Elbsandstein: Atemberaubende Felsen | reisereporter.de

Mythos Elbsandstein: 12 Felsen, die du sehen musst

Urzeitliche Meere, stürmische Winde und tosendes Wasser erschufen in Millionen von Jahren die fantastischen Felsformationen des Elbsandsteingebirges in Nordböhmen und der Sächsischen Schweiz bei Dresden.

Blick von einem Felsen in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz zur Bastei, im Hintergrund erhebt sich der Lilienstein.
Blick von einem Felsen in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz zur Bastei, im Hintergrund erhebt sich der Lilienstein.

Foto: imago/Thomas Eisenhuth

Diese Aussichten im Wander- und Kletterparadies in Sachsen und Tschechien – dem Grand Canyon des wilden Ostens – sind einzigartig. Diese zwölf Felsen musst du gesehen haben: 

1. Bastei: Königsaussicht bei Rathen

Die Bastei bei Rathen rühmt sich als Königsaussicht der Sächsischen Schweiz. Jährlich lockt das steinerne Juwel 1,5 Millionen Besucher an, die von der 1851 errichteten Sandstein-Brücke zwischen den steil aufragenden Felsen ins malerische Elbtal hinabblicken. Zudem können Touristen auf dem bis zu 305 Meter hohen Plateau die Ruinen der mittelalterlichen Felsenburg Neurathen besichtigen.

Besucher sollten jedoch beachten, dass die Bastei-Aussicht gesperrt ist und auch gesperrt bleibt. Die letzten Meter werden nie wieder begehbar werden. Der Felsen ist instabil, der Sandstein innen porös geworden. Die Basteibrücke bleibt aber begehbar. 

 

2. Lilienstein: Symbol der Sächsischen Schweiz

Der majestätische Lilienstein, ein 415 Meter hoher Tafelberg unweit der Elbschleife, ist das Symbol des Nationalparks Sächsische Schweiz. Mit Blumen hat sein ursprünglicher Name (Ilgenstein) wenig zu tun, wahrscheinlich beruht er auf den österreichischen Orten St. Gilgen oder St. Ilgen.

1708 bestieg Sachsen-Fürst August der Starke höchstpersönlich den Gipfel. Seit 1889 ragt auf dem Felsplateau zudem ein 16 Meter hoher Obelisk, der an das Herrscherhaus Wettin erinnert. 

 

3. Königstein mit Festung

Gegenüber des Liliensteins, auf der anderen Flussseite, thront über dem Elbtal der 361 Meter hohe Königstein samt Festung – eine der größten Berg-Bastionen Europas. Stolze, bis zu 400 Jahre alte Militärbauten, ein 1,8 Kilometer langer Wallgang und senkrechte, bis zu 42 Meter hohe Mauern machten die stattliche Wehranlage über Jahrhunderte hinweg unbezwingbar – lediglich ein Schornsteinfeger überwand 1848 die Schutzwände. 

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4. Zirkelstein: Der kleinste Tafelberg

Mit 358 Metern ist der Zirkelstein der kleinste Tafelberg der Sächsischen Schweiz, bleibt aber durch seine markante Form im Gedächtnis. Die Felskuppe soll an einen Zirkel-Kopf erinnern. Modell stand der Berg auch dem Romantik-Maler Caspar David Friedrich. Der verewigte den zierlichen Gipfel 1818 in seinem Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ auf Leinwand und machte ihn damit (welt-)berühmt. 

Sunrise

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5. Schrammsteine mit Falkenstein

Zwischen Bad Schandau und Schmilka erstreckt sich mit den Schrammsteinen elbnah eine bis zu über 400 Meter hohe, wild-zerrissene Felskette (mit Stiegen und Wanderwegen), die durch drei mächtige senkrechte Schluchten (den Schrammtoren) durchtrennt wird. Besonders imposant wirkt der freistehende 381 Meter hohe Falkenstein, ein gewaltiger, monolithartiger Fels, der früher als Burgwarte diente. 

