4 Hotel-Tipps für Schanghai | reisereporter.de

4 stilvolle Hotels in Schanghai

In Schanghai treffen Moderne und 20er-Jahre-Charme an jeder Ecke aufeinander. Vier stilvolle Hotels: vom schönsten Wolkenkratzer der Welt bis zur Villa in der Gartensiedlung.

Blick in die Lobby des „Grand Hyatt Shanghai“.
Der Blick in die Lobby des „Grand Hyatt Shanghai“ hypnotisiert. Das Hochhaus „Jin Mao Towers“ gehört zu den schönsten der Welt.

Foto: imago/alimdi

Anders als Peking lässt sich Schanghai auch gut zu Fuß erkunden, wenngleich du dabei wegen der riesigen Distanzen immer nur einzelne Nachbarschaften näher kennenlernst. Aufgrund der europäisch geprägten Topografie finden sich westliche Besucher in der einstigen Internationalen Niederlassung und der Französischen Konzession, also den innerstädtischen Gebieten westlich des Huangpu, gut zurecht und oft auch spontan zu Hause. Auch Pudong ist übersichtlich gegliedert, nur dass hier die Nestwärme fehlt. 

1. „Jin Mao Tower“: Traumhotel im Wolkenkratzer

Seit seiner Eröffnung zur Jahrtausendwende ist das Grand Hyatt eine feste Größe auf der Weltkarte der Traumhotels. Das liegt vor allem an der Architektur des Jin Mao Tower, eines der schönsten Wolkenkratzer der Welt. Er beherbergt vom 53. bis zum 87. Stock dieses ebenso spektakuläre wie elegante Logis. Ein Drink in der Bar ist geradezu Pflicht für jeden Besucher von Schanghai; auch Pool und Spa bieten einen superben Blick auf die Skyline.

Grand Hyatt | 88 Century Boulevard, Pudong | DZ ab 180 Euro

 

2. Das idyllische „Anting Villa Hotel“

In den 20er- und 30er-Jahren wurden im Herzen der französischen Konzession mehrere Reihenhaussiedlungen im sogenannten spanischen Stil erbaut. Ausländer und Angehörige der chinesischen Bourgeoisie lebten hier Seite an Seite. Und obwohl die Zeiten heute ganz andere sind – irgendwie fügt sich das wieder so.

Abgeschirmt von einem schmiedeeisernen Gitter, kann man sich hier fast in mediterranen Gefilden wähnen; die Häuser weiß, rosé und apricot, mit Fensterläden und verglasten Veranden. Platanen und Ginkgobäume spenden Schatten, Vogelgezwitscher macht den Stadtlärm halbwegs vergessen.

In einer solchen Gartensiedlung liegt auch das „Anting Villa Hotel“, das selbst allerdings nicht historisch ist, sondern auf eine sehr chinesische Art mit exotischen Anleihen spielt und gleichzeitig den Bedürfnissen der heutigen Kundschaft gerecht zu werden sucht.

Anting Villa Hotel | Anting Lu Nr. 46 | DZ ab 80 Euro

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A photo posted by Sam Lee (@sam_ent) on

 

3. „Westin Bund Center“: unkonventionelles Hotel

Das Westin Bund Center präsentiert sich ganz so wie die Stadt selbst: unkonventionell, glamourös und grenzenlos optimistisch. Sein wuchtiger Turm wird von einer schopfartigen Konstruktion gekrönt, die je nach Fantasie an einen Blütenkelch, eine Ananas oder eine Narrenkappe denken lässt. Nachts schimmert sie golden, und Lichtfinger tasten den Himmel ab.

Statt der üblichen kalten Pracht der spätkommunistischen Ära, diesen Exzessen aus Marmor, Messing und Kristall, empfängt das Atrium die Gäste mit einer Palmenoase rund um einen Teich. Zierliche Brücken führen hinüber auf eine Insel, auf der sanddorngelbe und vogelbeerrote Sitzgruppen fast lasziv zur Rast locken.

Dahinter öffnet sich dann „The Stage“, eine weitläufige Fläche, auf der en suite eine Art kulinarisches Welttheater gegeben wird. Pfiffige Pracht, lustiger Luxus.

Westin Bund Center Shanghai | Henan Zhonglu Nr. 88 | DZ ab 170 Euro

#westinhotel #waitan #bund #shanghai #china #drone

A photo posted by TSUNEHEY IKEYA (@tsunehey) on

 

4. „Astor House“: Schangais Grand Hotel

1858 eröffnet, war das „Astor House“ Schanghais erstes Grand Hotel und bis in die 30er-Jahre eine der besten Adressen des Fernen Ostens. Im Krieg wurde es dann vom japanischen Ableger des CVJM geführt, und unter chinesischer Führung schließlich von allen guten Geistern verlassen. Der legendäre Pfauensaal etwa, in den zwanziger Jahren der Olymp des Nachtlebens, wurde ausgeweidet wie ein Kadaver, die meisten Prunkräume in sterile Gruppenschlafsäle umgewandelt.

Im Zuge der Nostalgiewelle wurde das Haus dann vor zehn Jahren generalüberholt. Auch der Lichthof, ein nostalgischer Korridor aus Fachwerk, Glas und Gusseisen, erstrahlt seither im alten Glanz. Nun kann man hier wieder gut und auch relativ günstig in bester Lage logieren. Wo sonst könnte man die gleiche Suite bewohnen wie weiland König George V., Zar Nikolaus II. oder Prinz Heinrich von Preußen? Oder jenes Zimmer, in dem Einstein vom Erhalt des Nobelpreises erfuhr?

Astor House Hotel | Huangpu Lu Nr. 15 | DZ ab 80 Euro

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