Urlaubsvideos mit dem Handy: Wechselobjektive

Für Smartphones gibt es verschiedene Aufsteck-Linsen. Tele-, Makro-, Weitwinkel- und Fischauge-Objektive sind am meisten verbreitet. Wir haben Tipps von Smartphonevideo Expertin Bianca-Maria Rathay für euch eingeholt. 

Diese Aufnahme ist in den Pyrenäen in Frankreich entstanden.
Diese Aufnahme ist in den Pyrenäen in Frankreich entstanden.

Foto: imago/Westend61

Die meisten Smartphones sind heute mit guten Kameras ausgestattet, haben allerdings keinen optischen Zoom. Entfernte Motive heranzuholen funktioniert nicht oder hat einen hohen Qualitätsverlust zur Folge. Aufsteck-Objektive können dir helfen, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Mit der Bildqualität von professionellen Spiegelreflexkamera können sie zwar nicht ganz mithalten. Dafür sind sie gegenüber den Profis kompakter, erlauben die Bildbearbeitung vor Ort und eignen sich bestens für tolle Selfies.   

Fischauge-Objektive für den 180-Grad-Winkel

Mit diesem Objektiv kannst du Bilder mit einem 180-Grad-Winkel fotografieren. Du musst allerdings wissen, dass die Linse die Optik verzerrt und Details, die nicht durch die Bildmitte laufen, verkrümmt dargestellt werden. 

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Weitwinkel-Objektive: keine Verzerrungen

Im Gegensatz zum Fischauge kannst du mit diesem Objektiv einen großen Blickwinkel ohne Verzerrungen abbilden. 

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Tele-Objektive zum Vergößern

Mit einer Tele-Linse hast du die Möglichkeit ganz nah an dein Motiv heranzukommen, ohne die Entfernung zwischen Kameralinse und Motiv zu verringern. Die Linsen eignen sich besonders zum Filmen aus der Ferne.

Makro-Objektive für Detailaufnahmen

Möchtest du ganz nah an dein Motiv heran, um beispielsweise ein Insekt zu fotografieren, benutzt du am besten eine Makro-Linse. 

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Objektive mit magnetischer Befestigung 

Die Linsen kannst du fast an jedes Smartphone und Tablet montieren. Dazu musst du lediglich einen Metallring um die Kameralinse kleben, der das magnetische Objektiv fixiert. Den Metallring kannst du problemlos entfernen. Danach kannst du ihn allerdings nicht mehr verwenden.  

Objektive zum Klemmen 

Zahlreiche Anbieter bieten dir verschiedene Linsen an, die sich mit Hilfe einer Klemme an die rückwärtige Kameralinse deines Smartphones befestigen lassen.

Smartphone-Hülle mit Objektiven: SNAP!6-Hülle 

Mit einer speziellen Hülle wird dein Smartphone zu einer Kompaktkamera, für die es sogar austauschbare Objektive gibt. Diese Funktion liefert beispielsweise die SNAP!6-Hülle für das iPhone 6 (Achtung: Nur für die Standardvariante).

Das Plastik-Gehäuse der Hülle hat eine Ausbuchtung mit Grip. An dem Handgriff oben ist ein Auslöseknopf integriert. 
Mit all diesen Funktionen kannst du das Smartphone fast wie eine richtige Kamera bedienen. SNAP!6 bietet dir zudem die Möglichkeit, verschiedene Mini-Objektive aufzusetzen: Weitwinkel-, Macro-, Fischaugen und Tele-Linsen. 


Fazit: Du kannst die Smartphone-Objektive schnell wechseln. Im Vergleich zu Spiegelreflexkameras sind sie auch deutlich preiswerter. Allerdings lassen sich größere Objektive mit Klemmen nicht sicher befestigen. Linsen, die über ein Gewinde mit dem Smartphone oder der Smartphone-Hülle verbunden werden, sind stabiler. 
 
Tipp: Achtung! Die Wechsel-Objektive haben keinen Bildstabilisator. Ein unruhiger Arm genügt und die Aufnahme ist futsch. Wenn du Probleme hast, dein Smartphone beim Auslösen ruhigzuhalten, verwendest du am besten ein Stativ. 
 

Neuheit: Podo-Kameras  

Die Podo-Kamera ist das erste Smartphone-Objektiv, das du nicht am Smartphone befestigen musst. Du kannst die Linse beispielsweise im Auto oder an der Hauswand montieren. Die Rückseite des Gehäuses haftet auf vielen Oberflächen.
 
Via Bluetooth verbindet sie sich mit deinem Mobilgerät. Die Kamera ist mit 8-Megapixel zum Fotografieren ausgestattet. Für Videoaufnahmen sind in HD-Qualität (720p) mit 30 Bildern pro Sekunde möglich. Im August 2015 sind die ersten Modelle in ausgewählten Ländern auf den Markt gekommen – in Deutschland kannst du diese Objektive noch nicht käuflich erwerben. 

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Der Autor
Dario Teschner, Multimedia-Redakteur und Reporter vor Ort. „Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müsste man es im Hauptberuf betreiben.“ (Walter Nissen) Ein ... mehr
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