Gelbfieber in Brasilien: 240 Tote! | reisereporter.de

Neuer Gelbfieber-Ausbruch in Brasilien: 240 Tote!

Alle paar Jahre breitet sich der Gelbfieber-Virus in Brasilien aus. Diesmal sind allerdings nicht nur die ländlichen Gebiete betroffen – sondern beliebte Urlaubsziele wie São Paulo und Rio de Janeiro.

Moskitos wie diese verbreiten das Gelbfieber-Virus in Brasilien.
Moskitos wie diese verbreiten das Gelbfieber-Virus in Brasilien. (Fotomontage)

Foto: imago/Blickwinkel, pixabay.com/Poswiecie

Erst die Zika-Epidemie im vergangenen Jahr, jetzt das Gelbfieber: In Brasilien breitet sich seit Anfang Dezember 2016 der gefährliche Virus wieder rasant aus. Ein Erreger, der in dem südamerikanischen Land bekannt und gefürchtet ist.

Doch dieses Mal ist alles noch schlimmer als sonst. Denn: Üblicherweise breitet sich der Virus alle paar Jahre in den ländlichen Regionen aus – jetzt jedoch auch in den größeren Staaten und beliebten Urlaubs-Regionen.

Die Gebiete Minas Gerais, Espírito Santo, Bahia sowie São Paulo, Rio de Janeiro und Rio Grande de Norte sind unter anderem betroffen. 

Grafische Darstellung der aktuellen Gelbfieber-Ausbreitung
Grafische Darstellung der aktuellen Gelbfieber-Ausbreitung. Rot die bestätigten Infektionen, blau die Verdachtsfälle. Foto: Ministério da Saúde Brazil

3.000 Gelbfieber-Verdachtsfälle und 240 Tote in Brasilien

Wie das zuständige Ministério da Saúde (das brasilianische Bundesministerium für Gesundheit) nun in einem aktuellen Bericht mitgeteilt hat, starben seit Ausbruch im Dezember 2016 bis zur ersten Mai-Woche 2017 insgesamt 240 Menschen an dem Virus.

Insgesamt gab es 3.000 Verdachtsfälle, von denen bisher 715 als tatsächliche Gelbfieber-Infektion identizifiert werden konnten. 240 Menschen starben. Außerdem gibt es insgesamt 392 Todesfälle, die vermutlich mit dem Erreger in Verbindung stehen.

Regierung hält Gelbfieber-Ausbruch für „ein Problem der ländlichen Regionen“

Auch wenn die bestätigten Fälle eine andere Sprache sprechen, hält die brasilianische Regierung das Gelbfieber weiterhin für „ein Problem der ländlichen Regionen“. Dort seien auch unzählige Affen mit dem Virus infiziert (die von Moskitos gestochen werden, die dann den Virus an den Menschen übertragen).

Dennoch wurden jetzt 23,6 Millionen Impfungen für die betroffenen Regionen zur Verfügung gestellt – für 19,2 Millionen Brazilian Real (etwa 5,5 Millionen Euro).

Eine Impfung gegen Gelbfieber kann lebensrettend sein.
Eine Impfung gegen Gelbfieber kann lebensrettend sein. (Symbolfoto) Foto: imago/Papsch

Was bedeutet das für deinen Brasilien-Urlaub?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aufgrund der aktuellen Lage die Impfempfehlung für den Süden Bahias, Espírito Santo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und weitere Bundesstaaten erweitert.

Aus medizinischer Sicht sei eine Impfung aber nicht erforderlich, wenn nur die Städte wie Salvador, Recife oder Rio de Janeiro besucht werden. Die gesamte Liste der Gelbfieber-Gefahrengebiete in Brasilien gibt's hier.

Auch das Auswärtige Amt liefert dir immer aktuelle medizinische Hinweise für deine Brasilien-Reise.

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Der Autor
Felix beschreibt sich selbst als gutes Herz, Workaholic und Perfektionist – und ist nur spontan, wenn man früh genug Bescheid sagt. Als gebürtiger Hamburger ist er schlechtes Wette ... mehr
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