Schlichte Holz-Verkleidung. Eine Decke im 70er-Jahre-Charme. Drei kleine Kissen als begrenzt gelungene Deko. Dieses Bett erinnert eher an eine gehobene Jugendherberge als an das Nachtlager einer Staatschefin. Genau diesem Zweck diente die Koje aber bis zum Jahr 2011. 

Ja, wir sehen hier wirklich ein Bett von Angela Merkel. In offiziellen Verlautbarungen wird die Kabine als „Schlafgelegenheit“ im A340 der Bundesregierung tituliert. Der Flieger, den sich die Kanzlerin mit Bundespräsident und Außenminister teilt, ist auf den Namen „Konrad Adenauer“ getauft. In Berlin trägt er aber nur den Spitznamen „Kanzlerjet“. Neben Konferenz- und Arbeitsbereichen gibt es an Bord eine Dusche und eben dieses Bett für den wichtigsten Passagier.

Fraglos ein seltenes Foto. Dieser intime Einblick ist uns für gewöhnlich nämlich nicht gestattet. Als die alte „Konrad Adenauer“ aber außer Dienst ging, wurde das Flugzeug im Auftrag der Bundesregierung versteigert. So erfuhren wir vom schlichten Schlafgemach der Kanzlerin. Augenzeugen zufolge ist das Nachtlager im neuen Regierungsjet auch nur unwesentlich moderner ausgefallen.

Ob dieser Erkenntnis mutet der Streit um die Air Force One noch skuriller an. Der designierte US-Präsident hatte sich unlängst darüber beklagt, dass sein künftiges Dienstflugzeug einerseits viel zu teuer, andererseits „ein Rückschritt“ für ihn sei. In Trumps Privatflugzeug sind sogar die Sicherheitsgurte mit Gold überzogen... Mehr darüber erfährst du hier

Angela Merkel mit dem niederlaendischen Ministerpraesidenten Mark Rutte
Angela Merkel mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte in der „Konrad Adenauer“. Foto: Bundesrgeriung/Bergmann