Die inspirierendsten Reiseziele der Welt

Verrat uns deine inspirierendsten Reiseziele für 2017, haben wir unsere Autorin Isabell Prophet gesagt. Sie hat die Frage an Freunde aus aller Welt weitergereicht. Hier kommen ihre Reisegeheimnisse:

Surfer gehen im Morgenlicht am Strand von Bali Richtung Meer.
Surfer gehen im Morgenlicht am Strand von Bali Richtung Meer. Die Insel ist eins der inspirierendsten Reiseziele der Welt für 2017.

Foto: imago/Westend61

Die Planung für das Reisejahr 2017 steht an und dir fehlen noch ein paar inspirierende Vorschläge? Bei dieser Auswahl wirst du bestimmt fündig. Damit du gleich weißt, wo du Strandurlaub erwarten und wo du eher der Abenteuerlust nachkommen kannst, sind die wichtigsten Infos schon vermerkt. 

1. Rundreise in Marokko

Warum? Weil’s Marokko ist. Marrakesch. Das Atlas-Gebirge. Fès. Marokko ist viel zu gut für einen Strandurlaub.

Wann hin? Im Frühling oder im Herbst. Wer in den Bergen draußen schlafen will, der sollte zum Sommeranfang fahren: Ende Mai, Anfang Juni. 

Wie lange bleiben? Zehn bis zwölf Tage, vielleicht noch ein paar Tage baden in Agadir dranhängen. 

Was machen? Alles! Tajines essen mit Couscous und Huhn, Fisch oder Gemüse. Im Berber-Zelt schlafen. Yoga mit Blick über die Dächer im Sonnenuntergang. In einem Riad schlafen. In Taghazout surfen lernen. In einer Medina durch die Souks treiben.  

 

2. Bali – einfach dableiben, Inselhüpfen

Warum? Weil’s geht! Bali ist nicht teuer, für weniger als 300 Euro lebst du hier einen Monat lang ein fantastisches Leben. Spar dir das Yoga-Retreat, ein gemütliches Homestay mit Bastmatte tut’s auch. 

Wann hin? Dem Winter entfliehen kannst du auf Bali eher nicht so gut – es ist zwar heiß, aber es regnet auch mehr, meist aber nur kurz und heftig. Die trockensten Monate sind Juli bis September. 

Wie lange bleiben? Warum nicht einfach mal einen Monat? Es gibt genug zu erleben, genug zu erkunden – und teuer ist es auch nicht. Aber auch fünf Tage Entdeckungstour im Anschluss an eine Indonesien-Rundreise lohnen sich. 

Was machen? Alles ausprobieren! Kochkurse, Schnorcheln, Rollerfahren, Surfen, schließt euch Segeltouren zu den Gili-Islands oder nach Lombok an. Wer lange da ist, kann ein paar Tage nach Java oder Sumatra rüberfliegen.  

 

3. Hoi An (Vietnam)

Warum? Weil’s zauberhaft ist. Hoi An ist der perfekte Bade-Zwischenstopp während einer Vietnam-Rundreise. Es liegt südlich des Wolkenpasses, der als Wetterscheide die winterliche Kälte stoppt.

Wann hin? Ende Februar, um den letzten Zügen des deutschen Winters zu entfliehen – und auch im Rest Vietnams gutes Klima zu haben. Ab Mai wird’s heiß.

Wie lange bleiben? Drei bis sieben Tage. Drei für die Sehenswürdigkeiten und vier weitere, wenn es ein paar Tage unterm Sonnenschirm sein sollen.

Was machen? Nach My Son fahren! Die alte Tempelstadt ist zwar zerstört, aber zwischen den Ruinen kommt Grabjäger-Gefühl auf. In der alten Hafenstadt lassen sich Laternen-Macher bei der Arbeit zuschauen und Köche geben Kurse für Touristen. 

Burn bright ???? #hoian #lantern #travel #travelphotography #fujifilm #travelgram #backpacking #vietnam

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4. Palenque in Mexiko

Warum? Die alte Maya-Stadt ist riesig und verdammt gut erhalten. Mitten im südmexikanischen Dschungel erzählen die Touristenführer Geschichten von Familiendynastien, Geltungssucht und der Konkurrenz verlorener Zivilisationen. 

Wann hin? Im Winter. Selbst im Januar hat’s hier gern mal 30 Grad. 

Wie lange bleiben? Zwei Nächte. Das moderne Palenque ist wenig interessant, für die Ruinen lässt man sich jedoch gern Zeit.

