Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz mit zwölf Toten und 48 Verletzten gegen eine Absage der Weihnachtsmärkte in Deutschland ausgesprochen. Die Sicherheitsvorkehrungen werden in den meisten Städten erhöht. Auf vielen Märkten fand am Dienstag eine Gedenkminute statt.

Wie reagieren die Großstädte?

Die Berliner Weihnachtsmärkte blieben am Dienstag geschlossen, am Mittwoch öffnen sie wieder. Der Markt am Breitscheidplatz soll am Donnerstag wieder öffnen. In Berlin und allen anderen Bundesländern gehen verstärkt bewaffnete Polizisten auf Streife. 

Die Lage im Osten Deutschlands

Der Striezelmarkt in Dresden wird durch Betonblöcke gesichert. „Neben einer verstärkten Präsenz von Beamten werden seit dem Vormittag (Dienstag, Anm. d. Redaktion) Durchfahrtssperren aufgebaut, die eine unberechtigte Einfahrt in den Marktbereich verhindern sollen“, teilte die Dresdner Polizei mit.

Wie wie Dresdner Neueste Nachrichten berichten, wurden auch am Augustusmarkt Betonelemente aufgestellt. Für die Mittelalter-Weihnacht und die „Dresdner Winterlichter“ gebe es ein Sicherheitskonzept. Diese sind aber auf Grund ihrer Lage nicht so ohne Weiteres anzufahren. 

Der Leipziger Weihnachtsmarkt bleibt geöffnet, die Sicherheitsmaßnahmen wurden jedoch erhöht. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, wurden Barrieren aufgebaut. Außerdem werden Goethestraße und Augustusplatz (in der Nähe des Marktes) dauerhaft für Autos und Straßenbahnen gesperrt. Der Magdeburger Weihnachtsmarkt verzichtete am Dienstag auf Musik, wie die Volksstimme berichtete. Zudem wurden auch in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts Betonklötze aufgebaut.

Die Lage im Norden Deutschlands

In Hamburg überprüfen die Behörden ihr Sicherheitskonzept, in Hannover wurden der HAZ zufolge die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Aber die Weihnachtsmärkte würden voraussichtlich zu den gewohnten Zeiten öffnen, hieß es von der Stadt. Der Weihnachtsmarkt in Bremen soll planmäßig stattfinden. Wolfsburg erhöht das Sicherheitskonzept auf dem Weihnachtsmarkt. Dort patroullieren ab sofort Polizisten in Doppelstreife, berichtet die Wolfsburger Allgemeine Zeitung.

Die Lage im Westen Deutschlands

In NRW überdenken die Behörden die Sicherheitskonzepte. Es seien konkrete Maßnahmen für die Weihnachtsmärkte geplant. Innenminister Ralf Jäger sagte dem WDR: 

Die Polizeipräsenz in Köln ist ohnehin deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Sie soll allerdings noch einmal verstärkt werden, berichtet Focus online. Ebenso verstärkt die Bonner Polizei auf dem Weihnachtsmarkt die Sicherheitsmaßnahmen. In Dortmund laufen zusätzlich verstärkt zivile Beamte Streife.

Die Lage im Süden Deutschlands

Der Weihnachtsmarkt in Stuttgart soll wie geplant stattfinden. Die Behörden in Bayern haben laut der Süddeutschen Zeitung die Sicherheitsvorkehrungen für die Weihnachtsmärkte erhöht. Das Personal auf den Märkten sei verstärkt worden, so ein Polizeisprecher am Dienstag. Der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt werde nicht vorzeitig geschlossen, die Sicherheitsvorkehrungen werden aber deutlich verschärft. An allen Zugängen des Marktes stehen Polizeibusse.