Eselskarren rollen vorbei, Mopeds knattern um die Ecke, Schweißfunken fliegen durch die Luft, Holz wird gedrechselt und Leder geklopft, es ist laut und warm – und es ist großartig! Das geschäftige Treiben in den Gassen der Medina, der Altstadt, saugt Marrakesch-Reisende in sich hinein.

Hinter jeder Straßenecke gibt es etwas Neues zu entdecken und im Schatten der hohen Mauern ist die Hitze ganz gut auszuhalten. Stell dich darauf ein: Ständig wirst du von den Händlern angesprochen, die ihre Ware anpreisen, doch du kannst mit einem Lächeln „Non, merci“ sagen und einfach weiter laufen.

 

Aber wahrscheinlich willst du etwas kaufen, denn all die wunderschön verzierten Schalen, Schuhe, Teeservices, Lampen und Ledertaschen sind einfach zu verlockend. Du kannst dich gar nicht satt sehen an den Mustern, den Farben und der aufwendigen Handarbeit. Von den unzähligen Gewürzen ganz zu schweigen.

Gesprochen wird in Marokko französisch, arabisch und verschiedene Berberdialekte. Zur Not geht es als Tourist auch mit etwas Englisch und mit Händen und Füßen.

Und trau dich zu handeln: Der Händler nennt seinen Preis, du bietest davon die Hälfte an und am Ende trefft ihr euch in der Mitte. Dabei immer freundlich bleiben und wenn es nicht klappt, einfach beim Nachbarn noch einmal versuchen.

 

Wenn du schon genau weiß, was du suchst (einen angesagten schwarz-weißen Beni-Ourain-Teppich zum Beispiel), kannst du einen Stadtführer engagieren, der dich direkt zum besten Händler bringt. Auch das lässt sich in Experten-Begleitung auftreiben: echter Safran (der Faden sollte sich zwischen feuchten Fingern verrieben gelb färben) und reines Arganöl (sollte mindestens 100 Dirham, also 10 Euro kosten).

Oder du lässt dir einen Leder-Souk zeigen, wo das Leder gegerbt wird und auf dem ganzen Boden ausgebreitet liegt. Gegen den speziellen Geruch hältst du dir Minze unter die Nase. 

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In den Souks gehen auch heute noch 40.000 Handwerker ihrem traditionellen Gewerbe nach. Von kleinen Kiosken abgesehen sind Supermärkte innerhalb der Stadtmauern verboten, um die Geschäfte der Handwerker und Händler zu schützen.

Zum Lunch kannst du entweder Streetfood wählen oder zum Places des Épices spazieren. Hier bieten zwei trendige Cafés europäisch-marokkanische Küche an: das Nomad und das Café des Épices. Die Preise sind den europäischen angepasst, dafür gibt es moderne marokkanische Fusion-Küche. Und von den Dachterrassen schaust du über die Stadt.  

Danach kannst du einen kurzen Shopping-Stop einlegen und die ehemalige Koranschule Medersa Ben Youssef besuchen. Das mit Mosaiken und Schnitzereien verzierte Gebäude ist ausgesprochen Instagram-tauglich. Nebenan liegt das Maison de la Photographie, ein Fotografiemuseum, in dem sich alles um Marrakesch dreht. 

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Wenn die Sonne langsam untergeht, dann lass dir den Weg zu „la place“ weisen, den berühmten Jemaa el-Fna. An diesem historischen Marktplatz mitten in der Stadt lässt sich dank des bunten Treibens und der zahlreichen Garküchen ein Tag in Marrakesch perfekt abschließen.

Nomad Restaurant | 1 Derb Aarjan, Marrakesch Medina | Täglich 11-23 Uhr

Café des Épices | 75 Rahba Lakdima, Marrakech Medina | Täglich 9-23 Uhr

Medersa Ben Youssef | 52, Jemaa El Fna. Marrakech Medina | Täglich 8-17 Uhr | Eintritt: 20 Dirham (2 Euro) 

La Maison de la Photographie | 46, Rue Souk Ahal Fassi, Kaat Ben Nahid, Marrakesch Medina | Täglich 9:30-19 Uhr | Eintritt: 40 Dirham (4 Euro)

 

Anderes Zeitbudget?

Kein Problem! Hier sind Tipps für Marrakesch in 2 Stunden und Marrakesch in 200 Stunden.