Peking: 3 Ausflugsziele | reisereporter.de

Unterwegs in Peking: Ausflug in die Natur

Drei unkonventionelle Ziele für deinen Urlaub in der chinesischen Hauptstadt.

Ein alter tibetischer Tempel im Xiang Shan Park in Peking.
Ein alter tibetischer Tempel im Xiangshan-Park in Peking.

Foto: imago/Xinhua

1. Duftende Hügel im Xiangshan-Park

Der Xiangshan-Park (auch: „Fragrant Hills Park“) im äußersten Nordwesten gehört zu den weniger besuchten Parks der Hauptstadt. Er zieht sich über die Flanke eines fast 600 Meter aufragenden Bergrückens hin, dem „duftenden Hügel“ (Xiangshan). Du kannst dort tagelang spazierengehen und jedes Mal neue Kleinode entdecken: die Pfauenvoliere, den Glockenturm mit den lasierten Ziegeln, die siegellackroten Tore, die Muster der Kieswege, den alten tibetischen Tempel.

Neben fantastisch geformten Brücken zählen magische Steine zu den wichtigsten Requisiten des alten Parks. Bizarre Gebilde wie vom Bleigießen, freilich tonnenschwer, rundlich und porös wie Schwämme. Sie werden eher als Skulpturen denn als Felsen angesehen und tragen Titel wie „Wolkengekrönter Gipfel“ oder „Hergeflogener Stein“. 

Die meisten Pflanzen wirken dagegen vertraut. Kein Wunder, stammt doch manche Zier europäischer Gärten aus China: Chrysanthemen und Hibiskus, Azaleen, Pfirsichbäume, Anemonen. Und natürlich die Trauerweide, der „Geisterbaum“.

Ansonsten dominieren mächtige Pinien, die wie auf alten Rollbildern ihre knorrigen Äste in die Weite strecken, den Park. Tatsächlich erscheinen Chinas Gärten immer wieder als Fortsetzung der Landschaftsmalerei. Die Welt als Garten, der Garten als Welt. 

Beijing (北京市), China (中国)

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2. Tempel mit Blick auf die Chinesische Mauer

Nach einer guten Stunde Fahrt Richtung Nordosten lässt du die Vorstädte Pekings langsam hinter dir. Sie muten nicht eben romantisch an, sodass du hier draußen zunächst keine großen Sensationen erwarten würdest. Abgesehen von der Chinesischen Mauer, die noch etwas weiter nördlich verläuft, und deren obligatorische Besichtigung sich gut mit einem Besuch im Hong Luo Si verbinden lässt.

Dieser „Tempel der Roten Wasserschnecke“ ist um einiges älter als Peking, seine Annalen beginnen in der Tang-Dynastie. Von Bambus und Kiefernwald umstanden, bildet er eine zauberhafte Oase. Wenn du den Hügel bis zum Kamm erklimmst, kannst in der Ferne die Große Mauer sehen.

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3. Archäologie auf den Hügeln von Zhoukoudian

Etwa 50 Kilometer südwestlich der Stadt gelegen bilden die Hügel von Zhoukoudian ein unkonventionelles Ausflugsziel. In ihren Höhlen wurden in den 20er-Jahren die Überreste des sogenannten Peking-Menschen entdeckt, des Homo erectus pekinensis. Anders als die Stadt selbst durfte er die alte, geläufigere Transkription bis heute behalten.

Niemand würde vom Beijing-Menschen sprechen, diese Bezeichnung bleibt den Zeitgenossen vorbehalten. Seit jeher als „Drachenknochenhügel“ bekannt, erwies sich Zhoukoudian als eine der ergiebigsten Fundstätten der Urgeschichte.

Diese Frühmenschen hausten hier vor etwa 500.000 Jahren. Sie jagten, aßen aber auch Aas und benutzten bereits Feuer. Das neue Museum bringt uns diese wundersamen Artgenossen ein Stück näher. 

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