Rom: Dos and Don'ts im Urlaub | reisereporter.de

Rom: Dos and Don'ts in der Ewigen Stadt

Touristen sind oft leicht zu erkennen, weil sie die immer gleichen Fettnäpfe mitnehmen. Es heißt einfach nicht Schtrazziatella! Wie du es richtig machst in Rom:

Typisches Italienisches Restaurant in Rom.
„Un bicchiere di vino rosso, per favore.“

Foto: imago/imagebroker

Do: Mordschauplatz als Schlafstätte

Seelenruhig dort nächtigen, wo Julius Cäsar vor 2.000 Jahren hinterrücks erstochen wurde? Direkt über dem Gemäuer des Teatro Pompeo ist das ab 80 Euro die Nacht machbar. Vom Hotel Teatro di Pompeo aus sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten fußläufig zu erreichen. Unbedingt das im Preis inbegriffene Frühstück in den historischen Gewölben des Haupthauses einnehmen.

#интернетуголок

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Don't: Metrofahren in Rom

Rom besteht aus unzähligen Gässchen und versteckten Vierteln. Die entdeckst du am besten zu Fuß oder mit der traditionellen Vespa – eine sehr sehenswerte Alternative zur Metro. Unzählige Verleihe bieten Vespa-Touren mit Guide an und zeigen bei fairen Preisen ein Rom fernab typischer Touri-Ecken.

When in rome..☉???? #vespatour #colosseo #bellaitalia

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Do: Unscheinbare Kirchen entdecken

Für Entdecker: Die unscheinbare Barockkirche Sant’ Ignazio di Loyola liegt versteckt zwischen der Via del Corso und dem Pantheon. Sie verbirgt ein Deckenfresko, das einer dreidimensionalen Projektion gleicht. Malerei oder Architektur? Findet es selbst heraus! Geöffnet Montag bis Samstag von 7.30 bis 19 Uhr und an Sonntagen von 9 bis 19 Uhr.

Sant' Ignazio di Loyola | Via del Caravita 8a | Montag bis Samstag von 7.30 bis 19 Uhr, Sonntag von 9 bis 19 Uhr

 

Don't: Touri-Gastronomen auf den Leim gehen

Um geldschluckende Restaurants und Cafés musst du einen großen Bogen machen – du erkennst sie an den aufdringlichen Kellnern vor der Tür und den vielen Bildern und Flaggen am Fenster.

Geh stattdessen lieber auf die Suche nach versteckten Genüssen und lokalen Märkten. Den „Nuovo Mercato di Testaccio“ findest du im Südwesten der Stadt, nahe der Station des Flughafen-Busshuttles. Viele Römer wandeln hier zwischen Foodständen, Kleidern und Kunst. Die Markthalle schließt um 14 Uhr.

 

Do: Mutig sein in der Kirche Santa Maria

Wie genau nimmst du es mit der Wahrheit? Darüber solltest du zweimal nachdenken, wenn du die Kirche Santa Maria in Cosmedin besuchst. Ein 2.000 Jahre altes Relikt hier sieht ziemlich scheußlich aus – rund, bärtig, steinern und mit einem tiefen Loch im Gesicht starrt es dich an. Man nennt es die Boccia della verità (Mund der Wahrheit) und soll laut Sage jedem Lügner, der sich traut, seine Hand in den Mund zu stecken, selbige abbeißen. Ein bisschen Nervenkitzel kommt auf jeden Fall auf, wenn du in diese großen, leeren Augen starrst und unweigerlich noch einmal in dich gehst. Und, was zu verheimlichen?

 

Don't: Warteschlange am Kolosseum

Wenn deine Besichtigungsliste schon zuhause feststeht, solltest du keine Zeit verlieren und alle Tickets vorher online bestellen. Du kannst damit die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und in die meisten Sehenswürdigkeiten über den „Fast Track“ gehen, also gemütlich vorbei an der Schlange.

Der Eintritt für ein oder zwei Museen ist auch schon mit drin und Vergünstigungen für Ausstellungen und Events. Auf romapass.it findest du alle Informationen. Leider ist die Seite nicht sehr übersichtlich.

 

Do: Ab an den Strand

Was oft vergessen wird: Auch Rom liegt nah am Strand. Also raus aus der Hitze der Großstadt und ab ans Meer. Du kannst zwar direkt vor die Tore nach Fiumincino fahren, aber etwas überlaufen ist es da schon oft.

Schöner ist es ein Stück weiter Richtung Neapel, mit dem Zug vom Hauptbahnhof aus nach Sperlonga. Durch verwinkelte Gassen und über einen Hügel am Hauptstrand (unterhalb des alten Marktplatzes) erreichst du die kleine Oase Sperlongas. Schau bei der Ankunft gleich, wann der Zug zurück fährt. So verschwendest du keine Zeit, die Fahrt dauert nämlich. Und iss unbedingt ein leckeres Gelato am Marktplatz. Am besten auf dem Hin- und Rückweg – sicher ist sicher.

 

Don't: Den Sommer in Rom drinnen verbringen

Statt geschlossener, heißer Räume solltest du in den Sommermonaten lieber die nächtliche Kulisse Roms und seine Atmosphäre genießen. Zum Beispiel im Freiluftkino, der „Isola del Cinema“ (vier bis sechs Euro)  oder der „Casa del Cinema“ (freier Eintritt). Außerdem erlebst du bei Dunkelheit die schönsten Sightseeing-Touren. Das Pantheon oder der Trevi-Brunnen sind nachts wunderschön angestrahlt und es steht keine Menschenmenge davor.

 

Do: Eine Stracciatella richtig bestellen

Wenn du eine „Stracciatella“ bestellst, sprichst du es so erst mal so aus: S-tratscha-tella. Und dann erwarte nicht, dass automatisch ein Eis kommt. Eine Stracciatella ist eigentlich eine klassische Suppe, ein Eintopf aus Fleischbrühe, in den ein Ei geschlagen und dann unter Rühren weitergekocht wird. Dadurch bilden sich die Fetzen, an die auch die Schokosplitter im Eis erinnern.

Buonasera!

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Rom: Reisezeit und Anreise

Die Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind für Rom die beste Reisezeit. Der Sommer ist sehr heiß und aufgrund der Ferien überlaufen. Und wer während der Wintermonate kommt, muss mit sehr niedrigen Temperaturen rechnen.

Vom Flughafen in die Stadt: Beim Transfer vom oder zum Flughafen clever sein und als Alternative zum Zug ein Shuttle-Taxi nehmen. Sightseeing-Tour inklusive! Aber unbedingt drauf achten, dass das Taxameter läuft. Sonst wird es durch beliebige Preise schnell teuer.

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Die Autorin
Alexa v. Busse hat erst als Flugbegleiterin, dann als Journalistin die Welt bereist. Liebt jedes Land – besonders die, in denen französisch gesprochen wird und Wein auch aus Tüten ... mehr
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