Schnelldurchlauf: Rom in 2 Stunden

Es gibt tausend Dinge, die du in Rom sehen musst. Vielleicht wird die Stadt auch deswegen die Ewige genannt, weil ein Leben nicht ausreicht, um jeden Winkel zu erkunden. Trotzdem: Hier kommen die Top-Tipps für Rom in 2 Stunden.

Eine Touristin fotografiert von der „Ponte-Sant'Angelo“ Richtung Vatikan in Rom.
Eine Touristin fotografiert von der „Ponte-Sant'Angelo“ Richtung Vatikan in Rom.

Foto: stocksnap-io/Dave Meier

Rom in zwei Stunden – ein kontroverses Unterfangen. Denn wie kannst du einer Stadt in so kurzer Zeit gerecht werden, die sich ihres Zeichens doch der Ewigkeit verschrieben hat?

Schon vor mehr als 2.000 Jahren hat der römische Dichter Vergil seiner Heimatstadt das ewige Leben prophezeit, sah Rom als eine Stadt ohne räumliche und zeitliche Grenzen.

Petersdom in Rom: Früh aufstehen lohnt sich

Trotzdem ist es möglich, den Hauch der Unendlichkeit in nur zwei Stunden zu spüren. Und zwar mit einem Besuch im Petersdom, dessen Imposanz selbst Nicht-Christen und Kunstbanausen einen ehrfürchtigen Schauer über den Rücken jagt. 60.000 Menschen finden im Inneren der Kathedrale Platz. 

Kleines Manko: Die ersten 45 Minuten gehen alleine fürs Anstehen vor den Pforten der zwischen 1506 und 1636 erbauten Kirche der Superlative drauf.

Kleiner Tipp: Früh aufstehen lohnt sich. Wer schon vor acht Uhr da ist, spart sich nicht nur das lange Warten, sondern hat von der Kuppel aus auch den ungetrübtesten Blick auf die Stadt. Denn die ist vor allem im Sommer und zu später Stunde an manchen Tagen so voller Smog, dass du nur wenige hundert Meter weit siehst.  

 

Unter dem Petersdom soll der Apostel Petrus begraben liegen, was aber bis heute nicht zweifelsfrei belegt werden konnte. Dennoch ist im Inneren der Kuppel in zwei Meter hohen Buchstaben verewigt: „Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam, et tibi dabo claves regni caelorum.“

Übersetzt heißt das: „Du bist Petrus (griech. Fels) und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und Dir gebe ich die Schlüssel zum Himmelreich.“ 

Erklimm die Kuppel von Michelangelo

Bis heute ist die von Michelangelo entworfene Kuppel das größte freitragende Bauwerk aus Ziegeln auf der ganzen Welt. Auch wenn du schon beim Betreten des Petersdoms das Gefühl hast, dich hier unendlich viele Stunden aufhalten zu wollen: Es hilft alles nichts. Die Uhr tickt, ab nach oben! 

537 zum Teil abschüssige Stufen, es knarzt unter den Füßen, ziept ein paar Stufen weiter in den Beinen und ist selbst für die Sportlichen unter uns mühsam. Endlich, nach gut zwanzig Minuten Treppenstufen trippeln, erreichst du die Aussichtsplattform der Kuppel.

Ganz plötzlich packt dich das Gefühl, die Welt und das Leben zu verstehen: Denn mit Blick auf die Dächer Roms, auf die grenzenlosen Schätze, die diese Stadt bereithält, wird klar, warum sie die Ewige ist: Weil genau hier und in diesem Moment Zeit keine Rolle mehr spielt.  

551 Stufen über Rom und dem Vatikan #Petersdom #Petersplatz #lastday #schönwars

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Anderes Zeitbudget für Rom?

Hier sind Tipps für Rom in 20 Stunden und Rom in 200 Stunden.

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Die Autorin
Journalistin aus dem Herzen Oberschwabens, der erst die Fremde lehrte, was sie an der Heimat hat. Nach Jahren in Berlin, Düsseldorf und Stuttgart ist es jetzt der Liebe wegen Nürnb ... mehr
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