Langstreckenflüge können ganz schön anstrengend sein. Denn in halb liegender, halb sitzender Position zu schlafen führt statt zu Erholung meist zu einem steifen Nacken.

Airbus will jetzt für bequemen Schlaf im Flieger sorgen und Schlafkojen im Frachtraum verbauen. Ab dem Jahr 2020 sollen Passagiere im Unterdeck des A330 liegen können.

Schlafkojen sollen gegen Frachtcontainer austauschbar sein

Erst Ende März hatte der Geschäftsführer der australischen Airline Qantas, Alan Joyce, über seine Ideen zu einer neuen Klasse mit Kabinen und Fitnessfläche im Frachtraum von Qantas-Flügen gesprochen. Was bei ihm noch wie Zukunftsmusik klang, könnte Airbus bald schon wahrmachen.

Der europäische Flugzeughersteller hat sich mit dem Flugzeugsitzhersteller Zodiac zusammengetan, um Schlafkojen zu entwickeln, die sich in bestehende Frachträume einbauen lassen. Die Module sollen ganz einfach gegen übliche Frachtcontainer auszutauschen sein und Passagieren mehr Komfort bieten.

Unter den ersten Skizzen für die Schlafkojen befinden sich auch Modelle speziell für Familien. Foto: Airbus

Außerdem sollen die Module unterschiedlich bestückbar sein: Pläne des Unternehmens zeigen eine Lounge, einen Kinderbereich mit Rutsche, einen Bereich für die ärztliche Versorgung an Bord sowie Arbeitsbereiche mit Schreibtischen.

Ab 2020 sollen Airlines die Schlafkojen kaufen können

Der Ladebereich soll Airbus-Angaben zufolge nicht beeinträchtigt werden. Fluggesellschaften sollen die Kabinen ab 2020 für den A330-Airbus auswählen können. Auch die A350-XWB-Airliner könnten in Zukunft vielleicht mit den Schlafkojen ausgestattet werden.

„Wir haben bereits positives Feedback für unsere ersten Simulationen von mehreren Airlines erhalten“, sagt Geoff Pinner, Leiter des Airbus-Kabinen- und Frachtprogrammes.