Weihnachten: Das isst die Welt | reisereporter.de

So schlemmt die Welt an Weihnachten

Nicht überall kommen an den Feiertagen Gänsebraten, Fondue oder Bockwürstchen mit Kartoffelsalat auf den Tisch. Der reisereporter futtert sich mit dir um die Welt.

Plumpudding, Panettone, Ente à l’Orange, Weihnachtsschinken und Bûche de Noël: Weihnachtliche Gerichte, die außerhalb von Deutschland auf den Tisch kommen.
Plumpudding, Panettone, Ente à l’Orange, Weihnachtsschinken und Bûche de Noël: Weihnachtliche Gerichte, die außerhalb von Deutschland auf den Tisch kommen.

Foto: imago/BE&W, imago/imagebroker, flickr.com/James Petts,

Frankreich: Sieben Gänge an Heiligabend

„Le réveillon de Noël“, der Heiligabend, bedeutet in Frankreich vor allem eines: Viel essen. Die Familie sitzt den gesamten Abend am Tisch.

Traditionell gibt es sieben Gänge: Nach einem Aperitif und einer kleinen Vorspeise (Austern oder Salat mit Räucherlachs) folgt die traditionelle Gänsestopfleber (Foie gras). Als Hauptgericht wird oft Ente à l’Orange oder die Spezialität „Dinde aux Marrons“, ein Truthahn, garniert mit Maronen, gereicht. Eine Käseplatte bereitet auf das Dessert vor. Und da geht in Frankreich nichts ohne einen Baumkuchen (Bûche de Noël).

Zum Runterspülen trinken die Franzosen gern ein, zwei Gläschen Champagner.

Island: Ingwer und Laufabrauð

Die Isländer haben einige traditionelle Gebäcksorten: Ingwerplätzchen und Laufabrauð, auf  Deutsch Schneeflockenbrot, zum Beispiel. Beides wird in der Vorweihnachtszeit gebacken. Das Laufabrauð ist ein dünnes Fladenbrot, das in Bilder oder Ornamente geschnitten wird.

Das Laufabrauð ist eine isländische Spezialität zu Weihnachten.
Das Laufabrauð ist eine isländische Spezialität zu Weihnachten. Foto: Brian Suda_Flickr

Irland und England: Kein Weihnachten ohne Plumpudding

Der Plumpudding darf in Irland und England zu Weihnachten bei keinem Menü fehlen. Damit er bis zum Fest richtig schön durchzieht, bereiten die Iren ihn teils schon im Oktober zu.

Hinein kommen Aprikosen, Pflaumen oder Rosinen. An Weihnachten wird der Plumpudding mit Brandy oder Cognac übergossen, flambiert und mit Orangensoße serviert. 

Italien: Heiligabend gibt’s Fisch

In Italien wird am Heiligabend traditionell kein Fleisch gegessen. Stattdessen kommt beim „Pranzo della Vigilia“ Fisch in allen Variationen auf den Tisch. Das „Pranzo della Natale“ am ersten Weihnachtsfeiertag fällt dann sehr üppig aus.

Erst Gemüsesuppe, danach Lamm, Huhn und Würstchen, dazu (viel) Rotwein, Prosecco und natürlich Espresso. Als süßer Nachtisch sind Zabaione und Panettone beliebt. Diese Mailänder Kuchenspezialität ähnelt dem Weihnachtsstollen in Deutschland.

Typisch zum Abschluss des Essens ist ein Nocino, ein Walnusslikör. Die Nüsse dafür werden traditionell in der Nacht auf den 24. Dezember geerntet.

Brasilien: Ein Puter um Mitternacht

Die Brasilianer essen am Heiligabend erst um Mitternacht (dann gibt’s auch erst die Geschenke). Traditionell wird ein Puter mit Maronen, Ananas und gebratenem Kochschinken zubereitet. Der ist so groß, dass meist nicht alles weggeht. Daher findet am ersten Weihnachtsfeiertag im Freundes- und Familienkreis ein großes Resteessen statt.

Portugal: Spezialitäten an Heiligabend

Zum späten Weihnachtsessen an Heiligabend wird in Portugal traditionell der Eintopf „Cozido à Portuguesa“ mit Kichererbsen, Hähnchen und Rind serviert. Zum Nachtisch kommt eine frittierte Nachspeise oder „Arroz doce“, ein süßer Milchreis, auf den Tisch. 

Finnland: Es gibt Joulukinkku

Bei den Finnen gibt’s den Weihnachtsschinken Joulukinkku (den kannst du übrigens bis zum Ende der Weihnachtszeit am 6. Januar essen). Der Schinken wird mit Eigelb, Semmelmehl und Senf eingerieben und im Ofen gebacken. Dazu gibt’s Rote-Bete-Salat und Kartoffel-Steckrübe-Auflauf. 

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Dänemark feiert mit Weihnachtsgrütze

In Dänemark gibt’s traditionell zum Abschluss des Weihnachtsessens Weihnachtsgrütze (Ris à l'amande). Das ist ein Reisbrei mit angedickten Kirschen und gehackten Mandeln. In der Grütze ist irgendwo eine ganze Mandel versteckt. Wer sie findet, bekommt noch ein zusätzliches Geschenk. Bereits in der Vorweihnachtszeit essen die Dänen den sogenannten Julkuchen, einen Hefekuchen mit Rosinen und kandierten Früchten. 

In Schweden gibt’s Weihnachtswurst

In Schweden gibt’s an Heiligabend (neben vielen anderen Leckereien wie Köttbullar, Lachs, Dorsch) eine Wurst mit weihnachtlichen Gewürzen, die Julkorv

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