Unvergessliche Golfclubs: Die Top 5 | reisereporter.de

Fünf Golfclubs für die Ewigkeit

Augusta National, Cypress Point und Pine Valley hat jeder Golfer schon gehört. Denn die drei Clubs führen regelmäßig die Top-100-Listen der US-Golfmagazine an. Doch dort abschlagen, ist fast unmöglich. Es gibt aber auch andere großartige Plätze.

z Barnbougle auf Tasmanien.
Der Golfplatz Barnbougle auf Tasmanien.

Foto: pixabay.com/oznicko

1. Old Course St. Andrews, Schottland

Ja, der Klassiker. Und ja, man muss ein Mal im Leben auf dem Old Course aufteen, wenn man die Kugel etwas besser trifft (mein Vorschlag: ab Handicap 18). St. Andrews ist einfach magisch. Das kleine Städtchen mit der exzellenter Universität riecht, atmet und lebt Golf. In wirklich jeder noch so kleinen Bar hängen die Bilder von Tiger Woods, Tom Watson und Jack Nicklaus, die auf den heiligen Links-Wiesen um die Claret Jag gekämpft haben.

Der Old Course selbst ist dann gar nicht so spektakulär: Man sieht das Meer nicht, die Bahnen kreuzen sich des Öfteren und ein Großteil der Approach-Shots spielt man auf Doppelgrüns. Doch darum geht es irgendwie gar nicht, wenn man ein ums andere Mal mit dem Bump-and-run oder sogar Putter versucht, den Ball Richtung Fahne zu bewegen.

Die besonderen Momente sind es, die man in seinem Golferleben nie wieder vergisst. Der Abschlag auf der unglaublich breiten ersten Bahn mit dem R&A-Clubhaus im Rücken. Das 17. Loch mit dem sagenhaften und zerstörerischen "Road Hole Bunker". Und die 18, vor der man das Erinnerungsfoto auf der Swilkan Bridge schießt. Übrigens: Am Sonntag ist der Old Course der Öffentlichkeit vorbehalten (außer bei einem der großen Turniere)! Die Anwohner breiten dann Ihre Picknick-Decken aus und führen die Hunde spazieren. Ist das nicht großartig? 

Old Course St. Andrews Links | Greenfee circa 105 bis 205 Euro | Startzeit am besten über das Ballot (Losverfahren)

 

2. Barnbougle in Tasmanien

Eine Golfreise ans andere Ende der Welt? Was für ein Quatsch. Stop! Wer dieses zwei Plätze gesehen hat, wird es sich anders überlegen und die Reisestrapazen auf sich nehmen. Von Sydney oder Melbourne sind es immerhin nur kurze Flugzeiten nach Hobart. Der Weg nach Australien ist eine andere Sache!

Wie auch immer: Wer es nach Barnbougle geschafft hat, will nie wieder weg. Zwei unglaubliche Kurse sind auf Farmland entstanden, entworfen von den heißesten Golfplatzarchitekten der Welt. Tom Doak hat Barnbougle Dunes gezeichnet, der etwas neue Lost Farm wurde von Bill Core & Ben Crenshaw designt. Beide Plätze sind unter den besten 100 Plätzen der Welt zu finden – völlig zu Recht. Die Plätze machen einen Riesenspaß, sind fair und überaus spektakulär. Dazu sieht man über die Fairways springenden Wallabys – kleine Kängurus – und blickt auf der Abendrunde dem Sonnenuntergang entgegen, der die hügeligen Bahnen orangefarben leuchten lässt. So muss der Golfer-Himmel aussehen. 

Barnbougle Dunes & Lost Farm | Tasmanien, Australien | Greenfee circa 70 bis 77 Euro, 90 Euro für unlimited play (!)

Local Caretakers putting in long hours on course #barnbougle pic @the_island_wanderer

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3. Old Head bei Cork in Irland

„It's Pebble Beach on steroids“, soll Rick Goings, CEO von Tupperware, über Old Head gesagt haben. Der Vergleich hat was. Pebble Beach, der Klassiker am 17-Mile-Drive in Kalifornien, ist natürlich eine Wucht – und ein verdammt guter Golfplatz. Old Head, erst 1997 eröffnet, ist hingegen einfach verrückt.

