10 Tipps für Gesundheitsreisen

Algenschlick oder Thermalwasser, Heilfasten oder Bergtour: Immer mehr Menschen widmen ihren Urlaub der Gesundheit und Fitness – und das gleich nebenan bei unseren europäischen Nachbarn. 10 Tipps:

Außenpool des Hotels Villa Honegg in der Schweiz mit Ausblick auf den Vierwaldstättersee und die Alpen
Entspannen in der Natur: Wir haben Tipps für Gesundheitsreisen in Europa für dich. (Symbolbild)

Foto: swiss-image.ch / Christian Perret

1. Sandbaden in Lettland

Psammotherapie: So lautet der Fachbegriff für das Baden im heißen Sand. Im lettischen Kurort Jurmala wird das bei warmem Wetter direkt am Strand praktiziert. Eine wohltutende Wärme, die für eine verbesserte Durchblutung sorgt und das vegetative Nervensystem beruhigt. So mildert der auf 40 bis 45 Grad Celsius erhitzte Sand zum Beispiel Schmerzen, die durch verspannte Muskeln, Osteoporose und Gelenkverschleiß entstanden sind. 

Doch Jurmala hat viel mehr zu bieten: Der Kurort punktet vor allem mit seinem Seeklima: einer gesunden Mixtur aus Meeresluft und Kieferduft. Da wird fast schon der lange Strandspaziergang zur Therapie.
 

2. Thermalbad in Ungarn

Einfach abtauchen: In dem kleinen, europäischen Binnenland gibt es mehr als 1000 Thermalquellen, deren Kraft schon die alten Römer schätzten. Kein Wunder: Schließlich ist das Thermalwasser ein echter Alleskönner. So werden bei einem Bad im angenehm warmen Wasser die gereizte Haut beruhigt, der Kreislauf und die Durchblutung angeregt und die Muskeln entspannt – das lindert zum Beispiel rheumatische Schmerzen.

Einer der beliebtesten Kurorte ist Bad Hévíz, das mit unterirdischen Quellen, modernen Badeeinrichtungen und einem breiten Wellnessangebot lockt.

See statt Piste #schwimmenstattskifahren

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3. Wandern in Österreich

Das ist die Höhe: Am schönsten ist das Wandern in den Bergen. Panoramablick mit frischer Bergluft, köstlichen Almspezialitäten und die – in Maßen genossene – Höhensonne. 

Dabei kommt es gar nicht auf die Kilometer an! Schon das Wandern kurzer Strecken fördert die Gesundheit. So nimmt zum Beispiel das Körpergewicht ab und der Blutdruck sinkt. Im Gebirge kommt dazu, dass die Zahl der roten Blutkörperchen deutlich steigt. Die wiederum geben optimal Sauerstoff an das Gewebe ab – und der Körper erlebt eine spürbare Stärkung.

 

4. Thalasso in Frankreich

Au revoir Stress: Prickelnde Bäder im salzigen Meerwasser, Massagepackungen in Algenschlick und das Atmen der wohltuenden Meeresluft – Thalasso-Therapie heißt das Zauberwort, wenn es ums Auftanken geht. Besonders wohltuend wirkt die Kur bei Stressabbau, Rheuma und Rückenverspannungen. Auch bei Problemen wie Schlafstörungen, Durchblutungsstörungen und Arthrose kann die Behandlung helfen. An der französischen Atlantikküste versprechen immer mehr Thalasso-Zentren Entspannung und Wohlbefinden. Die meisten davon sind Teil eines Hotels. 

 

5. Ayurveda in Spanien

Fernöstliche Heilkunst: Wer die Vorzüge einer Ayurveda-Behandlung genießen will, muss nicht um die halbe Welt reisen. Auch in Europa gibt es authentische Angebote – zum Beispiel in Spanien. Die Kuren sind darauf ausgerichtet, das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele herzustellen – hilfreich bei Gelenkschmerzen, Bluthochdruck, Tinnitus, Rheuma, Allergien, einem schwachen Immunsystem und Stoffwechselproblemen. 

