Die größte Überraschung direkt vorweg: Deutschland ist nicht mehr in den Top 20. Statt wie in den vergangenen zwei Jahren auf Platz 15 dümpelt die Bundesrepublik in diesem Jahr nur noch auf dem 22. Platz des „Gay Travel Index“. Schuld daran ist vor allem die Tatsache, das bei uns in Sachen Gleichstellung von Schwulen und Lesben zu lange Stillstand herrschte.

Unverändert bleibt hingegen die Spitze: Das „most gay-friendly“ Land ist Schweden, gefolgt vom Vereinten Königreich und Belgien, den Niederlanden und Frankreich. Die größte positive Entwicklung hat Italien hingelegt: Durch die Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft ging es 15 Plätze nach oben auf Rang 49.

Stockholm Pride
Schweden ist, nicht nur zur Gay Pride, das freundlichste Land für Homosexuelle. Foto: imago/Xinhua

Insgesamt wurden 194 Länder in Sachen Toleranz gegenüber Homosexuellen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis errechnet sich aus insgesamt 14 Kategorien – etwa ob es Antidiskriminierungsgesetze gibt, die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare oder auch der Zahl von Übergriffen auf Schwule und Lesben.

Spartacus International Gay Guide 2017
Der „Spartacus International Gay Guide“ veröffentlicht jedes Jahr den „Gay Travel Index“. Foto: Bruno Gmuender GmbH

Der „Gay Travel Index“ wurde nun bereits das fünfte Jahr in Folge vom „Spartacus International Gay Guide" veröffentlicht. Den gesamten Bericht gibt es hier für euch als PDF zum Download.

Und hier gibt es die Top und Flop 10:

Gay-Travel Top10
1. Schweden
2. Vereintes Königreich
3. Belgien
4. Niederlande
5. Frankreich
6. Kanada
7. Dänemark
8. La Réunion
9. Island
10. Irland

 

Gay-Travel Flop10
1. Somalia
2. Iran
3. Vereinte Arabische Emirate
4. Saudi-Arabien
5. Jemen
6. Russland
7. Jamaika
8. Afghanistan
9. Libyen
10. Guyana