Europa: 15 inspirierende Reiseziele | reisereporter.de

Die inspirierendsten Reiseziele in Europa

Verrat uns deine inspirierendsten Reiseideen für 2017, haben wir unsere Autorin Isabell Prophet gefragt. Hier kommen ihre Vorschläge für Reiseziele, bei denen die Anreise nicht ganz so lang ist.

Die Plitvicer Seen in Kroatien
Die Plitvicer Seen in Kroatien sind definitiv eins der inspiriendsten Reiseziele in Europa für 2017.

Foto: pixabay.com/equinoxe

Das Urlaubsjahr 2017 bietet sich allein wegen der vielen Brückentage für Kurztrips ins europäische Umland an. Nur wenige Auto- oder Flugstunden entfernt, warten diese 15 Reiseziele auf dich. Vom rauen Finnland bis zum sonnigen Griechenland ist auf dieser Liste alles dabei. Praktisch: Jeder Vorschlag ist mit Tipps zur Aufenthaltsdauer und möglichen Ausflugszielen versehen.

1. Isle of Harris, Schottland

Warum? Weiße Sandstrände, Gin, azurblaues Wasser, zartes Gras weht im Wind auf Dünen, Gin, Gin und habe ich den Gin schon erwähnt? Auf der Insel leben nur etwa 2.000 Menschen, das macht fünf pro Quadratkilometer. Weites Land, Einsamkeit, Ruhe. Achja, und der Gin. 

Wann hin? Auf den „Western Isles“, auch „Äußere Hebriden“ genannt, ist es im Mai am schönsten, am wärmsten im Juli.

Wie lange bleiben? Hängt vom Programm ab. Ein paar Tage ausspannen, zwei Monate am Schottland-Roman schreiben oder einfach zwei Wochen rumfahren.

Was machen? Unbedingt die neue Gin Distellery of Harris besuchen, rät mir eine schottische Freundin. Den zauberhaften Strand gibt’s übrigens in Luskentyre. Und wie wäre es mit einer kleinen Rundreise? Harris, Lewis, die „Fairy Pools“ auf der Isle of Skye … Die Region besteht nur aus Ecken und Enden – und bezaubert an allen.  

 

2. Berlin – Rooftop Bar

Warum? Weil du die Stadt mit Sicherheit noch nicht durchgespielt hast. Es gibt immer noch etwas Neues. Also lass die bekannten Sehenswürdigkeiten mal links liegen und mach was Anderes. 

Wann hin? Im Sommer, spontan bei gutem Wetter.

Wie lange bleiben? Über’s Wochenende oder 2-3 Tage unter der Woche.

Was machen? Begeistert euch! Berlin ist so übertrieben cool geworden, dass die Faszination für diese schöne Stadt von außen reinsickern muss. Rooftop-Bars wie dem Klunkerkranich vermehren sich gerade über der Stadt, außerdem führt der Mauerweg nicht nur mitten durch die Stadt, sondern auch durch die Wildnis drumherum.  

Beautiful evening with ???? @gunda_w #neukölln #klunkerkranich #berlin

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3. San Sebastián

Warum? Weil die schöne spanische Küstenstadt viel für eine kurze Alltagspause bietet. Strand, spanisch-französisches Essen – und außerdem war San Sebastián gerade erst Kulturhauptstadt. 

Wann hin? Zwischen Mai und Oktober. 

Wie lange bleiben? Ein verlängertes Wochenende. 

Was machen? Viel und gut essen, auch mal ein Pincho, das sind (aufwendigere) Tapas. Auf den Urgull steigen, an der Playa de La Concha liegen oder ein Stand-Up-Paddling-Brett leihen. Lokalkultur (und Geschichte!) gibt’s im Museum San Telmo.  

El corazon #tapas #espagne #sansebastian #mtl #bordeaux #pintxos #kipik

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4. Polen

Warum? Weil das unentdeckte Land in unserer direkten Nachbarschaft ganz zauberhaft schön ist, herrlich einsam – und ziemlich günstig. 

