Im Winter mit dem Wohnmobil losziehen, das dir in manchen Sommermonaten schon einen entspannten Urlaub abseits der Touristenhochburgen und All-inclusive-Programmen beschert hat. Warum eigentlich nicht? 

Wintercamping ist ein Trend, der sich immer mehr durchsetzt. Ob in die Alpen zum Skiurlaub, nach Spanien, auf die Kanaren oder nach Nordschweden: Die Winterreiseziele in Europa für Campingfans sind weit gestreut. Aber egal ob Nord oder Süd – es gibt da ein paar Dinge, auf die du bei der Planung eines Wohnmobil-Winterurlaubs achten solltest.

Who would like to go camping now? By @willemlaros #feelaustria #freshsnow #mauterndorf

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Campingplatz: ganzjährig geöffnet?

Für die Reise in die Sonne musst du vor der Routenplanung und Auswahl des Campingplatzes unbedingt vor Ort anrufen oder online nachschauen, ob der Platz auch wirklich ganzjährig geöffnet hat.

Viele Campingplätze in den typischen Urlaubsregionen in Südspanien oder -frankreich sind im Oktober geschlossen. Vor April wird sich das auch nicht ändern. Vermutlich ist dann auch die Schlange vor der Dusche kürzer. 

Mit dem Wohnmobil bis an die Skipiste

Ein klassischer Wintersporturlaub ist teuer. Wenn du mit dem Wohnmobil anreist, sparst du dir die Hotelunterkunft. Außerdem ist Camping an der Piste ein echtes Outdoor-Erlebnis. Viele Campingplätze in Südtirol (Italien), in der Schweiz und in Österreich haben im Winter geöffnet. Sie bieten oft auch Unterstellmöglichkeiten für Skier und Snowboards an.

Oder doch an den Strand?

Gerade für Surfer ist der Winter übrigens die perfekte Reisezeit, um größere Wellen abzupassen. Grund dafür sind die winterlichen Stürme, die sich in der kalten Jahreszeit häufiger zusammenbrauen. Die Stürme auf hoher See lassen unter Wasser Wellen entstehen, die sich dann in Küstennähe aufbäumen.

Für den winterlichen Surfurlaub musst du auch nicht zwangsweise nach Spanien oder Portugal. Außer du bist Big Wave Surfer – dann weißt du ja, dass du ins portugiesische Nazaré musst, wo die weltweit höchsten Wellen an Land rollen. Nein, auch in Europas Norden blüht die Kaltwasser-Surfszene im Winter auf: Dänemark bleibt rund ums Jahr der Hotspot schlechthin. 

Für Schneehungrige: Camping in Schweden

Für schneehungrige Abenteurer, denen der Campingurlaub neben den alpinen Skipisten nicht genug ist: Fahr nach Schweden, Polarlichterschauen. Fast schon mit einer Polarlicht-Garantie kann der Nationalpark Abisko im Norden Schwedens punkten.

In den Wintermonaten wird es hier selten hell, aber dafür sind die Nächte umso spektakulärer. Die Tage könntest du wildcampend (ist in Schweden erlaubt) oder auf einem Campingplatz verbringen. Aktivitäten? Langlauf, Hundeschlittenfahrt oder Eisfischen. 

Ist das Wohnmobil winterfest?

Für die Fahrt in Gegenden, wo die Außentemperatur tief unter Null liegt, sollte dein Wohnmobil jedoch gut vorbereitet sein. Hast du genügend Gas für die Heizung und Warmwasser dabei? Ist dein Wohnmobil überhaupt auf Minusgrade ausgelegt? Winter-Wohnmobilisten sollten deshalb am besten mit einem Fahrzeug in kalte Temperaturen starten, die die Norm EN 1646 erfüllen. Frag bei Unsicherheiten bei dem Vermieter nach oder schau in die Unterlagen deines Fahrzeugs.

Ach ja, ganz wichtig: Sind deine Winterreifen noch fit? Und hast du – nicht nur für die extremen Schneehasen wichtig – Schneeketten, Schaufel und das Frostschutzmittel für die Scheibenwischanlage dabei? Und schließlich noch ein Tipp für die Stellplatzsuche: Achte darauf, dass unter deinem Wohnmobil möglichst wenig Schnee liegt, damit dein Gefährt, sollte der Schnee schmelzen, nicht in eine Schieflage gerät. 

Du weißt schon, wo es hingehen soll im Winterurlaub? Dann geht es weiter mit Tipps für die Packliste: Die wichtigsten Helfer gegen Kälte und Winter-Camping-Hacks von Reddit-Usern