Stockholm: Shopping mit Stil

Die Hauptstadt des guten Geschmacks wird Stockholm auch gerne genannt. Die Metropole ist ein Shopping-Paradies für alle, die nicht gerne von der Stange kaufen und zeitlosen Look genauso schätzen wie die neuesten Trends. 

Blick in die Einkaufsmeile Drottninggatan in Stockholm. Wir verraten dir, wo du in Stockholm sonst noch gut einkaufen kannst.
Blick in die Einkaufsmeile Drottninggatan in Stockholm. Wir verraten dir, wo du sonst noch gut einkaufen kannst.

Foto: imago/wolterfoto

Vom Luxus-Kaufhaus über angesagte Outlets, Retro-Boutiquen bis zum Second-Hand-Laden für Hipster gibt es in Stockholm eine beeindruckende Palette von Einkaufsmöglichkeiten für (fast) jeden Geldbeutel.

Östermalm

Östermalm ist ein relativ junger Stadtteil und wurde im späten 19. Jahrhundert nach Pariser Vorbild erbaut – mit prunkvollen Häusern, prächtigen Plätzen und Boulevards. Von Anfang an siedelten sich hier die gut situierten Stockholmer an – und das ist bis heute so geblieben. Luxuswohnungen, teure Geschäfte, Kunstgalerien und feine Restaurants bestimmen das Bild.

Hier kommen Glamour-Shopper auf ihre Kosten, aber auch diejenigen, die das Besondere suchen. Das Urban Outfitters in einem ehemaligen Kino beispielweise lockt Hipster zum Klamottenkauf und fasziniert mit seinen hohen Decken, pompösen Kronleuchtern und Umkleidekabinen, die wie ein Bühnenbild wirken. In Östermalm gibt es zahlreiche Flagshipstores (Vorzeigeläden) – wie beispielsweise der des Modelabels Rodebjer oder der Shop der exklusiven Schmuckdesignerin Efva Attling. Übrigens ist Östermalm auch das Diplomatenviertel der Stadt, hier liegen viele Botschaften.

Östermalms Saluhall

Seit 1888 wird hier geschlemmt, was die skandinavische Speisekarte hergibt. Auf 3.000 Quadratmetern werden in der Markthalle „Östermalms Saluhall“ kulinarische Köstlichkeiten der Extraklasse angeboten – es gibt ein überwältigendes Angebot an Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, exotischem Obst, edlen Pralinen und – typisch für Skandinavien – allen erdenklichen Produkten von Elch und Rentier.

An den Marktständen trifft man regelmäßig die bekannteren Stockholmer Küchenchefs beim Einkaufen. Und auch Königin Silvia kann den Köstlichkeiten der Saluhall nicht widerstehen, wurde hier schon mehrfach gesichtet. In gleich mehreren Restaurants kann man (gerade mittags) vorzüglich und vielfältig essen. Empfehlenswert sind die frischen Fischgerichte, aber auch die köstlichen Desserts in den Cafés.

Östermalms Saluhall | Östermalmstorg, 114 42 Stockholm

Nordiska Kompaniet

Das Kaufhaus Nordiska Kompaniet (NK) gilt als der traditionsreichste Einkaufstempel der Stadt. Auf vier Stockwerken wird hier eine stilvolle und äußerst exklusive Mischung aus internationaler und schwedischer Mode, Kosmetik, Designprodukten jeglicher Art und vielem mehr angeboten. Hier kann bis zum Umfallen geshoppt werden – fast alle großen Marken sind vertreten.

Wer angesichts der Auswahl den Überblick verliert, kann im Haus einen „Personal Shopper“ anheuern, auch das weitgehend mehrsprachige Personal hilft gerne weiter. Als besonders sehenswert gilt die Delikatessenabteilung. Traurige Berühmtheit erlangte das Einkaufsparadies allerdings 2003, als hier die schwedische Außenministerin Anna Lindh von einem Attentäter tödlich verletzt wurde. Die sozialdemokratische Politikerin hatte sich ohne Leibwächter in der Damenabteilung des Kaufhauses aufgehalten. 

