Warum arbeitet die TUI mit Hotelkonzepten?

Hintergrund der Entwicklung verschiedener Hotelkonzepte war, dass wir den Kunden und seine Bedürfnisse noch mehr in den Mittelpunkt stellen wollten. Der moderne Kunde legt Wert auf Individualität bei Reisen und eine passgenaue Erfüllung seiner Wünsche. Reiseveranstalter müssen sich der Herausforderung stellen, für jede Kundengruppe das passende Hotel zu finden.

Wie findet ihr das heraus?

Um die Kundenbedürfnisse zu kennen, hat die TUI-Marktforschung vor einigen Jahren zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung die Lebensstile, Wertesysteme und Urlaubsbedürfnisse verschiedener Zielgruppen analysiert. Aus den Ergebnissen dieser Studie ist eine so genannte Segmentlandkarte entstanden, die Verbraucher in unterschiedliche Typen einteilt. Die neu entwickelten Hotelkonzepte bedienen diese Bedürfnisse einer bestimmten Urlauber-Zielgruppe. 

Wie lange dauert es von der Idee über den Plan bis zur Umsetzung? 

Das ist so pauschal nicht zu beantworten, vor allem weil die Konzepte stetig weiter entwickelt und an die Kundenbedürfnisse angepasst werden. Grundsätzlich entsteht eine Grundidee aber innerhalb von zwölf bis 18 Monaten. Während dieser Phase geht es darum, das Konzept zu fassen, die Zielgruppe zu definieren, Programme zu erstellen, mögliche Hotelpartner auszuwählen, einen Namen und ein Logo zu entwickeln und so weiter.
 
Was will ich denn zum Beispiel als nächstes buchen? Beziehungsweise, was plant ihr als nächstes?

Wir arbeiten am Ausbau unseres Hotelportfolios der einzelnen Hotelkonzepte. In diesem Sommer eröffnen wir beispielsweise rund 30 neue Konzepthotels. Ziel ist es, pro Konzept mindestens 30 bis 40 Häuser zu haben. Aktuell gehen wir auch ganz klar in Richtung Internationalisierung zum Beispiel mit den neuen „TUI Family Life“-Hotels. Dabei haben wir aus den nationalen Familienkonzepten Inhalte herausgelöst und zu einem internationalen Familienkonzept vereint.  

Welche Ziele der TUI Hotelkonzepte sind bereits erreicht worden? Ist das überhaupt messbar? 

Unsere Hotelmarkenstrategie geht auf, denn die Hotels, die die Bedürfnisse der Urlauber genau treffen, mit Qualität und dem Preis, sind erfolgreich. Hier können wir zum einen unsere Markeninhalte genau auf die Gästezielgruppe ausrichten, zum anderen haben wir den größten Einfluss auf die Qualität der Leistungen. Unsere Konzepthotels erweisen sich als wichtigster Umsatztreiber, auch die Gästezufriedenheit und die Weiterempfehlungsquote sind hoch. Davon profitieren auch die Hoteliers und die Reisebüros, die diese Hotels bedenkenlos empfehlen können.

Welches Hotelkonzept gewinnt besonders an Beliebtheit?

Wir bemerken insbesondere bei den „Adults-only-Häusern“ eine starke Nachfrage – ganz konkret bei den „TUI Sensimar“-Hotels. Sensimar ist das 2008 gegründete erste Hotelkonzept der TUI Deutschland. Zielgruppe sind Paare, die Wert auf Ruhe, Stil, Genuss und Wellness legen, ohne Kinder verreisen und ihren Urlaub in einem guten, nicht zu großen Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel verbringen möchten. In dieser Saison haben wir um sieben neue Anlagen auf insgesamt 42 Sensimar-Hotels erweitert.

Welche Maßnahmen unternimmt die TUI, um ihre Hotelkonzepte hervorzuheben?

Die Faktoren, bei denen sich die Hotels von der Masse abheben, sind dabei je nach Konzept unterschiedlich. TUI legt sehr viel Wert auf das Feedback der Kunden und nutzt dies zur stetigen Weiterentwicklung und Verbesserung der Marken. In der Vermarktung liegt der Schwerpunkt auf unseren differenzierten Hotels. So heben wir die Hotelkonzepte beispielsweise in unseren Katalogen hervor und unternehmen Seminarreisen dorthin.