Was machen? Die Ruinen mit einem ortskundigen besuchen und in den Wasserfällen von Welib-Ha schwimmen gehen. Vorsicht: Strömung!

 

5. Tasmanien

Warum? Selbst im Sommer liegt auf den höchsten Bergen Schnee, es regnet fast jeden zweiten Tag und die australische Insel ist zwischen 25 und 40 Flugstunden entfernt.

Was genau will man da? Die Wildnis erleben! Tasmanien ist seit etwa 50 Millionen Jahren von Australien getrennt, hier ist eine einmalige Flora und Fauna entstanden. 

Wann hin? Im deutschen Winter ist da unten Sommer. Und im Osten der Insel ist es dann auch wirklich sonnig, bei lauen 20 Grad. 

Wie lange bleiben? Eine Woche – und dann weiter nach Australien oder Neuseeland, sonst lohnt sich der irre Flug nicht. 

Was machen? Auf jeden Fall rumreisen, die Natur entdecken, Tasmanische Teufel anschauen, Wallabys streicheln und am Eukalyptus schnuppern. Sehnsuchtsort: der Freycinet National Park mit seiner wilden Natur.  

 

6. Guadeloupe

Warum? Weil die süße kleine Vulkaninsel historisch spannend und weitgehend unzerstört ist. 

Wann hin? Das Wetter ist eigentlich immer gleich. Den wenigsten Regen hat Guadeloupe von Februar bis April. 

Wie lange bleiben? Ein, zwei Wochen. 

Was machen? Kaffeeplantagen und Rum-Destillerien besuchen, natürlich auch den Nationalpark im Inneren der Insel. Und: Französisch lernen! Guadeloupe ist ein Übersee-Départment Frankreichs.

 

7. Rio de Janeiro

Warum? Lebensgefühl! Rio ist so vielfältig, dass wir uns hier eines aussuchen können.

Wann hin? Warm ist es das ganze Jahr über, zwischen Juni und August regnet es am wenigsten und die Nächte kühlen sich auf entspannte 19 Grad ab. 

Wie lange bleiben? Drei Tage Sightseeing beim Stopover oder sechs Wochen für das volle Lebensgefühl. 

Was machen? Zum Felsen Arpoador fahren und den Sonnenuntergang anschauen, mit Blick auf die Dois Irmaos, rät mir Jessica „Jessy from the Blog“ Wagener. Die Autorin hat in Rio ihr neuestes Buch „Wir bringen Opa nicht ins Heim“ geschrieben – einfach einen Monat lang in einem bezahlbaren Hostel mit Blick über die Stadt. Unbezahlbar ist auch die Aussicht vom Zuckerhut. 

 

8. Dahab im Sinai

Warum? Weil der einstige Hippie-Hotspot im langen Schlaf liegt. Hier treffen sich Freiberufler, junge Eltern, Menschen, die eine Auszeit suchen. Und von allen derzeit nicht besonders viele Leute. Das Dorf ist ruhig und entsprechend günstig. 

Wann hin? Im Frühling, dann ist es warm, aber nicht zu heiß. 

Wie lange bleiben? Eine Woche, drunter lohnt sich die Anreise nicht. Oder einen Monat und die Zeit zum Arbeiten, Lernen, Lesen nutzen. 

Was machen? Unbedingt schnorcheln! Am Golf von Akaba gibt es an dieser Stelle zwar nur ein paar unbedeutende Meter Sandstrand, dafür erstreckt sich ein langes Riff direkt vor dem Dorf. Nach einigen Metern fällt es steil ab, so ist auch für Taucher etwas dabei. In der Nähe liegt außerdem das „Blue Hole“, Tauchspot für Profis. Klettertouren werden auch angeboten. Wer Historie will, der sollte zum Katherinen-Kloster fahren. Vorsicht: Das ist mehr als zwei Stunden entfernt und im Winter liegt hier – mitten im Sinai – auch mal Schnee. 

Hach. #dahab

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9. Jerusalem

Warum? Weil die Zwei-Jahrtausend-Stadt wahnsinnig vielfältig ist. Es gibt fantastisches Essen, alte Stätten vieler Religionen, spannende Gespräche mit Juden, Moslems, Christen. 

Wann hin? Zu Ostern! An Palmsonntag ziehen lange Prozessionen den Ölberg hinunter, an Ostersonntag gibt es auf dem Gipfel einen Sonnenaufgangsgottesdienst, der in völliger Dunkelheit beginnt. 

Wie lange bleiben? Zehn Tage.

