Was ist in Istanbul passiert?

Eine Autobombe detonierte nach Angaben des türkischen Innenministeriums nach einem Fußballspiel am 10. Dezember 2016 nahe des Fußballstadions im Stadtteil Besiktas. Knapp eine Minute später sprengte sich ein Selbstmordattentäter im Macka-Park in die Luft.

Mindestens 38 Menschen kamen ums Leben, mehr als 150 Menschen wurden verletzt. Die Anschläge richteten sich nach Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten Numan Kurtulus offenbar gegen die Polizei. Das Fußballstadion befindet sich in der Nähe des Taksim-Platzes. Die Gegend ist auch bei Touristen beliebt. 

Was müssen Touristen vor Ort wissen?

Das Auswärtige Amt rät Reisenden in Istanbul dazu, sich umsichtig in der Stadt zu bewegen. Bis Sonntagmorgen hieß es zunächst, Touristen sollten in ihren Hotels und Unterkünften bleiben und sich über Reisehinweise und die Medien über die weitere Lage informieren. Eine Reisewarnung für die Türkei gibt es jedoch nicht.

Kann ich meine geplante Reise stornieren?

Die Chancen dafür seien gering, sagt Paul Degott, Anwalt für Reiserecht. „Die Türkei befindet sich seit dem Putschversuch Mitte Juli im Ausnahmezustand. Es herrscht dort eine allgemeine Unsicherheitslage.“ Diese sei bekannt und bei einer mittel- und auch kurzfristigen Buchung, zum Beispiel einer Städtereise nach Istanbul, zu berücksichtigen. Wenn Touristen ihren Türkei-Urlaub stornieren oder umbuchen wollen, seien sie daher auf die Kulanz des Reiseveranstalters angewiesen.