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Tagestrip: Rom in 20 Stunden

Es gibt tausend Dinge, die du in Rom sehen musst. Vielleicht wird die Stadt auch deswegen die Ewige genannt, weil ein Leben nicht ausreicht, um jeden Winkel zu erkunden. Trotzdem: Hier kommen die Top-Tipps für Rom in 20 Stunden.

Touristen sitzen am Abend auf der Spanischen Treppe in Rom.
Touristen sitzen am Abend auf der Spanischen Treppe in Rom.

Foto: imago/MITO

Rom in nicht mal einem Tag. Eigentlich auch unmöglich, aber wenigstens bekommst du in der Zeit eine kleine Ahnung vom berühmten italienischen „Dolce Vita“. 

Ganz wichtig: Erkunde Rom zu Fuß. Denn nur so siehst du in wenigen Stunden richtig viel von der Stadt und atmest im wahrsten Sinne des Wortes jahrtausendealte Geschichte. 

8 Uhr: „Campro de' Fiori“

Der beste Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch Rom ist der „Campo de’ Fiori“. Der Platz im Zentrum Roms wirkt unspektakulär, weil um ihn herum kein bedeutendes Gebäude steht. Lediglich in der Mitte des Platzes steht eine Statue des Philosophen Giordano Bruna, der an dieser Stelle im Jahr 1.600 als Ketzer verbrannt wurde. Der Freimaurer-Großmeister Ettore Ferrari erschuf das Denkmal 1889.

Auf dem Campo de’ Fiori findet jeden Morgen (außer sonntags) ein Markt statt, auf dem echte Römer Brot, Käse, Parmaschinken, Obst, Gemüse oder einfach nur Blumen kaufen. Zeit für ein leckeres Frühstück in einem der vielen Cafés oder am besten direkt mitten auf dem Platz. 

9.30 Uhr: Spaziergang zur Piazza Navona

Weiter geht’s mit einem zehnminütigen Fußmarsch zur Piazza Navona, einem Platz aus dem 15. Jahrhundert. Früher ein Stadion, heute bei Künstlern und Touristen gleichermaßen beliebt. Das Morgenlicht überzieht die Fassaden der Kirche Sant’Agnese und des Palazzo Pamphilj.

Hier kommst du auch zum ersten Mal mit einem Werk des großartigen Künstlers Bernini in Berührung: Dem „Fontana dei Quattro Fiumi“, dem Vierströmebrunnen. Nicht weniger eindrucksvoll: der Mohrenbrunnen von Michelangelo-Schüler Giacomo della Porta und der Neptunbrunnen, ebenfalls von della Porta. 

11.30 Uhr: Auf zum Pantheon

Von der Piazza Navona aus sind es nur wenige Minuten bis zum Pantheon. Bis heute hat es mit seinen 43 Metern Durchmesser die größte freitragende Zementkuppel der Welt. Unter Kaiser Hadrian wurde das Bauwerk fertiggestellt, wie es auch heute noch steht. 

12.30 Uhr: Das beste Eis

Zeit für ein Eis! Und zwar für das vielleicht beste Eis der Welt. Das gibt es in der „Gelateria della Palma“ in der Via della Maddalena. Weit über 100 verschiedene Geschmacksrichtungen gibt es in der traditionsreichen Eisdiele, die auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Vermutlich, weil du von diesem Eis auch dann nicht genug bekommst, wenn du es jeden Tag essen kannst.  

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13.15 Uhr: Eine Münze in den Trevi-Brunnen werfen

Nun ist es Zeit für eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms: Den Trevi-Brunnen. Erblickst du den „Fontana di Trevi“ zum ersten Mal, lässt die Schönheit und Vollkommenheit des Bauwerks kurz den Atem stocken. Nicht vergessen: Mit der rechten Hand eine Münze über die linke Schulter werfen.

Eine Legende besagt, dass du dann auf jeden Fall nach Rom zurückkehrst. Pro Jahr kommen so über eine Million Euro zusammen. In Fellinis „La Dolce Vita“ nimmt Anita Ekberg zusammen mit Marcello Mastroianni ein nächtliches Bad im Brunnen. Eine der bekanntesten Szenen der Filmgeschichte. 

14.30 Uhr: Pizzabrot im Restaurant

Na, Hunger? Dann meide die Restaurants, die Touristen mit grellen Leuchtreklamen und aufdringlichen Kellnern locken wollen. Sehr zu empfehlen ist das „Piccolo Buco“ in der Via del Lavatore, nur etwa dreihundert Meter vom Trevi Brunnen entfernt. Auch richtig italienisch und sehr lecker: „Il Chianti Vineria“ mit köstlichem Rosmarin-Pizzabrot. 

16 Uhr: Erklimm die 138 Stufen der Spanischen Treppe

Gut gestärkt geht es weiter zur Spanischen Treppe, einer der bekanntesten Freitreppen der Welt. Sie hat 138 Stufen. Auf einer davon solltest du einfach innehalten und die vielen schönen Menschen beobachten, die in der Via Condotti bei Gucci, Prada oder Valentino shoppen gehen.  

Bye bye Rome ????????????

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17.30 Uhr: Das Kolosseum muss sein

Das Kolosseum musst du gesehen haben, auch wenn du nur 20 Stunden in Rom bist. Zwischen 72 und 80 nach Christus errichtet, ist es auch heute noch das größte Amphitheater der Welt. Allerdings wirst du unter Umständen enttäuscht, wenn du dich in die manchmal Hunderte Meter lange Touri-Schlange stellst, um dann festzustellen, dass das Kolosseum von außen schöner ist als von innen. Zumindest für alle Nicht-Archäologen unter uns. 

19 Uhr: Letzte Sonnenstrahlen am Forum Romanum

Auf dem Weg zum Abendessen unbedingt noch am Forum Romanum vorbei. Einst war es der Mittelpunkt des politischen und kulturellen Lebens. Ein Ort vieler öffentlicher Gebäude und Denkmäler. Heute ist es eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten des antiken Roms und besonders schön, wenn es vom sanften Licht der untergehenden Sonne umschmeichelt wird.

20.30 Uhr: Essen mit Blick auf die Altstadt Roms

Um den Tag in Rom gebührend ausklingen zu lassen, empfiehlt sich das Restaurant Mirabelle im siebten Stock des Hotels Splendide Royal. Nicht ganz billig, aber wie heißt es so schön: Manche Dinge im Leben sind unbezahlbar. So auch der Ausblick von dem sensationellen Dachgarten auf die Altstadt Roms.

23 Uhr: Auf zur Spanische Treppe bei Nacht

Wer immer noch nicht müde ist von den vielen Eindrücken, der sollte sich unbedingt nochmal auf die Spanische Treppe setzen. Denn hier ist die ganze Nacht so viel los, du triffst so viele Menschen aus der ganzen Welt und stellst irgendwann fest: Ja, die spinnen, die Römer. Und genau deswegen wissen sie auch, wie man das süße Leben so richtig genießt. 

Du hast ein anderes Zeitbudget für Rom?

Hier sind Tipps für Rom in zwei Stunden und Rom in 200 Stunden.

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Die Autorin
Journalistin aus dem Herzen Oberschwabens, der erst die Fremde lehrte, was sie an der Heimat hat. Nach Jahren in Berlin, Düsseldorf und Stuttgart ist es jetzt der Liebe wegen Nürnb ... mehr
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