Wer sehr fit ist, kann den Untersberg, knapp eine halbe Stunde mit dem Bus (Linie 25) vom Salzburger Stadtzentrum entfernt, zu Fuß erklimmen. Einfacher aber geht es mit der Seilbahn. In weniger als zehn Minuten bringt sie Fahrgäste hinauf auf 1776 Meter Höhe – grandiose Blicke auf das Salzburger Land inbegriffen, Hütten zum Einkehren ebenfalls.

Wer sich die Fahrt zum Berg sparen will, kann leicht auch auf einen der beiden Stadtberge wandern: Auf dem Möchsberg (508 Meter) stehen noch Teile der alten Bürgerwehr, einer früheren Befestigungsanlage, außerdem das Museum der Moderne. Der Schriftsteller Stefan Zweig lebte vor dem Zweiten Weltkrieg auf dem Kapuzinerberg (636 Meter) gegenüber. Sein Haus steht noch heute, ebenso das Kapuzinerkloster. Inzwischen haben sich hier mitten im Stadtgebiet sogar Gämse angesiedelt. Weithin sichtbar ist der Festungsberg (542 Meter), eindrucksvoll bebaut mit der Festung Hohensalzburg. Von der Altstadt aus ist sie ganz bequem mit einer Standseilbahn erreichbar. Mit der Salzburg Card wird gespart – nicht nur der Nahverkehr ist inbegriffen, sondern auch die Auffahrt zum Untersberg und Festungsberg.

Aufs Rad und ab in die Umgebung

Salzburg ist eine Fahrradstadt: Wer nicht gerade auf einen der Berge möchte, kann relativ eben von A nach B gelangen. 
Ein schöner Weg bis ins Umland führt direkt an der Salzach entlang – sogar bis nach Passau. Die Hellbrunner Allee bietet eine leichte Möglichkeit für eine Tour vor die Tore der Stadt. Schloss Hellbrunn, ein Lustschloss aus dem frühen 17. Jahrhundert, ist vor allem für seine teilweise versteckten Wasserspiele bekannt. Aus allen möglichen Öffnungen und Ritzen fließt und spritzt bei einem Besuch Wasser – nicht wundern, wenn man als Besucher auch ein bisschen nass wird. Die Gärten gelten als eines der bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmäler Österreichs. Radfahren selbst ist leicht möglich in Salzburg: Viele Hotels bieten ihren Gästen die Möglichkeit, ein Fahrrad zu mieten. Außerdem gibt es mehrere professionelle Verleiher in der Stadt. 

Abhängen im Biergarten

Craft-Beer-Trend? Darüber können die Salzburger nur müde lächeln. Sie haben mit dem Augustiner Bräu Mülln eine echte Institution in Sachen Bierspezialität. 1621 begannen Mönche hier, ihr unpasteurisiertes Märzen-Bier zu brauen. Damals hieß so etwas nur noch nicht Craft Beer. Bis heute wird das Augustiner-Bier (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Brauerei aus München) ausschließlich vor Ort verkauft und in der eigenen Braugaststätte aus Holzfässern ausgeschenkt. Im Sommer platzt der angeschlossene Biergarten schon am Nachmittag aus allen Nähten, wenn sich die Salzburger zu einem traditionellen Brauch aufmachen: erst zahlen, dann einen Steinkrug nehmen, selbst ausspülen und zum Zapfen über den Tresen reichen. Noch etwas ist besonders: Gäste dürfen sich ihre „Jause“, ihre Mahlzeit, von zu Hause mitbringen und in der Gaststätte essen. Wer mehr über Bier erfahren will, kann sich bei der größten Privatbrauerei Österreichs informieren: Die Stiegl-Brauwelt in Flughafennähe beinhaltet unter anderem ein Museum – Verkostung inbegriffen.

Eine junge Frau surft auf der Almwelle
Gerade im Sommer ist Salzburg besonders schön. Surfen auf der Almwelle gehört zu den Dingen, die unbedingt ausprobiert werden müssen. Foto: Stadt Salzburg/Johannes Killer

Entspannen am Stadtstrand

Ein Strand in den Bergen? Das gibt es in Salzburg. Vor allem an der Salzach – jenem Fluss, der die Innenstadt in zwei Bereiche teilt – bieten sich zahlreiche Stellen zum Entspannen an. Hier wird gechillt, gekickt, gepicknickt. Ein echtes Unikat ist der Almkanal, der Salzburg seit dem 12. Jahrhundert mit Wasser versorgt. Von der Königsseeache führt er auf mehreren Abzweigen bis in die Innenstadt. An der Suchmannschleuse gibt es sogar eine künstliche Surfwelle, die bis zu 4,5 Meter hoch werden kann. Die bietet für alle Sportbegeisterten die perfekte Abwechslung zwischen Wandern und Radfahren. Am Salz-Beach im Volksgarten wird zwischen Mai und September ein echter Sandstrand aufgeschüttet – karibische Musik, Beachvolleyball- und Beachsoccerplätze inbegriffen.

Einkaufen mit Tradition

Die Getreidegasse ist das Herz der Altstadt. Typisch sind die vielen Zunftschilder an den Gebäuden, die bis heute liebevoll instand gehalten und um Details neuer Geschäfte und Restaurants ergänzt werden. Viele große Einzelhandelsketten sind in die Läden der Innenstadt gezogen, doch es gibt bis heute auch noch etliche inhabergeführte Unternehmen. Bei Jahn-Markl am Residenzplatz etwa gibt sich vor allem zu den Festspielen im Sommer die Prominenz die Klinke in die Hand: Jeder will ein Dirndl oder eine der traditionellen Lederhosen haben. Die kleinen süßen Mozartkugeln kennt man auch in Deutschland – das Original aber stammt tatsächlich aus Salzburg, aus der Traditionskonditorei Fürst in der Brodgasse. 1890 kreierte Paul Fürst hier die erste Praline dieser Art, bestehend aus Marzipan, Pistazie, Nougat und Schokolade. Nur echt im silbernen Papier. Gleich gegenüber residiert das älteste Kaffeehaus Österreichs, das Café Tomaselli. Von innen an Tradition kaum zu überbieten – doch bei den ersten Sonnenstrahlen sitzen die Salzburger lieber auf den Außenplätzen. Sehen und gesehen werden, das ist hier die Maxime