Eine winzige Ratte kann in einem Flugzeug einen gewaltigen Schaden anrichten – besonders, wenn der Schlingel hungrig ist und zahlreiche elektronische Leitungen anknabbert. Mit dieser Sorge war nun Air Berlin Ende März plötzlich konfrontiert.

Die Rattenfänger von Tegel 

Nachdem Flugbegleiter eine Ratte an Bord entdeckt hatten, haben sich die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen dazu entschlossen, die Maschine am Boden und gründlich untersuchen zu lassen. Techniker fanden dabei dann tatsächlich Rattenkot. Daraufhin kam ein Kammerjäger zum Einsatz, der den ungebetenen Fluggast kurzerhand mit Gas tötete.

Um sämtliche Leitungen genauestens unter die Lupe zu nehmen, stand das Flugzeug insgesamt zehn Tage in einem Hangar auf dem Flughafen Berlin-Tegel. In einer Pressemitteilung von Air Berlin hieß es am Montag stolz: „Wir haben den Nager gefunden, das Problem ist gelöst.“ 

Nager-Problem: Air Berlin ist kein Einzelfall 

Vor wenigen Wochen entdeckte ein Fluggast in einer Boeing 777 von British Airways kurz vor dem Start eine Maus im Flieger. Auch in diesem Fall musste die Fluggesellschaft handeln. Alle Passagiere wurden aufgefordert das Flugzeug zu verlassen. Vier Stunden später stand eine Ersatzmaschine parat.

Das bislang größte Rattennest wurde im Jahr 2013 gefunden. Bei einer Inspektion am Flughafen Xiamen in China entdeckten die Verantwortlichen insgesamt elf Ratten unter einem Sitz.