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6. Affensteine bei Bad Schandau

Die Affensteine im Osten der Schrammsteine bei Bad Schandau zählen zu den vielbesuchten Ausflugszielen im Kletter- und Wandergebiet Sächsische Schweiz. Eine ausgedehnt zerklüftete Felsgruppe mit anspruchsvollen, bis zu 458 Meter hohen Klettergipfeln. Vermutlich geht der ungewöhnliche Name des Höhenzugs auf das altdeutsche Wort „Auf“ für Uhu zurück, der hier beheimatet war. Aus den Aufensteinen wurden später die Affensteine. 

 

7. Herkulessäulen

Ein romantisch-schroffes Zwillingspaar: Die kleine und große Herkulessäule, zwei schlanke, etwa 20 Meter hohe Felstürme auf einem Gesteinssockel stehend, gelten als bizarre Wahrzeichen der idyllischen Bergwelt im oberen Bielatal und sind sehr beliebt bei mutigen Kraxlern. Ihr Name leitet sich von den „Säulen des Herakles“ ab – im griechischen Altertum wurden so die Berge beiderseits der Meerenge von Gibraltar bezeichnet. 

 

8. Barbarine am Pfaffenstein

Der Sage nach soll es sich bei der 43 Meter hohen Felsnadel mit dem markanten Gipfelkopf um eine versteinerte Jungfrau namens Barbarine handeln. Verwunschen, weil sie ihrer Mutter nicht gehorchte. Wie im Märchen! 1975 wurde das Wahrzeichen am Pfaffenstein letztmals von Hobby-Bergsteigern erklommen. Seitdem gilt ein Kletter-Verbot, da ein heftiger Blitzeinschlag und die fortschreitende Verwitterung dem Naturdenkmal stark zusetzten. 

 

9. Prebischtor in der Böhmischen Schweiz

Bröckelndes Gestein zwangen auch bei dieser Naturattraktion in der Böhmischen Schweiz zum Handeln: Mit fast 27 Metern Spannweite und 16 Metern Höhe erstreckt sich im Nachbarland Tschechien das größte Felsentor Europas. Wegen Erosions-Gefahr darf die Sandstein-Brücke seit 1982 nicht mehr betreten werden. So wurden für den Kinostreifen „Die Chroniken von Narnia“ die Schauspieler, die im Film scheinbar über das Prebischtor liefen, nachträglich einmontiert. 

 

10. Tyssaer Wände

Ebenfalls auf tschechischer Seite erheben sich die bis zu 30 Meter hohen Tyssaer Felswände, ein Stein-Labyrinth und Touristenmagnet, der für seine kuriosen Verwitterungsformen bekannt ist. Zwei mystische Felsen in Form eines Steinpilzes und einer Schildkröte – geschliffen durch Wind und Wetter – gehören zu den Hauptattraktionen der kleinen, fantasievollen Gebirgslandschaft. 

 

11. Katzstein: Kleinster Aussichtspunkt

Noch ein echter Geheimtipp ist der Katzfels, der kleinste Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz am östlichen Zipfel des 444 Meter hohen Katzsteins bei Cunnersdorf. Wer den steilen Treppenaufstieg erklimmt, erblickt auf halber Höhe eine Gipfel-Katze. Eine kleine Skulptur, die daran erinnern soll, dass früher überall im Waldgebiet Wildkatzen herumtigerten. Die letzte wurde in der Region 1809 erjagt. 

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12. Brand bei Hohnstein

Früher wurde die Gegend bei Hohnstein von einem verherrenden Waldbrand aufgewühlt, daher rührt auch der Name des berühmten 317 Meter hohen Aussichtspunktes, von dem du ein traumhaftes Panorama über zahlreiche Berge der Sächsischen Schweiz und des Osterzgebirges genießen kannst. Ein wirklich einmaliger Blick über die Felsenkulisse bei Sonnenauf- und -untergang. Und du dachtest, du hättest schon alles gesehen? 

Spring Walk

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Die Felsen in der Übersicht

 

 

 

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