Wann hin? Nach Geschmack – Polen hat die gleichen Jahreszeiten wie wir. Vielleicht im Spätsommer, wenn die ersten Blätter bunt werden. 

Wie lange bleiben? Fünf Tage Auszeit. 

Was machen? Wandern in den Masuren, Kanufahren, alte Burgen besuchen. Der Klassiker ist Krakau, sagt mir eine polnische Freundin, nehmt euch Zeit für die Altstadt. Und ein Geheimtipp? Toruń sagt sie, dort unbedingt ins Planetarium schauen, schließlich wurde hier der Astronom Nikolaus Kopernikus geboren.

 

5. Bowness-on-Solway, England

Warum? Um Ruhe zu finden. Der Meeresarm Solway Firth zwischen Schottland dem englischen Cumbria und der Stadt Carlisle verspricht Stille, höchstens unterbrochen von Vogelgezwitscher und Kühen. Hier gibt’s immer frischen Fisch, wie frisch die Chips sind, bleibt zweifelhaft. 

Wann hin? Eigentlich egal. Das Klima ist zehn Monate im Jahr rau. Zwischen Ostern und Mitte Juni ist es meist am trockensten, aber auch zu anderen Jahreszeiten gibt es eine Chance auf sonnige, klare Tage. 

Wie lange bleiben? Drei bis vier Tage für eine kleine Auszeit.

Was machen? Wer sehr motiviert ist, der startet von hier auf den Hadrian’s Wall Path – 133 Kilometer bis nach Newcastle, über das raue englische Hochland, über Wiesen hindurch zwischen Schafen und Kühen.  Entspannter sind Spaziergänge über das weite Wiesenland. Achtung: Die Straße teilen wir uns mit Kühen. 

The sky ist getting ready for #Lughnasadh. #portcarlisle #hadrianswall

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6. Plitvicer Seen in Kroatien

Warum? Weil: Schau dir mal das Foto an. 

Wann hin? Im Winter, wenn alles zugefroren ist, oder an einem späten Frühlingstag. 

Wie lange bleiben? Einen Tag, vielleicht zwei.

Was machen? Wandern gehen, Fähre fahren – naja, und an die Regeln halten. Baden ist vor dieser Kulisse nämlich verboten, die Parkverwaltung will die Schönheit des Ortes vor unseren Körperflüssigkeiten schützen. Übrigens kanst du den Nationalpark auch entspannt von deinem Standhotel aus besuchen, die Adria-Küste ist nur etwa 60 Kilometer entfernt

 

7. Der Harzer-Hexen-Stieg (+ Marathon)

Warum? Weil’s eine sportliche Herausforderung ist und gleichzeitig ein tolles Naturerlebnis mitten in Deutschland.

Wann hin? Zwischen Mai und September. Drumrum wird’s zu früh dunkel. Die Harzer Berge können früh zum Finsterwald werden. Und sobald Schnee fällt, sind Teile des Stiegs unpassierbar. 

Wie lange bleiben? Das hängt von deiner persönlichen Fitness ab. Der Weg ist in viereinhalb Tagen zu schaffen, mehr Spaß macht’s, wenn du dir sechs oder sieben Zeit lässt. 

Was machen? Wandern von früh bis spät! In Altenau wärmt die Kristalltherme verspannte Muskeln wieder auf. Deshalb ergibt's auch durchaus Sinn, den Weg „rückwärts“ zu gehen, also von Thale nach Osterode. Der Weg führt über den Brocken, vorbei an Lehrpfaden und leckeren Hotels. Pluspunkt: Wanderhotels liegen direkt am Wegesrand. 

 

8. Korfu

Warum? Weil in Griechenland gerade alle nach Santorini oder Kreta rennen, Korfu aber auch eine tolle Geschichte und herausfordernde Landschaften hat. 

