Istanbul: bunt & traditionsreich | reisereporter.de

Schlemmen und feilschen in Istanbul

Die Hauptstadt der Türkei spiegelt den Spagat zwischen Tradition und Moderne bildhaft wider: Sie ist die Verbindung zwischen Asien und Europa, durch den Bosporus-Kanal getrennt und die gleichnamige Brücke verbunden.

Blick auf den Galataturm über dem Goldenen Horn im Istanbuler Stadtteil Eminönu am Bosporus.
Blick auf den Galataturm über dem Goldenen Horn im Istanbuler Stadtteil Eminönu am Bosporus.

Foto: imago/Lars Berg

Eine beeindruckende Vielfalt verschiedener Kulturen und Traditionen ist zu spüren. Eine wahre Freude für alle Kulturfans und Reisende, die in eine Welt mit langer Historie eintauchen wollen.

Die Türken sind sehr herzliche Menschen mit einem Schalk im Nacken. Wer sich an ihrer oftmals aufdringlich wirkenden Verkaufsweise stört, versteht vielleicht die Kultur nicht ganz, die auf eine lange Händlergeschichte zurückführt. Das Geschäftstreiben liegt diesem Volk einfach im Blut und die Leidenschaft, mit der sie ihre Produkte anbieten, ist deutlich zu spüren.

Auf den Basaren wird alles wie brandheiße Ware angeboten, es wird gefeilscht, bis einem die Ohren schlackern. Der beste Tipp, um dich dabei nicht aus der Ruhe bringen zu lassen: Sieh das ganze als ein unterhaltsames Schauspiel an und nimm es mit einer Prise Gelassenheit und Humor. Du kannst tatsächlich tolle Schnäppchen machen, wenn du erst einmal den reellen Preisrahmen herausgefunden und dich auf die Feilscherei eingelassen hast.

Istanbul: Sightseeing in Bildern

Für die Händler gibt's türkischen Tee

In den kleinen Gassen sausen immer wieder Männer mit Tabletts vorbei. Sie tragen den von den Türken geliebten Çay (Aussprache: Tschai) zu den Verkäufern in den umliegenden Geschäften. Der aromatische schwarze Tee ist besonders in den kalten Wintermonaten beliebt und wird in kleinen Gläschen (meist ohne Henkel!) und mit beiliegendem Würfelzuckern serviert.

Zur Mittagszeit erscheinen die Männer dann mit größeren Tabletts. Nun tragen sie aufeinander gestapelte Teller mit leckeren Mittagsgerichten (abgedeckt mit Klarsichtfolien) zu ihren Kunden in der Nachbarschaft – Lieferservice à la Türkei.

Den Touristen werden die köstlichen Gerichte mit viel Charme und guter Laune in den Restaurants serviert. Von den uns gut bekannten Kebabs über traditionelle Fleischbällchen (Köfte) bis hin zu gegrilltem Gemüse mit Lammfleisch, Suppen und Bohnengerichten – die türkische Küche ist so vielfältig und bunt wie Istanbuls Straßenviertel. 

Hier sind ein paar türkische Süßspeisen, die du bei einem Istanbul-Besuch unbedingt probieren musst:

•    Baklava: Eine süße Delikatesse aus Blätterteig, Pistazien und Sirup oder Honig. Die Einwohner genießen die kleinen Stücke nicht nur als Nachtisch, sondern auch mal so zwischendurch.

Baklava in verschiedenen Ausführungen: leckere, aber sehr süße, türkische Nachspeise.
Baklava in verschiedenen Ausführungen: leckere, aber sehr süße, türkische Nachspeise. Foto: Julia Jerg
 
Wer Nachwuchs bekommt, lädt die Familie und Freunde nach der Geburt ein und versorgt sie mit einer großen Portion Baklava. „Wenn es ein Junge ist, gibt es natürlich mehr und manchmal schlachten wir für diesen Anlass dann sogar auch eine Ziege“, erklärt uns der freundliche Baklava-Verkäufer.

•    Kadayif ist ähnlich und mindestens genau so lecker: Der Boden ist aus einer dünnen Zuckermasse, der eine Pistazienschicht trägt. Oben drauf kommt Zucker und grob gemahlener Teig. Zum Schluss wird ein kleines Häufchen gemahlene Pistazien zur Verzierung oben drauf gesetzt. Fertig ist der türkische Leckerbissen.

•    Künefe ist mein persönliches Highlight und für alle eine Gaumenfreude, die offen für Süßes in Kombination mit Herzhaftem sind. Dieser in geraspeltem Teig frittierte Käse wird in Sirup oder Honig gebadet und danach mit einer großen Portion Frischkäse serviert. Ein toller Snack, der auch als Abendessenersatz dienen kann. 

Leckereien in Istanbul

Beyoğlu oder Sultan Ahmet?

Vor der Ankunft in Istanbul stellt sich die große Frage, wo du dir am besten eine Unterkunft suchst. Die Attraktivität des historischen Viertels im Süden, Sultan Ahmet, liegt sicherlich darin, dass hier die Wahrzeichen der Stadt, wie die Hagia Sophia oder die Blaue Moschee liegen und somit leicht zu Fuß besucht werden können.

Das nördlich gelegene Beyoğlu mit kleinen Gassen verzaubert vor allem wegen seiner tollen Aussicht auf das gegenüberliegende Sultan Ahmet. Hier liegt außerdem eine der meist besuchten Einkaufsstraßen des Landes, die Istiklal Caddesi.

Beide Stadtviertel liegen auf dem europäischen Kontinent, werden allerdings durch die elf Kilometer lange Bucht, das „Goldene Horn“, getrennt. Bei einer Schiffsrundfahrt kannst du diesen Teil des Bosporus befahren und hast eine tolle Aussicht auf beide Stadtteile.

Tipp: Wenn du mehr als 3 Tage Zeit hast, solltest du deinen Besuch in Istanbul auf die beiden Viertel verteilen.

Wie sicher eine Reise nach Istanbul ist, erfährst du hier.

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