NK | Hamngatan 18-20, 111 47 Stockholm

Sturegallerian

Viel luxuriöser kann man wohl nicht shoppen. Hier gibt es nicht nur 60 edle Boutiquen, Lokale, ein Hotel und eine Bar, an der man sich bei einem Glas Champagner entspannen kann. Unter dem Dach der Sturegallerian findet sich auch eine Wellness-Anlage der Extra-Klasse: Das Sturebadet. Hier lässt sich Stockholms Schickeria den Shoppingstress wegmassieren.

Das Klientel hier ist erwartbar betucht, es lassen sich aber auch schöne und bezahlbare Souvenirs und Mitbringsel finden. Die Buchhandlung Hedengrens Bokhandel mit 80.000 Büchern gilt als eine der besten der Stadt und führt Literatur in zahlreichen Sprachen. 1989 eröffnet wurde das Nobel-Shoppingcenter bereits ein Jahr später mit dem Titel „Shopping-Center des Jahres in Europa“ geadelt. 

Sturegallerian | Stureplan 4, 114 35 Stockholm

PUB

Mit einer englischen Kneipe hat das PUB nichts gemein. Es wurde 1882 von Paul U. Bergström gegründet, seine Initialen stehen für den Namen. Das älteste Warenhaus der Stadt hat Glamour: Hier arbeitete 1920 Greta Garbo in der Hutabteilung für 100 Kronen im Monat. Die Werbeabteilung des Hauses befand das Mädchen für „süß“ und ließ sie in dem eigenen Versandhauskatalog Hüte vorführen.

Heute ist das PUB weniger ein klassisches Kaufhaus, es ist eher eine Ansammlung von vielen unterschiedlichen kleinen Läden. Bekannt ist es für seine Medien-Abteilung mit ihrem hervorragenden DVD-Angebot. Und natürlich ist auch die Mode hier noch zu Hause: Schwedische Designer bieten den eher jüngeren, hippen Kunden ihre Kollektionen an. 

PUB | Gamla Brogatan 20, 111 20 Stockholm

Gamla Stan

Die Gamla Stan, die Altstadt Stockholms, ist der Ursprung der skandinavischen Metropole: Hier entstand die Stadt im 13. Jahrhundert. Heute lockt die Altstadt mit ihren kleinen engen Gassen und den bezaubernden Häusern zahlreiche Besucher an – und dennoch hat man nicht den Eindruck, dass zu viel Trubel herrscht. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Kungliga Slottet (Köngliches Schloss) und der Storkyrkan (Stockholmer Domkirche) gibt es auch eine Reihe kleiner, interessanter Geschäfte. Vor allem in der Västerlånggatan, die von zahlreichen Läden und Souvenirshops gesäumt wird, und der Österlånggatan, die lange Zeit die wichtigste Straße in der Stadt war und heute vor allem als Flaniermeile gilt. 

Södermalm

Södermalm im südlichen Stockholm war früher ein Arbeiterviertel und zieht heute vor allem Schriftsteller, Künstler und Kreative jeder Art an. Es hat sich ein buntes, alternativ-schickes Viertel entwickelt, in dem vor allem Retroshopper auf ihre Kosten kommen. Die Gegend ist eine impulsive Mischung aus Secondhand-Läden, Boutiquen unabhängiger Labels, basarähnlichen Trödelläden, aber auch heimischer Mainstream-Designern.

Zwischen Kitsch und Krempel findet man auch kleine Kostbarkeiten für den Alltag. Wer cooles Küchendesign aus Skandinavien shoppen will, ist im House of Rym, im Granit Store oder im Design Torget richtig. Für gemütliche Shoppingpausen gibt es jede Menge Cafés und Bars sowie eine Vielzahl an erschwinglichen Restaurants. Übrigens: Bekannt wurde Södermalm auch durch die Verfilmung von Stieg-Larssons-Millenium-Triologie, die hier teilweise gedreht wurde. 

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Die Autorin
Schon mit 15 Jahren flog Bruntje Thielke für zwei Monate nach Nicaragua, wo sie unter abenteuerlichen Verhältnissen bei einer 11-köpfigen Familie wohnte. Die Reisefreude und Abente ... mehr
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