Was machen? Mindestens eine Nacht im Austrian Hospice verbringen und vom Dach aus über die Stadt schauen, den Ölberg besteigen, Friedhöfe besuchen, an der Klagemauer stehen. Und auch mal einen Ausflug machen: nach Bethlehem und ans Tote Meer, in die Oase En Gedi.  

Hotel view @ Jerusalem #jerusalem #israel #austrianhospice #skyline #sunset

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10. Kanada

Warum? Wegen der traumhaften Landschaft, die sich hinter Vancouver gen Osten erstreckt. 

Wann hin? Ganz klassisch im Sommer, die Jahreszeiten ähneln unseren.

Wie lange bleiben? Zwei Wochen. 

Was machen? Vancouver anschauen und dann hinaus in die Freiheit! Zum Kanu fahren, Rafting, wild Campen oder Übernachten in einer einsamen Hütte, Stand-Up-Paddling in Kelowna. Ein paar Flugstunden näher liegt übrigens der Algonquin National Park mit seinen Seen und Wäldern. 

#CoalHarbour #Vancouver

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11. Sihanoukville in Kambodscha

Warum? Die Küstenstadt am Strand Kambodschas war lange ein Hippie-Treffpunkt. Der Massentourismus wird bald ausbrechen, aber noch geht’s. 

Wann hin? Im Frühling.

Wie lange bleiben? Fünf Tage Badeurlaub, am besten vorher das alte Kambodscha entdecken

Was machen? Schwimmen, Leute kennenlernen, Gitarre spielen und singen, eine Bootstour machen. Wer Party will, der findet sie hier. Wer etwas Ruhe will, der findet sie auch. 

 

12. Tansania/Sansibar

Warum? Weil die Insel mehr ist als eine in die Jahre gekommene Edel-Marke. Palmen, weißer Sand, Urlaubskitsch.

Wann hin? Das ganze Jahr über. Im deutschen Frühling regnet’s aber öfter.

Wie lange bleiben? Fünf Tage.

Was machen? Traumhaft schönen Badeurlaub, vielleicht im Anschluss an eine Rundreise durch Tansania. Delphine besuchen und die vielen Gewürze der Insel kosten und bitte gebt den kleinen Garküchen eine Chance. Auf Sansibar gibt es auch eine Schildkröten-Aufzuchtstation

 

13. Taiwan

Warum? Weil die Metropole Taipeh und das zauberhafte Land in einem so herrlichen Gegensatz stehen.

Wann hin? Das ganze Jahr über. Im Sommer wird es heiß, im Winter eher lau. 

Wie lange bleiben? Zehn Tage oder ein Jahr.

Was machen? Da bleiben und sich ein Jahr als Freelancer in dieser modernen Stadt gönnen oder zehn Tage lang die Sehenswürdigkeiten, Tempel, Nachtmärkte und die Natur erkunden. 

 

14. Bolivien

Warum? Weil’s anders ist als alles, von dem wir je gehört haben. Hier finden sich Spuren einer Kultur, die vor den Inka das Land regierte, Vulkane prägen die Landschaft, in den Städten könnt ihr tanzen, beten, arbeiten, gut leben. 

Wann hin? Juni bis August sind die trockensten Monate, am schönsten ist es im Mai. 

Wie lange bleiben? 10 bis 14 Tage, dann weiter nach Peru, Machu Picchu von der Bucket-List streichen. 

Was machen? Herumreisen und möglichst viel sehen. An der Laguna Verde spazieren und die Flamingos an der Laguna Blanca beobachten, an der Plaza Murillo in La Paz bolivianischen Kaffee trinken und bei Sonnenaufgang an der Salar de Uyuni stehen, einer gigantischen Salzpfanne.

 

15. New York

Warum? Damit’s abgehakt ist. Irgendwie wollen wir NY doch einfach sehen.

Wann hin? Gutes Wetter gibt’s von Mai bis September – zu den Randzeiten ist es nicht so arg überlaufen. Oder doch einfach mal bei Schnee im Winter?

Wie lange bleiben? Sieben Tage oder ein halbes Jahr lang.

Was machen? Sehenswürdigkeiten abhaken, Herzklopfen auf Ellis Island bekommen. Unbedingt mal im Central Park Joggen gehen und danach mit einer Pizza von Roberta’s in Brunswick die Kalorien wieder aufladen. Und gib den Kunstmuseen eine Chance, sie zählen zu den besten der Welt. 

 

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Die Autorin
Höre niemals auf zu lernen; diese Grundidee des Lebens treibt Isabell Prophet um (die Welt). Jahrgang 1986, sie lebt als Autorin kurz vor dem Ende von Berlin. ... mehr
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