In den spanischen Ayurveda-Zentren arbeiten häufig indische Ärzte, die einen individuellen Behandlungsplan erstellen.

6. Detox in der Türkei

Entgiftungskuren liegen im Trend: Sie sollen das Immunsystem stärken und neuen Schwung bringen. Neudeutsch heißen diese Entschlackungen Detox. In der Türkei gibt es zum Beispiel mehrere Angebote.

Dabei geht es vor allem um die Spuren verschiedener Chemikalien, die sich im Körper ablagern und dort zu chronischen Krankheiten bis zu Krebs führen können. Die Gifte sollen mit einer speziellen Anwendung ausgeleitet werden. Die Experten streiten sich, ob Detox tatsächlich wirksam ist. Wie dem auch sei: Die dazugehörige Ernährungsumstellung – der tagelange Verzicht auf Fleisch, Käse, Weißmehl, Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin und Kaffee – klingt gesund und lässt ein paar Pfunde purzeln. 
 

7. Paddeln in Schweden

Schlag auf Schlag: Schweden hat nicht nur mehr als 7.000 Kilometer Küste zu bieten, sondern auch tausende Seen und Flüsse. Warum also nicht die Faszination des Landes mit dem Boot entdecken? Beim Kanufahren wird die Muskulatur des Oberkörpers gekräftigt – Rücken, Schultern, Bauch und Arme, die Gelenke werden dabei geschont. Auch die Ausdauer wird trainiert – gut für das Herz-Kreislauf-System. Je nach Können und gesundheitlicher Verfassung lässt sich die Belastung über Geschwindigkeit und Streckenlänge steuern. Der Blick auf Schwedens wundervolle Landschaft ist dabei inklusive.

8. Fango in Italien

Der Begriff Fango kommt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie Schlamm und Schmutz. In der Tat handelt es sich hierbei um einen heilenden Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, der in Italien noch in seiner organischen Form hergestellt wird: Dazu wird Thermalwasser, Ton oder Lehm mit verschiedenen Algen sowie Mikroorganismen versetzt. 
Fango wird mit verschiedenen Temperaturen auf die Haut aufgetragen und entfaltet dort seine schmerzlindernde und heilende Wirkung. Die Packungen kommen bei Verspannungen, rheumatischen Erkrankungen und Entzündungen zum Einsatz. 

9. Fasten in der Schweiz

Brühe, Kräutertee und Fruchtsäfte: Im Kloster Grandchamp bei Neuchâtel in der Schweiz lernen Gäste das Fasten, das hier auch medizinisch begleitet wird. Dabei geht es nicht vordergründig ums Abspecken, sondern auch um eine spirituelle Reinigung.

Verzicht und innere Einkehr statt fester Nahrung und Alkohol – alles in der imposanten, denkmalgeschützten Klosteranlage. Zur Abwechslung lädt die sonnenbeschienene Landschaft zum Spazieren, Radfahren oder Baden ein – das lenkt die Gedanken ans Essen ab. So kann Fasten sogar Freude machen. Auch Nichtchristen sind übrigens herzlich willkommen.
 

10. Heilkur in Tschechien

Schon Goethe war dort: Die Thermalquellen und ihr Heilwasser machten das tschechische Marienbad einst international bekannt. Ein Besuch im böhmischen Kurort lohnt sich auch heute noch. Denn mit seiner Jugendstil-Architektur und der entspannten Atmosphäre ist Marienbad der ideale Ort, um in traditionellem Umfeld eine klassische Heilkur zu genießen. 
Trinkkuren, Bäder und Bewegungstherapien stärken vor allem das Immunsystem. Vor Ort wird ein Behandlungsplan erstellt, der genau auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten ist. 

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So zahlt die Krankenkasse etwas dazu

Wenn du im Urlaub etwas für deine Gesundheit tust, kannst du mit einem Zuschuss von seiner Krankenkasse rechnen. Wir sagen dir, welche Möglichkeiten es gibt.

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