Die Gewerkschaft Ver.di hat das Bodenpersonal an den Flughäfen Berlin Schönefeld (SXF) und Berlin Tegel (TXL) zu Warnstreiks zwischen Montag, 4 Uhr, und Mittwoch, 5 Uhr aufgerufen. Rund 660 Flüge fallen allein am Montag aus, schreibt die Belriner Flughafengesellschaft. Der Streik wurde um einen Tag verlängert. Ursprünglich sollte der Ausstand bis Dienstag um 5 Uhr dauern.

Erst am vergangenen Freitag und Samstag hatte das Bodenpersonal in Berlin gestreikt. Hunderte Flüge waren ausgefallen, zahlreiche Besucher der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) waren betroffen. 

Wie erfahre ich, ob mein Flug betroffen ist?

Die Berliner Flughafengesellschaft rät: „Wir bitten alle Passagiere ausdrücklich, sich vor der Anreise bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren.“

Aktuelle Infos über Verspätungen und mögliche Flugausfälle gibt's auch auch auf der Homepage der Flughäfen SXF und TXL und unter der Hotline der Fluggesellschaft unter der Telefonnummer 030/60911150. 

Was tun, wenn der Flug ausfällt?

Laut der EU-Fluggastrechteverordnung muss eine Airline oder der Veranstalter seine gestrandeten Kunden betreuen – unabhängig davon, ob das Unternehmen für die Verspätungen oder Ausfälle von Flügen verantwortlich ist. Als gestrandeter Passagier hast du außerdem Anspruch auf Verpflegung (Mahlzeiten und Erfrischungen). Sollte sich der Flug auf einen anderen Tag verschieben, muss die Airline oder der Veranstalter die Hotelkosten tragen. 

Wenn's länger dauert: Tipps für eine nette Zeit am Airport

Anspruch auf Schadenersatz hast du aber nicht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat geurteilt, dass Reisenden keine Entschädigung im Falle eines Streiks zusteht, wenn ihr Flug gestrichen oder um mehr als drei Stunden verspätet ist. Denn bei einem Streik handele es sich um „außergewöhnliche Umstände“, bei diesen müssen die Unternehmen nicht haften. 

Darum geht's bei dem Streik

Am Warnstreik sollen rund 2.000 Mitarbeiter der Bereiche Gepäckabfertigung, Check-Inn, Boarding und Betankung teilnehmen. Die Gewerkschaft Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von einem Euro pro Stunde bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten für die Beschäftigten.