Sie gehören zu den Trend-Reisezielen 2018 – gleichzeitig besteht in Tunesien, Ägypten und der Türkei erhöhte Terrorgefahr. Für Ägypten und Tunesien warnt das Auswärtige Amt vor Anschlägen und Entführungen. In der Türkei seien vor allem die Regionen Hatay, Kilis und Gaziantep nahe der syrischen Grenze betroffen; sie standen seit dem 20. Januar 2018 mehrfach unter Raketenbeschuss.

In allen drei Ländern gilt der Ausnahmezustand – für Ägypten hat das Auswärtige Amt eine Teilreisewarnung ausgesprochen, für Tunesien und die Türkei gibt es ausführliche Sicherheitshinweise.

Gerade während der Osterfeiertage sei rund um Klöster und Kirchen Vorsicht geboten, schreibt Terrorismusexperte Florian Pfeil beim Murmann Verlag, bei dem sein Buch „Terrorismus – wie wir uns schützen können“ erschienen ist. 

Osterurlaub: Wie hoch ist die Gefahr von Terroranschlägen?

Ägypten

In Ägypten ist die Bedrohung am größten, sagt der Experte. Die allermeisten Anschläge gebe es aber im Norden der Sinaihalbinsel, und das ist militärisches Sperrgebiet fernab der Touristenzentren.

Deshalb gilt: Je weiter südlich du deinen Urlaub verbringst, desto sicherer ist es. Am besten südlich von Hurghada. Außerdem solltest du dich während der Osterzeit von Klöstern und Kirchen fernhalten. Auch öffentliche Plätze und Sehenswürdigkeiten können Ziele von Terroranschlägen sein.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, Demonstrationen und Menschenansammlungen – vor allem vor religiösen Stätten, Universitäten und staatlichen Einrichtungen, insbesondere auch im Kontext der vom 26. bis 28. März 2018 stattfindenden Wahlen – unbedingt zu meiden.

Tunesien

Eine erhöhte Gefährdung bestehe in der Hauptstadt Tunis. In den Badeorten an der Küste haben die tunesischen Sicherheitskräfte ihre Präsenz saisonbedingt stark ausgebaut.

Die größte Gefahr für Touristen gehe in Tunesien von Anschlägen des IS aus, sagt Terrorismusexperte Florian Pfeil. Anschläge auf die Touristenregionen dort würden sich stark auf die lokale Wirtschaft auswirken und das Land destabilisieren.

Das Auswärtige Amt teilt mit, dass tunesische Sicherheitskräfte Touristengebiete verstärkt überwachen. Reisende sollten sich in den Medien über aktuelle Reisehinweise informieren und Menschenansammlungen meiden.

Türkei

In der Türkei sei die Lage insgesamt etwas entspannter. Hier bestehe vor allem in den Regionen entlang der syrischen Grenze und in den Großstädten Istanbul und Ankara erhöhte Terrorgefahr, so der Terrorismusexperte. Besonders gefährdete Orte sind Flughäfen, Sehenswürdigkeiten und öffentliche Plätze.

Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen in die Provinzen Hatay, Kilis und Gaziantep ab. Reisende sollten Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen, sowie den Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen meiden. Neben der Terrorgefahr warnt das Auswärtige Amt vor willkürlichen Inhaftierungen.

Allgemeine Tipps zum Schutz vor Terroranschlägen

Diese Tipps hat der Terrorismusexperte für Reisende, die sich in Ländern mit erhöhter Terrorgefahr aufhalten: