Frankreich

„Le réveillon de Noël“, der Heiligabend, bedeutet in Frankreich vor allem eins: Viel essen. Die Familie sitzt den gesamten Abend am Tisch. Traditionell gibt es sieben Gänge: Nach einem Aperitif und einer kleinen Vorspeise (Austern oder Salat mit Räucherlachs) folgt die traditionelle Gänsestopfleber (foie gras). Als Hauptgericht wird oft Ente à l'Orange oder die Spezialität „Dinde aux Marrons“, ein Truthahn garniert mit Maronen, gereicht. Eine Käseplatte bereitet auf das Dessert vor. Und da geht in Frankreich nichts ohne einen Baumkuchen („bûche de Noël“). Zum Runterspülen trinken die Franzosen gerne ein, zwei Gläschen Champagner.  

Island

Die Isländer haben einige traditionelle Gebäcksorten: Ingwerplätzchen und „Laufabrauð“, auf deutsch Schneeflockenbrot. Beides wird in der Vorweihnachtszeit gebacken. Das ist ein dünnes Fladenbrot, das in Bilder oder Ornamente geschnitten wird.  

Irland & England

Der Plumpudding darf in Irland und England zu Weihnachten in keinem Menü fehlen. Damit er bis zum Fest richtig schön durchzieht, bereiten die Irländer ihn teils schon im Oktober zu. Hinein kommen Aprikosen, Pflaumen oder Rosinen. An Weihnachten wird der Plumpudding mit Brandy oder Cognac übergossen, flambiert und mit Orangensauce serviert.

Italien

In Italien wird am Heiligabend traditionell kein Fleisch gegessen. Stattdessen kommt beim „Pranzo della Vigilia“ Fisch in allen Variationen auf den Tisch. Das „Pranzo della Natale“ am ersten Weihnachtsfeiertag fällt dann sehr üppig aus. Erst gibt’s Gemüsesuppe, danach Lamm, Huhn & Würstchen, dazu (viel) Rotwein, Prosecco und natürlich Espresso. Als süßer Nachtisch sind Zabaione und „Panettone“ beliebt. Diese Mailänder Kuchenspezialität ähnelt dem Weihnachtsstollen in Deutschland.

Typisch zum Abschluss des Essens ist ein Nocino, ein Walnusslikör. Die Nüsse dafür werden traditionell in der Nacht auf den 24. Dezember geerntet.  

The weather outside is frightful, but #2015 vintage #Nocino is so delightful!

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Brasilien

Die Brasilianer essen am Heiligabend erst um Mitternacht (dann gibt’s auch erst die Geschenke). Traditionell wird ein Puter mit Maronen, Ananas und gebratenem Kochschinken zubereitet. Der ist so groß, dass meist nicht alles weggeht. Daher findet am ersten Weihnachtsfeiertag im Freundes- und Familienkreis ein großes Resteessen statt.

Portugal

Zum späten Weihnachtsessen an Heiligabend wird in Portugal traditionell der Eintopf „Cozido à Portuguesa“ mit Kichererbsen, Hähnchen und Rind serviert. Zum Nachtisch gibt's eine frittierte Nachspeise oder „Arroz doce“, ein süßer Milchreis auf dem Tisch. 

Südkorea

Der koreanische Weihnachtskuchen ist in Südkorea ein Muss. Der Kuchen besteht aus sehr viel Sahne und ist sehr süß. Außerdem ist er mit bunten Figuren verziert, von originell bis extrem kitschig.

Finnland

Bei den Finnen gibt's den Weihnachtsschinken „Joulukinkku“ (den kannst du übrigens bis zum Ende der Weihnachtszeit am 6. Januar essen). Der Schinken wird mit Eigelb, Semmelmehl und Senf eingerieben und im Ofen gebacken. Dazu gibt’s Rote-Bete-Salat und Kartoffel-Steckrübe-Auflauf.  

Dänemark

In Dänemark gibt’s traditionell zum Abschluss des Weihnachtsessens Weihnachtsgrütze („Ris à l'amande“). Das ist ein Reisbrei mit angedickten Kirschen und gehackten Mandeln. In der Grütze ist irgendwo eine ganze Mandel versteckt. Wer sie findet, bekommt noch ein zusätzliches Geschenk. Bereits in der Vorweihnachtszeit essen die Dänen den so genannten Julkuchen, ein Hefekuchen mit Rosinen und kandierten Früchten. 

Schweden

In Schweden gibt’s an Heiligabend (neben vielen anderen Leckereien wie Köttbullar, Lachs, Dorsch) eine Wurst mit weihnachtlichen Gewürzen, die Julkorv