Peking: Top-Tipps fürs Kulturprogramm

Die Top-Sehenswürdigkeiten Verbotene Stadt, Chinesische Mauer und Himmelsaltar hast du ohnehin auf dem Schirm. Hier sind 5 Tipps für das Kulturprogramm deiner Städtereise nach Peking, die du sicher noch nicht alle kennst.

Skulpturen im Kunstviertel 798
Im Kunstviertel „798“ gibt es eine rege Künstler-Community.

Foto: imago/Manfred Siebinger

1. Das Nationaltheater in Peking

Das Nationaltheater, oder wörtlich das Nationale Zentrum für Darstellende Künste, zählt zu den spektakulärsten Gebäuden der Stadt. Eine riesige, linsenförmige Sphäre beherbergt die Oper, einen Konzertsaal, ein weiteres Theater sowie Ausstellungsräume.

Bedeutende Orchester und Ensembles gastieren hier in rascher Folge. Ziemlich egal, was gerade gegeben wird – eine Vorstellung solltest du auf jeden Fall besuchen, um den imponierenden Bau wie auch das Pekinger Kulturpublikum zu erleben.

National Centre for the Performing Arts | Xi Chang'an Jie Nr. 2, Xicheng-Bezirk 

 

2. Kunst in der Red Gate Gallery

Auch so etwas gibt es in Peking: Eine repräsentative Sehenswürdigkeit wird von privater Hand als Kunstraum ausgestaltet und zeigt über 25 Jahre hinweg handverlesene chinesische und internationale Künstler.

Die Red Gate Gallery im 600 Jahre alten Dongbianmen, einem der prächtigen Stadttore, wäre selbst dann einen Besuch wert, wenn nichts ausgestellt würde. Allein das erstaunliche Innenleben des Tores und des Wachturms versetzen einen zurück in eine ferne Zeit. Die Ausstellungen werden ergänzt durch Vorträge, Aktionen und Stipendien. 

Red Gate Gallery | Dongbianmen, Dongcheng-Bezirk | Öffnungszeiten: täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr

It's been a lovely past few weeks working with SURGE Art and Red Gate Gallery.

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3. Chinesisches Nationalmuseum

Das Chinesische Nationalmuseum nimmt für sich in Anspruch, das größte Museum der Welt zu sein. Es versucht, sowohl die Kunstgeschichte wie auch die Geschichte Chinas überhaupt zu fassen. Der monumentale Bau am noch monumentaleren Tian‘anmen-Platz stammt aus den 50er-Jahren. Während außen weiterhin der Gestus kommunistischer Machtdemonstration vorherrscht, wurden die Innenräume 2011 komplett modernisiert.

Den Kern bildet die kunsthistorische Sammlung mit Bronzen, Schnitzwerk, Porzellan, Tonfiguren, Klangsteinen. Sie kündet von der staunenswerten Vielfalt und Originalität der chinesischen Zivilisationen. Eine Parade zahlloser Völkerschaften und Dynastien, ein Reise durch Raum und Zeit. Hinzu kommen große internationale Wechselausstellungen.

Chinesisches Nationalmuseum | Dong Chang'an Jie Nr. 16, Dongcheng-Bezirk | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9 Uhr bis 17 Uhr

 

4. Nationales Filmmuseum

Auch wenn es etwas im Off liegt, schon auf halber Strecke zum Flughafen – ein Besuch im Nationalen Filmmuseum lohnt auf jeden Fall. Als es vor zehn Jahren erbaut wurde, musste es natürlich auch gleich das größte Filmmuseum der Welt werden. Groß, größer, China!

Doch in der Tat stand der Film hier fast immer hoch im Kurs, von den Anfängen des Kinos und der ersten Blütezeit in den zwanziger Jahren über die Propagandastreifen der Mao-Ära bis hin zu den computeranimierten Traumwelten von heute. Diese Entwicklung zeichnet das Museum auf kurzweilige und instruktive Art nach. Rundum haben sich Film- und Medienfirmen angesiedelt. 

Nationales Filmmuseum | Nanying Lu Nr. 9, Chaoyang-Bezirk | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9 Uhr bis 16 Uhr

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5. Yishu 8 in Pekings Kunstbezirk „798“

Das ehemalige Fabrikgelände „798“ ist zwar Pekings bekanntester Kunstbezirk, aber längst nicht der einzige. Mehrere kleinere Kunstfabriken und Kulturhöfe komplettieren das Spektrum. Dabei gehen Galerien, Ateliers und Kneipen eine beschwingte Symbiose ein.

So auch im Yishu 8 (sprich: Yishu Ba), einem aparten Zentrum für Ausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen. Das französisch-chinesische Gemeinschaftsunternehmen bringt auch selbst Publikationen heraus und vergibt Stipendien an Künstler. Sein neues Domizil liegt nordöstlich des Kaiserpalastes, gleich hinter dem Chinesischen Kunstmuseum. 

Yishu 8 | Dong Huangchenggen Bei Jie Nr. 20, Dongcheng-Bezirk 

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Der Autor
Stefan Schomann ist seit dreißig Jahren in der Weltgeschichte unterwegs, als Autor und Reporter für Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten. Er hat mehrere Reise- und Sachbü ... mehr
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