Gardasee: Die Top 10 Erlebnisse | reisereporter.de

Die Top 10 am Gardasee – das musst du machen

Mit 370 Quadratkilometern ist der Gardasee eine riesige Nummer. Drin und drum genug Platz für Überraschungen: Nicht nur See, sondern auch Schnee.

Der alte Hafen von Limone. Limone sul Garda ist ein italienischer Ort am Westufer des Gardasees in der Provinz Brescia.
Der alte Hafen von Limone. Limone sul Garda ist ein italienischer Ort am Westufer des Gardasees in der Provinz Brescia.

Foto: imago/HOFER

1. So viel Wasser ist das gar nicht – der Aril

Die Bewohner von Cassone am Gardasee beanspruchen den Titel „kürzester Fluss der Welt“ für den Aril, der mitten durch ihr Städtchen fließt und in den Gardasee mündet. Nach 175 Metern, auf denen es immerhin drei Brücken und einen Wasserfall gibt. Der kurze Spaziergang vom Wasserbecken im Ortszentrum entlang der „Gardesana“ mit dem Wasserfall ist hübsch und ein tolles Ziel für Wanderungen oder Fahrradtouren. 

The shortest river in the world #aril #lagodigarda #gardalake #presepe #xmas

A photo posted by Martina (@martinafacchin) on

 

2. Bin mal kurz auf dem Wochenmarkt. Jeden Tag.

Ein Wochenmarkt ist der Magnet für Frischeliebhaber und Kulturhungrige. Hier findet sich alles, was die Region ausmacht. Da der Gardasee sehr groß ist, hat er eine Vielzahl dieser Märkte – jeden Tag könntest du einen anderen erkunden.

Daher der Tipp: Unbedingt den in Bussolengo besuchen. Warum? Wenige Touristen, mehr Italien. Zudem ist er der älteste Markt der Provinz Verona und den beliebten Aperol Sprizz mit Oliven gibt's schon für 2,50 Euro. 

 

3. Eine Seele Italiens – das Olivenöl

Wir wollen uns ja nicht streiten. Ist nun das spanische, das italienische oder gar das griechische Olivenöl das beste? Fest steht, das Olivenöl vom Gardasee hat Geschichte und diese ist im Museum der Ölfabrik Cisano (Oleificio Cisano) zu begutachten. Und fest steht auch: es ist rar. Nimmt man alle Produzenten der Region zusammen, erzeugen sie nicht einmal ein Prozent des gesamten Olivenöls Italiens. Also unbedingt hier probieren und wenn´s schmeckt, mitnehmen!

 

4. Die Wein- und Geschmacksstraße

Am Gardasee haben sich Winzer, Gastronomen und Landwirte zusammengeschlossen an der „Strada dei Vini e dei Sapori del Garda“. Eine Genussstraße, die durch die Weinanbaugebiete führt und an jeder zweiten Ecke Genusspausen vorschlägt. Als Feinschmecker musst du hier vorbeischauen. Auf gardasee.de werden fünf verschiedene Touren empfohlen, die auch landschaftlich reizvoll sind. Tipp: Auf Tour 2, am Ufer des Valténesi, staubst du die meisten Leckereien ab. 

 

5. Das vielseitigste Ausflugsziel

Im Südwesten des Gardasees liegt Manerba del Garda. Die 5.200-Seelen-Gemeinde ist klein, aber voller Erlebnisse. Der „Parco Archeologico Naturalistico“ beherbergt alles für Blumenliebhaber und Hobby-Archäologen. Über Stock und (besonders viel) Stein erforschst du den Weg bis zu den alten Römern zurück.

Hier offenbart sich dir die Ruine der „Rocca“ (die Burg), ein Überbleibsel aus dem Mittelalter und nach Abzug der Landesherren nur noch von Räubern bewohnt. Durch dichtes Gehölz und an steiler Küste entlang, kreuzen bunte Vögel deinen Weg. Als guter Läufer kannst du im Naturpark mehrere Ausflüge machen und auch anspruchsvolle Strecken bewältigen. 

 

6. Lass uns schluchteln

„Schluchteln“ ist die Übersetzung von Canyoning und bedeutet so viel wie: sich durch die Schlucht bewegen. Das kann man von oben nach unten oder umgekehrt machen. Wichtig ist wasserfeste und sichere Kleidung. Natürlich in Neopren und mit Helm. Und dann macht es auch richtig Laune. Canyon Adventures Lago di Garda bietet Touren mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden und tollen Guides an. 

 

7. Net schluchteln! Skifoahn!

Nein, wir haben uns nicht verschrieben, wir sind schon noch am Gardasee. Aber wo Seen sind, da sind auch Berge – gerade in Norditalien. So ist der Gardasee auch im Winter ein Topziel für Sportler und Aktivurlauber. Und mal ganz ehrlich: von der Piste aus runter ins Blau zu gucken, ist ein starkes Panorama. Eine Stunde nördlich vom Gardasee beginnt der Skizirkus „Skirama Dolomiti Adamello Brenta“. Ganz nah und nicht so überlaufen ist Monte Baldo – gerade deshalb ein Tipp für diejenigen, die keine Lust auf Aprés Ski haben. 

 

8. Pssst. Kurz mal romantisch sein

Ein kleiner Geheimtipp: Madonna di Montecastello. Denn was ist bekömmlicher für die Zweisamkeit und den Magen als ein gutes Picknick? Also Korb füllen (bietet sich an, nachdem ihr die „Strada die Vini e die Sapori“ gekreuzt habt) und 350 Meter rauf zum Kloster mit großer Wallfahrtskirche. Hier genießt ihr einen sagenhaften Ausblick über die Ostseite des Sees mit Blick auf Monte Baldo, Malcesine bis Torri del Benaco. 

 

9. Abgetaucht in die Vergangenheit

Auch unter Wasser gibt es im Gardasee viel zu entdecken. Felsspalten, Klippen und Steilwände in Tempesta oder „Il Cristo“, eine Christus-Statue in 15 Metern Tiefe vor San Nicola. Aber auch Wracks en masse, wie Überreste eines Panzers aus dem zweiten Weltkrieg, ein Segelschiff, ein Motorboot, eine Fähre oder ein Bagger. Die beste Sicht habt ihr im Frühjahr und Herbst, im Sommer trübt die Algenblüte.
 

10. Mountainbiken mit Anspruch

Die Berge um den Gardasee muten beschaulich an, aber das täuscht. Für Mountainbiker gehört die Region zu den besten Spots Europas, da sie sehr anspruchsvoll sein kann. Wenn du Anfänger bist, solltest du deine Strecken sorgsam wählen. Ein Mekka der Szene hat sich rund um Riva del Garda im Norden des Sees entwickelt. Hier triffst du auf eine gute Bike-Infrastruktur mit vielen Shops, Seilbahnen und Shuttle-Services. Aber aufpassen: Im Juli, August und zu Pfingsten ist es hier sehr überlaufen. Lieber auf September und Oktober ausweichen. 

 

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite