Die höchsten Landsäugetiere der Welt sind vom Aussterben bedroht. Die Weltnaturschutzorganisation „IUCN“ hat die Giraffe jetzt auf ihre Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. Die Population der bis zu sechs Meter großen Tiere sei in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 40 Prozent gesunken.

Wurden vor 30 Jahren noch 163.000 Giraffen gezählt, waren es zuletzt nur noch knapp 100.000. Schuld daran sind der Verlust des natürlichen Lebensraums durch Umweltsünden – und Wilderei. Massenhaft werden die Tiere für Kommerz und Aberglauben abgeschlachtet.

Deutlich weniger Elefanten als gedacht

Und das ist nur ein Teil der schlimmen Tier-Nachrichten. Laut dem Vorstand der Naturschutzorganisation WWF Deutschland, Eberhard Brandes, erleben wir „derzeit das größte globale Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier – und der Mensch ist die Ursache.“

Giraffen-Nachwuchs.
Zu wenig Nachwuchs: Giraffen leben vor allem im Süden und Osten Afrikas. Foto: pixabay.com/pixel-mixer

Auch Elefanten gibt es weit weniger als gedacht. Die aktuelle Zählung der Wissenschaftler kommt nur noch auf 352.271 Tiere in 18 afrikanischen Staaten. Bisher wurde der Gesamtbestand auf rund 500.000. Einst lebten 20 Millionen Elefanten in Afrika.

Giraffe in der Sawanne bei Gewitter.
Weltweit gibt es derzeit nur noch 100.000 Giraffen. Foto: pixabay.com/Neupaddy

Noch schlimmer steht es um den Löwen, der in Westafrika so gut wie ausgestorben ist. Weltweit gibt es nach dem  aktuellen Zensus nur noch gut 20.000 Exemplare in freier Wildbahn.

  

Löwe mit Nachwuchs.
Nur noch 20.000 Löwen leben weltweit in freier Wildbahn. Foto: pixabay.com/Sponchia

Helfen können den Tierarten die weltweite Ächtung von Tier-Produkten und Naturschutzprogramme, finanziert durch Devisen, die etwa durch sanften Tourismus ins Land kommen. Hier gehst du mit uns auf Safari.

Giraffen und Löwen (fast) wie in freier Wildbahn kannst du auch in unseren Breiten erleben. Zum Beispiel im Safaripark Stukenbrock oder im Serengetipark Hodenhagen.