Sie gehören in Malaysia, Hong Kong, Thailand und Singapur fast schon zum normalen Straßenbild: Junge Menschen sitzen am Straßenrand und betteln um Geld oder versuchen ihre Urlaubsfotos zu verkaufen, um – ACHTUNG – ihren Trip zu finanzieren. 

Auf Twitter und Facebook regen sich Einheimische und Backpacker über die sogenannten Begpacker (Betteltouristen) gleichermaßen auf:

Zwei Backpacker verkaufen Urlaubs-Souvenirs, um ihre Reise zu finanzieren.
Zwei Backpacker verkaufen Urlaubs-Souvenirs, um ihre Reise zu finanzieren. Foto: twitter.com/Imsolotraveller

Maisarah Abu Samah aus Singapur hat auf ihrem Twitter-Account Bilder von bettelnden Touristen veröffentlicht. „Diese jungen Menschen scheinen nicht in Not zu sein, sie besitzen teures Equipment wie einen Verstärker“, sagte sie france24.com. „Wir finden es total komisch, andere Menschen um Geld zu bitten, um Reisen zu können.“ In ihrer Kultur sei es nicht normal, Sachen auf der Straße zu verkaufen oder zu betteln. Menschen, die das tun, seien wirklich in Not. „Sie betteln, um sich Essen zu kaufen, oder um die Schulgebühren der Kinder zu bezahlen, oder um die Schulden abzutragen. Aber nicht, um etwas zu tun, dass eigentlich Luxus ist.“

Das Pärchen bettelt in Singapur um Geld, damit sie sich ihren Trip leisten können.
Das Pärchen bettelt in Singapur um Geld, damit sie sich ihren Trip leisten können. Foto: twitter.com/sarahcoldheart

Nicht nur vor Ort wird gebettelt: Auch via Crowdfunding wird nach Geld gefragt, um die Weltreise finanzieren zu können. So zum Beispiel auf GoFundMe. „Ich sammel Geld, um mich selbst auf meiner spirituellen Reise um die Welt zu unterstützen“, erklärt Becca Gronski ihre Kampagne. Damit wolle sie alle Menschen dazu inspirieren, ihre Träume zu realisieren und dass jeder seiner Leidenschaft nachgehen könne. Während der Reise wolle sie ein Buch schreiben (über ihre persönliche Reise), eine Art Orakel entwickeln, Videos auf Youtube veröffentlichen und einfach kreativ sein. 

Auf diese Weise möchte Becca Gronski 10.000 Dollar (knapp 9.500 Euro) zusammenbekommen. Ab einer Summe von 5.000 Dollar (etwa 4.700 Euro) werde sie 1.000 Dollar (rund 950 Euro) eine wohltätige Organisation spenden. Aktuell hat sie mehr als 1.000 Dollar zusammen.