Wann hin? Mai, Juni oder September. Drumrum ist’s zu nass oder zu heiß. Mai ist super, weil Frühling. 

Wie lange bleiben? Zehn Tage.

Was machen? Viele Ausflüge in die Hafenstädte, aber auch mal auf einen der Berge im Landesinneren steigen. Hier verstecken sich kleine Dörfer, die nie ein Tourist zuvor gesehen hat.

Bucket List: Achileion, das Schloss, in dem die österreichische Kaiserin Sisi sich damals erholte. Geheime Gärten auf halber Inselhöhe. Schnorcheln. Schildkröten finden. Zum Paleokastritsa-Strand fahren, eine Bootstour machen. Tipp: Nehmt kein Hotel direkt am Strand, nehmt eins auf einem Berg. Bessere Aussicht, mehr Ruhe. Außerdem gibt’s Shuttle-Busse zum Strand. 

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9. Gran Canaria

Warum? Wärme fast das ganze Jahr über, Flüge jeden Tag, Dünen, klares Wasser, Korallenriffe, Fisch zum Abendessen, Sonnenbaden den ganzen Tag oder darf’s eine Wandertour im Inland sein? Die kanarischen Inseln haben ihr Oma-Urlaubs-Image zu Unrecht und verdienen eine neue Chance. Außerdem gibt’s mehr Flüge dahin als Busse in niedersächsische Dörfer. 

Wann hin? Eigentlich immer, zumindest in den Süden der Insel. Uneigentlich ist von November bis Januar manchmal kein Badewetter. Aber wirklich nur manchmal.

Wie lange bleiben? Fünf Tage Schnorcheln und Sonnenbaden oder zehn Tage wandern? Such es dir aus. So schnell wird es auf GC nicht langweilig. 

Was machen? Einen Tauchschein, Schnorcheln, Surfen lernen, Sonnenbaden, Wandern, der Kultur mal eine Chance geben, eine Woche lang lesen, essen, schlafen.

 

10. Zell am See

Warum? Weil das Kleinod im Salzburger Land nicht ganz so überlaufen ist wie seine bekannteren Nachbarn in Österreich. Und weil du mit Flugzeug und Zug problemlos hinkommst. 

Wann hin? Egal. Skifahren, an Frühlingsblumen schnuppern, wandern in der Sommersonne, bunte Blätter im Herbst oder eben doch Skifahren. Zell am See geht immer. 

Wie lange bleiben? Eine Woche. 

Was machen? Aktiv sein! Zell am See ist ein Ort für viel Bewegung. Rauf zu den Krimmler Wasserfällen, am Zeller See entlang laufen, die Altstadt erkunden, auf die umliegenden Berge steigen, runter geht’s mit der Seilbahn. Oder rauf mit der Seilbahn, runter auf Skiern oder Mountainbike. Übrigens: In einigen Hotels kannst du auch im Winter draußen schwimmen gehen. 

 

11. Finnland

Warum? Weil die Natur so herrlich unberührt ist. 

Wann hin? Im Sommer geht die Sonne niemals unter, die perfekte Lichttherapie. Dafür ziehen uns bei Schnee die Schlittenhunde durch das tiefgefrorene Land und vielleicht leuchten dir die Nordlichter den Weg. 

Wie lange bleiben? Eine Woche.

Was machen? Ein Auto mieten und rumfahren, den „Syöte National Park“ erkunden und beim Zipplining in die Tiefe springen. Besorg dir einen Angelschein und ein Boot und dann geh fischen!

 

12. Vilnius

Warum? Litauens Hauptstadt wird unterschätzt. Hier tummelt sich eine junge, aufstrebende Szene, voller Startups und junger, motivierter Menschen. Alte und moderne Kultur liegen hier nah beieinander. Viele Gebäude wurden zwar restauriert – aber ohne die vielerorts übliche Zerstörung. Hotels sind gut und günstig.

