9 Gründe, warum wir den Schwarzwald lieben

Es gibt kaum eine bessere Region, um sich zu entschleunigen.

Sonnenuntergang am Schliffkopf
Sonnenuntergang am Schliffkopf

Foto: imago/imagebroker

1. Weinberge, unzählige Weinberge

Eigentlich kannst du sie wirklich nicht übersehen: Weinberge. Auf ihnen wächst Wein, der unfassbar lecker ist. Derzeit kommt etwas Schwung in das Geschäft. Denn die jungen Winzer drängen nach vorne und verjüngen ihr Angebot. Ein gutes Beispiel sind die Oberkircher Winzer. Mit ihrer jungen Marke OK51 und ihren bunten Etiketten fallen sie im Supermarktregal richtig auf.

Gleichzeitig sind die Weinberge optimale Strecken, um wandern zu gehen und zwischendurch einzukehren. Vor allem im Herbst ist der Ausflug in die Berge beeindruckend. Die Blätter der Reben leuchten in unendlich vielen satten Farben. Prost.

Schöner Herbsttag :) #herbst #baden #wein #reben #weinreben #wine #oberkirch

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2. Kulinarische Höhepunkte

Wer Lust auf etwas Süßes hat: Schwarzwälder Kirschtorte. Wow. Ein Traum aus Schokokuchen, Kirschen und Sahne. Viel Sahne. Die beste Schwarzwälder Kirschtorte isst du einfach im Schwarzwald. Warum? Weil du sie im Schwarzwald isst. 

 

3. Die Schwarzwaldklinik

Jep, richtig gelesen. Die Schwarzwaldklinik ist definitiv ein Grund, die Region zu lieben. So herrlich schön flimmerte diese heile Welt über die Mattscheiben in tausenden Haushalten. Und tatsächlich, wenn du durch den Schwarzwald wanderst, bekommst du auch so ein Gefühl von heiler Welt. Übrigens: Wenn du um den Titisee oder durch die historische Altstadt von Schiltach spazierst, bist du mitten in den Kulissen der Schwarzwaldklinik. Oft fanden dort Außendrehs statt.

Eigentlich heißt die Schwarzwaldklinik Carlsbau. Du findest das Gebäude im Glottertal im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Heute beheimatet es die Thure-von-Uexküll-Klinik, eine Fachklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

 

4. Rauschende Wasserfälle

Bei Gutach findest du den höchsten Wasserfall Deutschlands. Mehr als 160 Meter rauscht hier das Wasser in die Tiefe. An den meisten kannst du übrigens bequem vorbeiwandern. Und im Sommer dir dort auch eine Abkühlung verschaffen.

Водопад Триберг????

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5. Unendlich viele Badeseen

Gerade am Rande des Schwarzwalds hin zum Rhein findest du unendlich viele Badeseen. Das Wasser ist oftmals türkisblau und erinnert ein bisschen an die Ägäis. In dem Miniort Meißenheim bei Offenburg findest du dazu sogar weißen Strand. Der perfekte Ort, um im Sommer den Tag ausklingen zu lassen.

Dass das Wasser so sauber ist, liegt unter anderem daran, dass die Badeseen oftmals durch den Kiesabbau entstanden sind. Deshalb: Achte darauf, wo du dich ins Wasser schmeißt. An den meistens Seen wird bis heute noch Kies abgebaut. Für die Gemeinden ist das eine wichtige Einnahmequelle.

 

6. Traditionen werden erhalten

Bollenhüte sind so eng mit dem Schwarzwald verbunden, wie Helene Fischer mit Schlagermusik. Aber Achtung: Im Schwarzwald triffst du viele Fakes. Wenn du wirklich wissen willst, was alles zur Tradition der Bollenhüte gehört, fahr nach Gutach. Das ist eine von drei Gemeinden (die anderen beiden heißen Hornberg und Kirnberg bei Wolfach), aus denen die originalen Hüte kommen. Alles andere ist Fake! Dort triffst du Gabriele Aberle. Kleiner Tipp, wenn du neben ihr stehst, nimm die Tradition bloß ernst. Keine Witze. Sonst erlebst du sowas wie eine verbale Apokalypse.

Tradition trifft Snowboard Weltcup #Feldberg #hochschwarzwald #FIS #bollenhut

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7. Die Menschen

Ja, sie sind anders, die Schwarzwälder. In dem Städtchen Lahr soll es zum Beispiel einen Wirt geben, der seine Toiletten nicht nur nach Frauen- und Männerklo unterscheidet, sondern auch nach Lahrern. Die Geschichte besagt, dass nach „Wieble“ (Frauen), „Männle“ (Männern) und eben „Lohrern“ (Lahrern) unterschieden wird. Darüber hinaus ist der Menschenschlag aber sehr auskömmlich und dadurch, dass sie an fast alle Wörter in ihrem Dialekt ein -li oder -le dranhängen, wirken sie immer irgendwie niedlich.

Wenn du Karneval mal anders erleben willst, dann solltest du deinen Urlaub zur Fastnacht, auch Fasnet oder Fasent genannt, verbringen. Auch hier erlebst du eine alte Tradition, wenn die Menschen vom „Schmotzige Dunnstig“ (Schmutziger Donnerstag) bis Aschermittwoch die fünfte Jahreszeit feiern. Kleiner Hinweis: Es ist deutlich gruseliger als im Rheinland.

 

8. Süße, kleine und kuschelige Orte

Schiltach musst du dir unbedingt ansehen. Sowohl im Sommer als auch im Winter ist dieser Ort einfach nur Zucker. Mitten im Schwarzwald zwischen Wald und eben tja Wald liegt das Örtchen. Hochhäuser? Gibt's nicht. Autobahn? Hahahahahaha. Das höchste der Gefühle für PS-Fanatiker ist die Bundesstraße. Aber schnell fahren ist trotzdem nicht, zu viele Kurven. Du entschleunigst also schon auf dem Weg dorthin im wahrsten Sinne des Wortes.

Und wenn du denkst, mehr Entspannung geht nicht, schlender durch Schiltach: vorbei an vielen, vielen schicken Fachwerkhäusern, über Kopfsteinpflaster entlang der Kinzig. Ach ja: Handyempfang hast du da normalerweise auch nicht. Es ist ein sehr analoger Ort.

 

9. Freiburg

Es gibt Städte und es gibt Freiburg. Eigener Fußballverein (semi-erfolgreich), eigenes Festival (Zelt-Musik-Festival sehr erfolgreich) und Clubszene (leider ein bisschen gebeutelt). Aber, was Freiburg wirklich von anderen Städten unterscheidet ist das Savoir-vivre. Egal, wie das Wetter draußen ist, durch die Freiburger Innenstadt gehst du nicht, du flanierst. In der Markthalle triffst du dich zum Sehen und Gesehen werden. Nebenbei gibt es da aber auch echt mega gutes Essen. 

Übrigens, wenn du länger in der Stadt bleiben willst, vielleicht für immer, dann solltest du ins Freiburger Bächle treten. Denn einer Sage nach, musst du dann einen Freiburger oder eine Freiburgerin heiraten. Dann kannst du immer erzählen: „In Freiburg bin ich ins Bächle neidappt.“ Infolgedessen musstest du einen Bobbele heiraten, eine Bezeichnung für einen waschechten Freiburger. 

#Bächle

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Die Autorin
Sonne und Meer gehen immer, das steht für mich fest. Die schönste Urlaubserinnerung? Auf dem Surfbrett sitzend, Blick Richtung Horizont und auf die nächste Welle wartend. Schnee si ... mehr
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