Schon gewusst? Die Pyramiden von Gizeh

Die drei Pyramiden, die etwa eine halbe Stunde außerhalb des Stadtzentrums von Kairo liegen, geben Forschern noch immer Rätsel auf. Zwischen Fakt und Fiktion lässt sich manchmal nur schwer unterscheiden.

Die Pyramiden von Gizeh
Die Pyramiden von Gizeh

Foto: imago/blickwinkel

Die Pyramiden von Gizeh sind nicht zu übersehen – ob von einem Aussichtspunkt in Kairo oder aus dem Weltall. Seit dem 19. Jahrhundert beschäftigen sich Forscher mit dem einzigen noch erhaltenen Weltwunder der Antike.

1. Die polierte Oberfläche

Heute sehen die Pyramiden von Gizeh fast schon etwas zerfranst aus, da nur noch die stufenartig angeordneten Kalksteine, das grundlegende Mauerwerk, zu sehen sind. Ursprünglich waren die Pyramiden mit poliertem Sandstein verkleidet, sodass sie von einer glatten Oberfläche umgeben waren und noch edler aussahen.

Diese Schicht wurde allerdings für den Bau anderer Gebäude abgetragen. Weiter im Süden befindet sich ein weiteres Pyramidenfeld, wo sich auch die Knickpyramide befindet, deren Verkleidung noch weitgehend erhalten ist.

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2. Während in Sibirien die Mammuts grasen …

Was haben denn nun Mammuts mit den Pyramiden von Gizeh zu tun? Nun ja, die jüngsten Mammutfunde wurden auf einer sibirischen Insel gemacht. Demnach sollen die Mammuts noch vor 3.700 Jahren hier, isoliert vom Festland, überlebt haben. Während also noch im Norden Russlands die Mammuts auf der Wrangelinsel grasten, bauten die Ägypter bereits die Pyramiden von Gizeh. Nur mal so für die zeitliche Einordnung.

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3. Die Preußen im Alten Ägypten?

Im 19. Jahrhundert war die archäologische Forschungskultur eindeutig eine andere. 1842 hat der Forscher Carl Richard Lapsius seinem Gönner Friedrich Wilhelm IV. eine Freude bereiten wollen und als kreatives Geburtstagsgeschenk über dem einstigen Eingang zur Cheops-Pyramide folgende Inschrift in Hieroglyphen in den Kalkstein gemeißelt: „So sprechen die Diener des Königs, des Name Sonne und Fels Preußen ist […]: Heil […] dem Sohne der Sonne, Friedrich Wilhelm dem Vierten, dem Philopator, dem Landesvater, […] den Deutschland erkoren.“

4. Pyramidologie

Das faszinierende Weltwunder hat eine große Anhängerschaft, die darauf aus ist, jedes Detail des Baus zu interpretieren und in einen Zusammenhang mit anderen Naturphänomenen zu stellen. Dadurch hat sich eine Pseudowissenschaft entwickelt, die Theorien aufstellt und Belege dafür sucht: die Pyramidologie. 

Eine dieser Annahmen ist zum Beispiel, dass die Pyramiden so angeordnet wurden, dass sie exakt dem Sternbild Orion entsprächen. Andere gehen davon aus, dass sich die Maße der Pyramide nach der Kreiszahl Pi richten. Dafür müsste die doppelte Länge der Grundseite durch die Höhe der Cheops-Pyramide geteilt werden. Zufall? Oder war hier eine höhere Macht im Spiel?

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Die Autorin
Seit sie für ein halbes Jahr in Japan war, ist sie jede freie Minute unterwegs. Ob Wochenendausflug an die Nordsee zum Surfen, Fahrradtour durch Schweden und Estland, Kletterurlaub ... mehr
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