Wann hin? Auf jeden Fall im Sommer!

Wie lange bleiben? Übers Wochenende, gern ein extra-langes.

Was machen? Die Altstadt Vilniaus Senamiestis ist Weltkulturerbe und der absolute Lieblingsort einer litauischen Freundin. Sein Wahrzeichen ist der Gediminas-Turm, der zur alten Burg gehört. Neuer – weil im Krieg zerstört und erst vor einigen Jahren rekonstruiert – ist das Großkönigliche Schloss, Valdovų rūmai. 

 

13. Ruhrtal-Radweg

Warum? Weil das Ruhrgebiet nach einem malerischen Fluss benannt wurde, der von Winterberg bis Duisburg führt. Außerdem geht’s fast die ganze Zeit bergab.

Wann hin? Später Frühling oder früher Herbst.

Wie lange bleiben? 240 Kilometer sind in drei bis vier Tagen zu schaffen, wer sich fünf Tage Zeit lässt, der hat mehr Spaß.

Was machen? Quäl dich zur Quelle hoch, das lohnt sich, auch wenn’s ein steiler Aufstieg ist. Und fahr ab und zu mal mit der Fähre, es gibt keinen besseren Ort für eine Brotzeit. In Bochum lohnen sich ein, zwei Stunden Rast für den Botanischen Garten. Überhaupt: Bei aller Sportlichkeit, halte auch mal an. Klöster, Fachwerkstädtchen, die Zeche Zollverein, alte Brauhäuser, …

#ruhrtalradweg #canyon #mtb #mountainbike #hengsteysee

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14. Armenien

Warum? In Armenien liegt das Nichts. Genauer gesagt: das Kloster am Rande des Nichts. Und auch sonst ist das Land vielen unbekannt. Aber traumhaft schön mit seinen Landschaften und Städtchen. 

Wann hin? Im Juni. Kaum Regen, dafür Sommerwärme. 

Wie lange bleiben? Sieben Tage. 

Was machen? Jerewan erkunden und am Heiligen Berg Ararat wandern gehen, zum Sewansee fahren. Nimm dir Zeit für die Tempel und Klöster! Viele öffnen ihre Tore für Besucher, in einigen kannst du auch übernachten. 

 

15. Arbatax, Sardinien

Warum? Arbatax und die Nachbarstadt Tortoli sind ruhig, lange Strände wechseln sich mit zerklüfteten Felsen ab. Die Insel ist beliebt bei Motorrad- und Fahrradfahrern, von deutschen Strandtouristen ist aber gerade der Süden noch ziemlich unentdeckt.

Wann hin? Im Mai und im September ist es etwas günstiger, dafür regnet es gelegentlich. Kurz. Zwischendurch ist es heiß, von Herbst bis zum Ende des Winters schläft die Insel. 

Wie lange bleiben? Zehn bis 14 Tage.

Was machen? Klettern oder bouldern in den roten Felsen, fantastisch essen, Motorrad oder Fahrrad fahren, einkaufen, schwimmen und eine Bootstour zu den (manchmal) einsamen Stränden Sardiniens.

Weil die Insel bergig ist, gibt es zahlreiche Strände, die nur mit dem Boot angefahren werden können. Gute Anbieter grillen an Board frischen Fisch und schenken den Rotwein Cannonau di Sardegna aus. Outdoor-Sandalen mitnehmen, die Kiesstrände sind Folter für sensible Füße.

Wer mit dem Auto anreist (Fähre via Genua oder Livorno), der sollte auf dem Rückweg noch den Supermarkt leerkaufen. 

 

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Die Autorin
Höre niemals auf zu lernen; diese Grundidee des Lebens treibt Isabell Prophet um (die Welt). Jahrgang 1986, sie lebt als Autorin kurz vor dem Ende von Berlin. ... mehr
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