Emmanuel Macron ist der Senkrechterstarter in der französischen Politik. Erst im vergangenen Jahr gründete er seine eigene Partei „En Marche“, um sogleich auch seine Präsidentschaftskandidatur zu erklären. Die Partei gilt als sozial-liberal und pro Europäische Union. Macron zog allerdings parteilos in den Wahlkampf.

Marine Le Pen hingegen strampelt sich schon länger im Polit-Zirkus ab. Seit 2004 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments, 2011 trat sie die Nachfolge ihres Vaters als Vorsitzende der Partei „Front National“ (FN) an. Sie kandidierte bereits 2012 für das Präsidentschaftsamt. Ihre Partei gilt als rechtspopulistisch.

Zuerst die gute Nachricht: Emmanuel Macron liegt vorne. Wenn das so bleibt, wird sich für deinen Frankreich-Urlaub nicht viel ändern. 

Was bedeutet Marine Le Pen als Präsidentin für deinen Frankreich-Urlaub?

Anders sieht das aus, wenn die FN-Chefin die Wahl für sich entscheidet. Als EU-Gegenerin will sie die Franzosen über die EU-Mitgliedschaft von Fankreich abstimmen lassen. Das wäre ein ähnlicher Weg wie ihn Großbritannien in seinem EU-Ausstieg genommen hat. Le Pen könnte also den „Frexit“ verursachen. 

Auch ist sie gegen den Euro als französische Währung und gegen das Reise ohne Grenzkontrollen. Das hieße also für deine Frankreich-Reise lange Schlangen beim Einreisen inklusive Passkontrolle und eine andere Währung, was in der Regel mit mehr Kosten verbunden ist. 

Obendrauf kommt noch ein Zwist mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Denn: Le Pen kritisierte offen die Flüchtlingspolitik von Merkel während eines Fernsehauftritts. Sie sagte, dass Merkel dafür gesorgt habe, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die EU in der Flüchtlingspolitik erpressen könne.