An windigen Tagen sind einige Löcher unspielbar. Man lehnt sich mit vollem Körpergewicht in den Wind und wird dennoch umgeweht. Spielen muss man den auf knapp 90 Hektar angelegten Club mit Blick auf den Leuchtturm auf einer vorgelagerten Landzunge in der Nähe von Kinsale dennoch. Beinahe alle 18 Löcher laufen entlang der Keltischen See, zudem sind die Löcher von Ron Kirby, Paddy Merrigan, Liam Higgins und Eddie Hackett ausnahmslos richtige Kracher. Langweilige Bahnen – Fehlanzeige. Kleiner Tipp: Auf der 18 unbedingt von den Championshship-Abschlägen direkt unterhalb des Leuchtturms aufteen. In meinen Augen die vielleicht spektakulärste Tee-Box der Welt. 

Old Head Golf Links | Kinsale, Irland | Greenfee von 170 bis 260 Euro

 

4. Oitavos Dunes bei Cascais in Portugal

Rund eine halbe Stunde mit dem Auto ist es von Lissabon, schon ist man in Cascais, dem Rückzugsort der Städter. Viele fahren zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands. Oder sind auf der Suche nach dem exzellenten Surf-Spot Guincho, der gleich um die Ecke ist. Doch Golfer zieht es meist auf Oitvaos Dunes, den 2001 eröffneten Kurs entworfen von Arthur Hills.

In der Gegend gibt es eine Menge guter Plätze, aber Oitavos ist in meinen Augen ein Meisterwerk. Das Layout wechselt von Parkland mit Pinien zu einem modernen Links-Design mit Blick über den wilden Atlantik. Im Wind spielen will gelernt sein, doch die Bestrafungen sind nicht so hart wie auf schottischen oder irischen Kursen, wo die Bälle im dichten Dünengras sofort verloren sind. Die Qualität von Grüns, Fairways und Abschlägen ist ähnlich hoch wie die des angeschlossenen 5-Sterne-Hotels: exzellent. Ein toller Platz, um mit den Jungs von der Clubmannschaft ein paar Tage zu zocken – und dank der Package-Deals vom Hotel auch noch halbwegs bezahlbar. 

Oitavos Dunes | Cascais, Portugal | Greenfee von 115 bis 150 Euro

 

5. Nirwana Bali Golf Club, Indonesien

Mal eben nach Bali zum Golfspielen? Eher nicht. Aber wenn man schon mal zum Surfen, für eine Yoga-Auszeit oder einen Strandurlaub da ist, wie wäre es dann damit: Schnapp dir einen Roller und düs in das luxuriöse Anwesen des Nirwana Resort & Spa. Einen Schlägersatz leiht man sich am besten vor Ort im Clubhaus. Einen Caddie – wie oft in Asien wird dieser Job nur von Frauen ausgeführt – mit Cart bekommt man auch dazu (Tipp: Caddie das Cart fahren lassen und selber laufen).

Der Kurs wurde vom „Great White Shark“ Greg Norman entworfen und zeigt ab und an schon seine Zähne. Es geht entlang von Reisfeldern hin zum Indischen Ozean. Das Signature Hole ist die 7: Das Par 3 verläuft parallel zum Meer mit Blick auf den Tanah Lot, einen heiligen Tempel. Den kann man sich nach der Runde ansehen. Vorher gilt es, die Surfer vom Abschlag der zwölf zu bestaunen und den Drive über den Meerausläufer zu zünden. Empfehlung: Entweder ganz früh als Erster starten oder die Nachmittagsrunde zu deutlich reduziertem Greenfee (Sunlight-Tarif) buchen.

Nirwana Bali Golf Club | Indonesien | Greenfee circa 180 Euro, ab 14.30 Uhr circa 80 Euro

And idea? Where is this great course? #golf #golfresort #top100golf

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