teilte die Regierungsorganisation „Rwanda Development Board“ (RDB) mit. 

„Gorilla-Trekking ist ein einzigartiges Erlebnis. Mit der Preiserhöhung wollen wir die Nachhaltigkeit der Erhaltungsinitiativen gewährleisten und die Erfahrungen der Besucher verbessern. Wir wollen auch sicherstellen, dass die in der Nähe des Parkgebietes lebenden Gemeinden einen größeren Anteil der Tourismuseinnahmen erhalten“, so RDB-Geschäftsführerin Clare Akamanzi.

In Ruanda können Berggorillas im „Volcanoes National Park“ beobachtet werden. Der liegt in der Nähe von Musanze, eineinhalb Stunden von der Hauptstadt Kigali entfernt. 

Berggorillas leben außerdem noch im Kongo und in Uganda. Dort gibt es ebenfalls organisierte Touren in den Lebensraum der Affen. Uganda reagierte prompt auf die Ankündigung aus dem Nachbarland: Die Gebühr bleibe konstant bei 550 Euro, teilte Uganda Wildlife Authority mit. Im Kongo zahlst du etwa 350 Euro.